Beim 0:5 in München sammeln die BVB-Profis Negativwerte in Serie ein. Kapitän Marco Reus bleibt erstmals seit dem dritten Spieltag ohne Torschuss. Die 09 Fakten zum Topspiel.

Dortmund

, 07.04.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

01.) Böse Erinnerungen an Karlsruhe: Der BVB kassierte die höchste Niederlage eines Bundesliga-Tabellenführers seit August 1997 (damals der Karlsruher SC 1:6 in Leverkusen). Die Dortmunder hatten als Tabellenführer nur einmal so hoch verloren, im April 1996 in Karlsruhe ebenfalls mit 0:5.

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02.) Der FCB schlägt zurück: Die Bayern holten aus den vergangenen acht Bundesliga-Spielen 22 der 24 möglichen Punkte und übernahmen nach nur einem Spieltag auf Platz zwei wieder die Tabellenspitze.


03.) Negativwerte in Serie: Der BVB gab nur vier Torschüsse ab - in jedem anderen Spiel dieser Bundesliga-Saison waren es mindestens doppelt so viele. Umgekehrt ließ die Favre-Elf 22 Torschüsse zu, so viele wie in keinem anderen Saisonspiel. 15 Torschüsse in einer ersten Hälfte hatte Dortmund gar seit zehn Jahren in keiner Bundesliga-Partie mehr zugelassen.


04.) Lewandowski in einem elitären Kreis: Robert Lewandowski erzielte seine Bundesliga-Tore 200 und 201, ist nach Gerd Müller, Jupp Heynckes, Klaus Fischer und Manfred Burgsmüller der fünfte Spieler, der die 200er-Marke knackte. Der polnische Nationalspieler ist mit 15 Toren (14 für Bayern, eines für den BVB) jetzt auch neuer Rekord-Torschütze im deutschen Klassiker.

Negativwerte in Serie - BVB-Kapitän Reus bleibt beim München-Desaster ohne Torschuss

05.) Eklatante Schwäche in den Zweikämpfen: Der BVB ließ jegliche Aggressivität vermissten und entschied lediglich 46 Prozent der Zweikämpfe für sich - es war die schwächste Quote der Dortmunder seit dem glücklichen 1:1 bei der TSG Hoffenheim am vierten Spieltag. Exemplarisch hierfür: Die beiden sonst so robusten Sechser des BVB gewannen nur 50 Prozent (Axel Witsel) bzw. 48 Prozent (Thomas Delaney) ihrer Zweikämpfe.


06.) Hummels baut Serie aus: Mats Hummels erzielte sein erstes Saisontor, traf damit in der elften Bundesliga-Spielzeit in Serie mindestens einmal, und das als Innenverteidiger. Insgesamt gab er vier Torschüsse ab, genauso viele wie alle Dortmunder zusammen.


07.) Die meisten Duelle in 70 Minuten: Lukasz Piszczek kam zu seinem ersten Einsatz nach achtwöchiger Verletzungspause. Der Rechtsverteidiger bestritt, obwohl er gut 20 Minuten vor Schluss ausgewechselt wurde, die meisten Zweikämpfe aller Akteure (25) und gewann davon immerhin 60 Prozent.

Negativwerte in Serie - BVB-Kapitän Reus bleibt beim München-Desaster ohne Torschuss

08.) Lauf, BVB, lauf: Der BVB lief nur 111,9 Kilometer, so wenige wie in keinem anderen Saisonspiel. Die Bayern waren mehr unterwegs (113,2 Kilometer).


09.) Kapitän auf verlorenem Posten: Marco Reus musste anstelle des verletzten Paco Alcacer im Sturmzentrum spielen, hing aber völlig in der Luft und war lediglich 30 Mal am Ball, so selten wie in keinem anderen Spiel dieser Bundesliga-Saison. Der BVB-Kapitän blieb erstmals seit dem dritten Spieltag gegen Frankfurt ohne Torschuss und konnte sich kaum einmal durchsetzen. Nur 23 Prozent gewonnene Zweikämpfe waren Reus‘ schwächster Wert dieser Bundesliga-Saison.

Heatmap von BVB-Kapitän Marco Reus.

Heatmap von BVB-Kapitän Marco Reus. © Deltatre

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