Borussia Dortmund

BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball in DFB-Steueraffäre entlastet

Bei Dr. Reinhard Rauball hatte die Polizei im Oktober eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Nun steht fest: Das Verfahren wird eingestellt - der BVB-Präsident hat aber mit den Folgen zu kämpfen.
BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball darf sich über einen „Freispruch erster Klasse“ freuen. © imago / Team 2

Am frühen Morgen standen die Ermittler vor der Tür. Den 7. Oktober 2020 wird Borussia Dortmunds Präsident Dr. Reinhard Rauball nicht vergessen. Auf Rauballs privatem Anwesen in Herdecke herrschte plötzlich ein reges Treiben. Bewaffnete Polizisten übernahmen unter Federführung der Staatsanwaltschaft Frankfurt die Regie.

Hausdurchsuchung bei BVB-Präsident Rauball im Oktober

Angeordnet war eine Hausdurchsuchung. Rauball, so der Vorwurf, soll an einer „schweren Steuerhinterziehung“ beim Deutschen Fußball-Bund beteiligt gewesen sein. Als Präsident des Ligaverbandes fungierte Rauball lange Jahre automatisch auch als Vizepräsident des DFB – und der Verband habe Einnahmen aus Bandenwerbung bei Spielen der Nationalmannschaft 2014 und 2015 in Höhe von rund 4,7 Millionen Euro nicht ordnungsgemäß versteuert.

Während die Ermittlungen gegen andere führende Funktionäre des DFB in diesem Fall noch immer laufen, hat sich der „Anfangsverdacht“ gegen Borussia Dortmunds Präsidenten nicht bestätigt. Zuerst hatte am Mittwoch die „Süddeutsche Zeitung“ über die Einstellung des Verfahrens gegen Rauball berichtet.

BVB-Präsident Dr. Rainhard Rauball: „Freispruch erster Klasse“

Der 74-Jährige bewertet gegenüber der SZ die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Frankfurt als „Freispruch erster Klasse“. Schockiert sei er noch immer über den „martialischen Aufwand bei der Hausdurchsuchung“. Rauballs Anwalt Klaus Bernsmann sagte, sein Mandant sei „regelrecht traumatisiert“ von den Vorwürfen und dem Vorgehen der Ermittler. Rauball habe als DFL-Präsident nichts mit Bandenwerbungen bei Länderspielen oder Steuersachen des DFB zu tun gehabt.

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