BVB muss Grundsatzentscheidung bei Gomez treffen - Saison-Aus für Wolf

Borussia Dortmund

Leihspieler mit Perspektive? Der BVB muss bei Youngster Sergio Gomez in den kommenden Wochen eine Grundsatzentscheidung treffen. Auch Marius Wolf steht vor einer ungewissen Zukunft.

Dortmund

, 12.06.2020, 09:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei der Personalie Sergio Gomez muss der BVB eine Grundsatzentscheidung treffen.

Bei der Personalie Sergio Gomez muss der BVB eine Grundsatzentscheidung treffen. © imago / AFLOSPORT

Es sind schlechte Nachrichten für den BVB, die aus der Hauptstadt nach Dortmund schwappen. Marius Wolf, bis 30. Juni als Leihspieler an Hertha BSC gebunden, fällt voraussichtlich bis Saisonende aus. Der Mittelfeldspieler leidet seit dem Re-Start der Bundesliga, als er eigentlich für Hertha von Beginn an gegen die TSG Hoffenheim spielen sollte, aber kurz vor Anpfiff passen musste, an Sprunggelenksproblemen.

BVB-Leihgabe Marius Wolf trägt einen Spezialschuh

Mittlerweile muss Wolf sogar einen Spezialschuh tragen, es besteht der Verdacht einer Verletzung an der Syndesmose. Die Probleme am Sprunggelenk haben sich in den vergangenen Wochen als deutlich hartnäckiger herausgestellt als ursprünglich angenommen.

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Und so wird Wolf in dieser Saison wohl kein Spiel mehr für die „Alte Dame“ aus der Hauptstadt bestreiten können. Wie es ab dem 1. Juli für ihn weitergehen wird, ist ungewiss. Wolf besitzt bei Borussia Dortmund zwar einen Vertrag bis Sommer 2023, unter BVB-Trainer Lucien Favre spielte er bislang allerdings bestenfalls eine Nebenrolle. Die Hertha besitzt eine Kaufoption für Wolf in Höhe von 20 Millionen Euro, die der Klub aber, das ist spätestens seit der Corona-Krise klar, nicht ziehen wird.

Marius Wolf kassiert beim BVB rund fünf Millionen Euro Gehalt

Nichtsdestotrotz würde Hertha BSC Wolf gerne länger an den Verein binden. Michael Preetz, Herthas Manager, hat das unlängst bestätigt und angekündigt, das Gespräch mit den Dortmunder Verantwortlichen zu suchen. Die Syndesmose-Verletzung lässt Wolfs Preis, der 2018 für eine festgeschriebene Ablösesummen in Höhe von fünf Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zum BVB wechselte, in Zeiten der Corona-Pandemie und allgemeiner Zurückhaltung sowie Unsicherheit auf dem Transfermarkt gewiss nicht steigen.

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Hinzu kommt Wolfs fürstliches Gehalt. Der Rechtsaußen verdient in Dortmund rund fünf Millionen Euro jährlich und wird erst einmal einen Klub finden müssen, der ihm ein ähnliches Jahressalär zu zahlen bereit ist. Hertha wäre dazu dank Investor Lars Windhorst in der Lage. Eine Einigung aller Parteien scheint schon allein deshalb nicht ausgeschlossen, weil auch der BVB ein Interesse daran haben dürfte, Wolf von seiner Gehaltsliste zu bekommen. Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass Borussia Dortmund bei der Ablöseforderung für Wolf deutlich zurückstecken wird, auch eine Verlängerung des Leihgeschäfts ist denkbar.

Die BVB-Zukunft von Sergio Gomez ist offen

Erst einmal kurzfristig verlängert worden ist Leihvertrag von Sergio Gomez beim spanischen Zweitligisten SD Huesca. Ursprünglich galt Gomez‘ Vertrag in Huesca bis zum 30. Juni, nach Informationen der Ruhr Nachrichten wird Gomez die Saison, die seit Mittwochabend fortgesetzt wird, in Spanien allerdings zunächst einmal zu Ende spielen.

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Wie es danach weitergeht, ist offen. Spanische Medien berichten, dass die Verantwortlichen in Huesca, Tabellenvierter in La Liga 2, mit Gomez‘ Entwicklung sehr zufrieden seien und das Leihgeschäft gerne ausdehnen würden. Das Problem: Der Vertrag des 19-jährigen Offensivspielers beim BVB läuft zum 30. Juni 2021 aus, ein weiteres Leihgeschäft wäre daher nur möglich, wenn Gomez seinen Vertrag in Dortmund verlängern würde.

Sergio Gomez: BVB muss eine Grundsatzentscheidung treffen

Der BVB wird also eine Grundsatzentscheidung treffen müssen, ob Gomez, der im Januar 2018 für drei Millionen Euro Ablöse aus der Jugend des FC Barcelona ins Ruhrgebiet wechselte, der Durchbruch in Dortmund perspektivisch zugetraut wird. Bislang konnte sich der hochdekorierte Nachwuchsspieler (U17-Europameister, U19-Europameister, Youth-League-Sieger) bei der Borussia nicht nachhaltig in den Vordergrund spielen - allen guten Anlagen zum Trotz.

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