Borussia Dortmund

BVB-Neuzugang Marin Pongracic: „Auch für mich war es eine Überraschung“

Borussia Dortmund überraschte am letzten Tag der Transferperiode mit der Verpflichtung von Marin Pongracic. Ein Anruf von BVB-Trainer Marco Rose spielte beim Wechsel eine große Rolle.

Marin Pongracic war Borussia Dortmunds Überraschungs-Coup auf der Zielgeraden der Transferperiode. Der Neuzugang sprach am Mittwoch in einer Medienrunde über einen entscheidenden Anruf von Marco Rose und seine Ziele mit dem BVB.

Sie sind seit drei Wochen in Dortmund. Wie würden sie die Phase bis hierhin beschreiben, wie zufrieden sind Sie?

Sehr zufrieden. Ich bin fit, die Mannschaft hat mich gut aufgenommen und ich habe mich schon ganz gut eingelebt. Wir haben alle Spiele gewonnen, die Stimmung ist grundsätzlich gut.

Ihre Verpflichtung war eine große Überraschung…

Für mich mindestens genau so wie für Sie. Ich hatte ja in Wolfsburg auch nicht so viele Einsatzminuten. Es ging ganz schnell, an den letzten zwei, drei Tagen. Es hat mich unglaublich gefreut, wobei ich mich nicht zu früh freuen wollte. Es hat dann geklappt, darüber bin ich sehr froh. Ich hoffe, ich mache das Beste daraus.

Welche Rolle hat Marco Rose bei der Verpflichtung gespielt?

Eine sehr große. Wir hatten ein kurzes Telefongespräch, so zehn, 15 Minuten. Da haben wir uns ausgetauscht.

Sie sagen, Sie wollen das Beste aus sich rausholen. Was ist das Beste für Sie?

Persönlich natürlich, so viele Spiele wie möglich zu machen. Ich möchte reifer werden in meinem Spiel, das Level ist hier sehr hoch. Da möchte ich mich so gut wie möglich präsentieren.

Sie gelten abseits des Rasens als „verrückter Vogel“. Stimmt das?

Das sollen andere beurteilen. Ich würde es so beschreiben, dass ich schon eine verrückte Seite habe. Aber ich will reifer werden, erwachsener. Da bin ich auf einem guten Weg (lacht).

Ist schnell beim BVB angekommen: Marin Pongracic (r.). © Groeger © Groeger

Die Konkurrenz ist in Dortmund mindestens so groß wie in Wolfsburg. Was hat den Reiz Borussia Dortmund ausgemacht?

Es ist ein riesiger Verein mit einer super Mannschaft. Ich habe den nötigen Respekt, aber keine Scheu und will mich nicht verstecken. Und ich habe die Chance, mich hier weiterzuentwickeln in meinem Spiel. Da ist Dortmund ein guter Schritt.

Sie sind bis zum Saisonende ausgeliehen. Wie groß ist Ihre Hoffnung, dass daraus mehr werden könnte?

Ich werde mein Bestes geben, aber ich gucke da nur von Woche zu Woche. Ich bin gut reingekommen, darauf kann man aufbauen.

Dortmund spielt offensiv tollen Fußball, hat aber defensiv noch Probleme. Fehlt da die Gier? Wie kann man daran arbeiten?

Die Giftigkeit und Gier ist auf jeden Fall da, wir müssen sie halt über 90 Minuten auf den Platz bringen. Du hast manchmal so Wochen, da ist jeder zweite Schuss ein Treffer, oder die Bälle gehen knapp am Pfosten vorbei ins Tor, so wie in Leverkusen. Wir müssen als Kollektiv noch besser verteidigen, wir haben das aber analysiert. Ich denke, wir werden das auch in den nächsten Wochen zeigen.

Manche neuen Spieler haben eine Bezugsperson, so eine Art „Integrationsminister“. Ist Erling Haaland für Sie so jemand? Sie kennen sich aus Salzburg…

Ach nee, ich kenne ja nicht nur ihn, ich kenne ja auch den Trainerstab, verstehe ich mit Co-Trainer Rene Maric sehr gut. Einen Integrationsminister brauche ich nicht, die anderen sprechen meine Sprache, ich ihre. Es ging sehr leicht, natürlich hält man sich am Anfang noch zurück, ist vielleicht ein bisschen schüchterner. Aber die Jungs sind alle sehr nett, ich wurde sehr gut aufgenommen.

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