BVB-Linksverteidiger Nico Schulz musste in Freiburg aufgrund muskulärer Probleme ausgewechselt werden. © Groeger
Borussia Dortmund

BVB-Personal: Das ist der Stand bei Schulz, Reyna, Hazard und Meunier

Das BVB-Heimspiel gegen Hoffenheim ist nach dem bitteren 1:2 in Freiburg richtungsweisend. Muss Trainer Marco Rose weitere Ausfälle befürchten? Das ist der Stand bei Schulz, Reyna, Hazard und Meunier.

Sie läuft noch immer, die Saisonvorbereitung von Borussia Dortmund. Das 1:2 in Freiburg legte offen, dass wichtige Teile der Mannschaft noch längst nicht bei 100 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit angelangt sind. „Ich habe ja von vornherein gesagt, dass der August kompliziert wird“, erklärte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Sonntag im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Die problembeladene Vorbereitung mit den spät eingestiegenen EM-Fahrern, etlichen Verletzungen und zuletzt noch den Corona-Infektionen schleppt die Borussia weiter schwer mit sich in der laufenden Spielzeit.

BVB-Rechtsverteidiger Meunier weist Trainingsrückstand auf

Und die Lage dürfte sich mit Blick auf das nächste Duell in der Bundesliga mit Hoffenheim am Freitagabend im Signal Iduna Park nur wenig entspannen. Eine Verletzung am Sprunggelenk wird dann Thorgan Hazard weiter außer Gefecht setzen. Der Belgier, der auch am Sonntag nicht trainieren konnte, kehrt erst nach der Länderspielpause in den BVB-Kader zurück.

Thorgan Hazard wird dem BVB erst nach der Länderspielpause wieder zur Verfügung stehen. © imago / Sven Simon © imago / Sven Simon

Auch für Hazards Nationalelf-Kollegen Thomas Meunier kommt das Spiel gegen Hoffenheim viel zu früh. Der belgische Außenverteidiger, den zuletzt eine Covid-Erkrankung samt Quarantäne zurückwarf, weist große Trainingsrückstände auf. Er hat quasi seit dem EM-Aus mit Belgien vor sieben Wochen nur dosiert arbeiten können. Am Sonntag legte er zwar auf dem BVB-Trainingsgelände in Dortmund-Brackel eine intensive Einheit ein, doch um in die nötige Wettbewerbsverfassung zu kommen, wird es weitere Schichten brauchen.

Hummels, Can und Guerreiro sammeln in Freiburg Spielpraxis

Einige Schritte weiter sind da die anderen EM-Fahrer Mats Hummels, Emre Can und Raphael Guerreiro. Alle drei wurden in Freiburg eingewechselt, vor allem für Guerreiro, der nach 38 Minuten den angeschlagenen Nico Schulz ablösen musste, war das so nicht geplant. „Er hatte vorab nur ein einziges Teamtraining“, erklärte Trainer Marco Rose – aber die Not hinten links war nunmal groß. „Sie brauchen Matchpraxis, wir müssen sie nach und nach integrieren“, betonte Rose auch mit Blick auf die schmerzlich vermissten Defensivkräfte Hummels und Can, die beide im Breisgau je elf Minuten Praxis sammeln durften – inmitten der Schlussoffensive des BVB.

Hummels, Can, Guerreiro – keiner der drei wird am Freitagabend nahe der 100-Prozent-Fitness-Marke sein können – dennoch wird Rose sie nur bedingt schonen können. „Wir brauchen alle Jungs. Wir freuen uns über jeden, der zurückkommt, der den Konkurrenzkampf verschärft“, erklärte er nach der Niederlage in Freiburg.

BVB-Entwarnung bei Nico Schulz und Giovanni Reyna

Auch, weil das enttäuschende Spiel am Samstag zwei weitere personelle Fragezeichen aufgeworfen hat. Nico Schulz und Giovanni Reyna mussten aufgrund muskulärer Probleme im Oberschenkel vom Feld. Beide wurden am Sonntag in Dortmund ärztlich untersucht – und es sah nach Informationen der Ruhr Nachrichten zumindest nicht nach einer schwerwiegenden Verletzung aus. „Der Muskel ist okay“, gab Nico Schulz auf Anfrage zu Protokoll. Allerdings ist unsicher, ob Schulz am Freitag schon wieder voll belastbar sein wird. Bei Reyna gibt es dagegen kaum Zweifel, dass er gegen Hoffenheim im Kader stehen kann.

So oder so: Die Dortmunder Ersatzbank wird zwar prominent besetzt, doch fehlende Frische und Spritzigkeit werden binnen weniger Tage nicht aufzuholen sein. Das weiß auch Sebastian Kehl, Leiter der BVB-Lizenzspieler. „Wir werden uns durcharbeiten müssen“, sagte er am Sonntag, die Zeit in der Länderspielphase danach werde helfen, einige Lücken zu schließen. Bleibt jedoch zu hoffen, dass die jeweiligen Nationalverbände Einsicht zeigen, die angeschlagenen BVB-Profis nicht zu nominieren, sondern diese in Dortmund gesunden zu lassen.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Sascha Klaverkamp, Jahrgang 1975, lebt im und liebt das Münsterland. Der Familienvater beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit der Sportberichterstattung. Einer seiner journalistischen Schwerpunkte ist Borussia Dortmund.
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Sascha Klaverkamp

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