BVB-Offensivspieler Thorgan Hazard: Ein Unverzichtbarer?

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Borussia Dortmund braucht Thorgan Hazard. Oder nicht. Der Belgier löst Kontroverse aus. Dabei sprechen die Zahlen eine klare Sprache.

Dortmund

, 04.07.2020, 19:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast 1000 Minuten hatte er warten müssen auf diesen Moment. Doch dann platzte endlich der Knoten. Thorgan Hazard nahm den Ball an, schlug einen Haken nach und drosch die Kugel mit dem starken rechten Fuß platziert ins kurze Eck. Es war das 1:0 für Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg – und es war das erste Saisontor für Thorgan Hazard. Die Südtribüne bebte vor Glück.

BVB-Profi Hazard liefert zuverlässig

Erst im 13. Pflichtspiel netzte der Neuzugang zum ersten Mal für die Schwarzgelben. Doch schon vor seinem ersten Treffer hatte der flinke Belgier Fuß gefasst im Dortmunder Offensivzirkel. Andere wie Jadon Sancho oder Marco Reus spielten spektakulärer als er, doch Hazard zeigte vom ersten Tag in Dortmund, warum ihn der BVB im vergangenen Sommer für eine Ablöse von mehr als 25 Millionen Euro aus Mönchengladbach geholt hatte. Er lieferte zuverlässig. Hazard legte Tore auf, traf selbst und ackerte fleißig.

BVB-Offensivspieler Thorgan Hazard: Ein Unverzichtbarer?

© deltatre

Am Ende seiner ersten Spielzeit im BVB-Trikot darf er starke Werte für sich verbuchen: Hazard ist achtbester Scorer der gesamten Bundesliga, seine 7 Treffer und 13 Vorlagen kann im Dortmunder Kader nur Jadon Sancho überbieten (17/17). 33 Mal setzte Cheftrainer Lucien Favre den dribbelstarken Hazard in der Liga ein, mit fast 2400 gespielten Minuten zählt Hazard zu den absoluten Stammkräften des Vizemeisters, auch in der Champions League und im DFB-Pokal verhält es sich so.

Hazard ist der BVB-Vorlagengeber

Der 27-Jährige drehte auch nicht erst dann auf, wenn Spiele schon gewonnen oder Gegner längst müde waren. Er bestach durch Effizienz, hing auf der erfolgreichen Jagd nach Punkten mehrmals als Wegbereiter entscheidend mit drin. Seine Torvorlage in Köln leitete die Wende zum Sieg ein, er legte das entscheidende 1:0 gegen Gladbach auf, das 1:0 in Frankfurt, das 2:1 gegen Bremen, das 1:0 in Freiburg. Hazards zwei Assists machten es dem BVB möglich, aus einem 0:2 in Augsburg noch einen 5:3-Erfolg zu machen. Auch beim 3:0 gegen Wolfsburg war er neben seinem Treffer noch mit einer Vorlage der wichtigste Mann.

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Trotzdem zählte der 1,74 Meter große belgische Nationalspieler in der Wahrnehmung vieler Fans nicht zu Borussias Unverzichtbaren. Dabei bewies er häufig seine Flexibilität, agierte als Linksaußen, als Rechtsaußen, als hängende Spitze oder sogar als Stoßstürmer. Manchmal reizte er die Fanseele mit seinem überaus riskanten Spiel. Sein Stil, häufig das Eins-gegen-Eins zu suchen, die gegnerische Abwehrkette mit dem Ball am Fuß anzurennen, ist fehleranfällig. Doch der BVB braucht solch mutige Aktionen für sein Spiel, gerade gegen defensiv kompakte Gegner.

Hazard hat eine gute Perspektive beim BVB

Hazard darf seine erste Saison in Dortmund als überaus gelungen abhaken. Nicht nur, weil er im Vergleich zu seiner Zeit in Gladbach noch mehr Scorerpunkte sammelte und eine weitaus bessere Konstanz an den Tag legte. Er erntete dank seiner Leistungen mehr Spielzeiten, als ihm viele Experten angesichts der großen Offensiv-Konkurrenz im Dortmunder Kader zugetraut hatten. Und er war ein zentraler Mosaikstein auf dem Erfolgsweg des BVB. Hazards Perspektive für die neue Saison ist somit glänzend. Ihn muss erst einmal ein anderer Profi dauerhaft übertreffen, um ihn aus der ersten Elf zu verdrängen.

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