BVB-Phänomen Alcacer liebt den FC Augsburg - Schulz macht ordentlich Dampf

mlzEinzelkritik

Sechs Tore in drei Spielen - BVB-Phänomen Paco Alcacer liebt den FC Augsburg. Neuzugang Nico Schulz macht beim 5:1 über die linke Seite ordentlich Dampf. Die Einzelkritik.

Dortmund

, 17.08.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marwin Hitz: Beim 0:1 von Florian Niederlechner aus kurzer Distanz war der Vertreter des verletzten Roman Bürki machtlos, da die Abwehrkette vor ihm noch tief schlief. Danach ohne ernsthafte Beschäftigung. Note: 3,0

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Lukasz Piszczek: Das 0:1 entstand über seine rechte Abwehrseite, er wirkte zu Beginn unkonzentriert, leistete sich den ein oder anderen Fehlpass. Offensiv nur selten zu sehen. Ein durchwachsener Auftritt des polnischen Routiniers trotz vieler Ballkontakte, er ging nach 68 Minuten vom Rasen. Note: 4,0


Mats Hummels: Starke Spieleröffnung, gute lange Pässe und ein paar feine Außenrist-Anspiele in die Spitze. Gute Kopfballchance nach einer Ecke (11.), souverän im Defensiv-Kopfball. In der Abwehrkette insgesamt kaum gefordert. Sammelte viele Ballkontakte. Note: 2,5

Manuel Akanji: Gutes Stellungsspiel im Abwehrzentrum, nach dem frühen 0:1, an dem er mitschuldig war, tadellos. Zumeist die letzte BVB-Absicherung, wenn die Kollegen in den Vorwärtsgang schalteten. Note: 3,0


Nico Schulz: Schaltete sich mehrfach offensiv ein, bissig im Zweikampf, sauberes Passspiel. Ein Aktivposten. Verdiente sich die ersten „Schuuuulz“-Rufe von den Rängen. Seine Hereingaben kamen aber oft nicht präzise genug. Note: 2,5


Julian Weigl: Toller Schuss aus 18 Metern (10.), den Augsburgs Keeper Tomas Koubek gerade noch so über die Querlatte lenken konnte. Einige kluge Vorstöße und Ideen, wenige Fehler. Note: 3,0


Axel Witsel: Sorgte für Ordnung im Zentrum, umsichtiger Balleroberer, guter Schuss aus 18 Metern (27.). Vorbereiter des 2:1 kurz nach der Pause sowie des 5:1. Wie immer sehr laufstark. Note: 2,0

Thorgan Hazard: Traute sich mehrfach ins Tempo-Dribbling, brachte viel Schwung über die linke Angriffsseite. Zog stets mehrere Verteidiger auf sich, schaffte Räume für die Kollegen. Machte nach einem guten Auftritt nach 68 Minuten Platz für Julian Brandt. Note: 2,5


Marco Reus: Der Kapitän verbuchte beim 1:1 die erste Torvorlage, indem er Alcacer bediente. Reus stand von Anpfiff an unter Hochspannung, war an vielen gefährlichen Aktionen beteiligt, forderte die Bälle, bekam sie. Antreiber, Taktgeber. Gute Kopfballchance (19.), aber genau in die Arme von Keeper Koubek. Augsburgs Torhüter parierte auch einen harten Reus-Schuss (25.). In der 57. Minute aber passte es. Reus kam im Strafraum an den Ball und schob zum 3:1 ein. Nach 78 Minuten raus unter großem Applaus. Note: 2,0


Jadon Sancho: An der Vorbereitung des 1:1 beteiligt, tauchte danach lange ab, kam zu selten ins Dribbling. Dann aber fiel ihm der Ball glücklich vor die Füße, als die Augsburger Hintermannschaft eine an sich harmlose Hereingabe von Axel Witsel nicht wegbekam - und er schloss sicher zum 2:1 per Flachschuss ins lange Eck ab (51.). Sancho hatte jetzt richtig Lust, lieferte noch mehr: Sein Querpass bescherte Alcacer das 4:1. Note: 2,0

Paco Alcacer: Der Torjäger schnappte eiskalt zu. Erste Chance, erstes Tor zum schnellen 1:1-Ausgleich (3.). Kassierte Szenenapplaus, als er bis zum eigenen Strafraum zurücksprintete, um dort erfolgreich mit zu verteidigen (22.). Verzog bei zwei weiteren Möglichkeiten. Fleißig und dann uneigennützig - legte quer auf Reus, der verwandelte zum 3:1. Wenige Augenblicke später ließ er sich dann selbst umjubeln - für seinen schönen Treffer aus 14 Metern ins Eck zum 4:1 (59.). Ein Doppelpack. Aber Tore gegen Augsburg schießt Alcacer ja besonders gern - es sind jetzt sechs in drei Partien. Note: 1,5


Achraf Hakimi kam in der 68. Minute für Lukasz Piszczek, Julian Brandt, der das 5:1 erzielte (82.), ersetzte Thorgan Hazard (68.), Mario Götze durfte in den letzten zwölf Spielminuten für Marco Reus mitmischen. Sie alle bleiben ohne Note.

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