Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Geisterspielen in der Bundesliga verzichten die BVB-Profis auf zehn Prozent ihres Gehalts. © Foto dpa
Borussia Dortmund

BVB-Profis verzichten weiter auf Gehalt – Millionen-Einsparung

Borussia Dortmund hat sich mit seinen Profis auf eine Fortsetzung des laufenden Gehaltsverzichts geeinigt. Der BVB spart damit viel Geld ein.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise auf die finanzielle Lage von Borussia Dortmund sind massiv. Nach Gesprächen zwischen Klubführung und der Mannschaft haben sich die BVB-Profis einverstanden erklärt, weiterhin auf Gehalt zu verzichten. Der Klub spart damit Millionen Euro.

BVB spart pro Monat mehr als eine Million Euro ein

Bis auf Weiteres werden zehn Prozent der Entgelte einbehalten, erfuhren die Ruhr Nachrichten. Hintergrund sind unter anderem die Einnahmeausfälle durch die Geisterspiele, pro Heimspiel verliert der BVB bis zu vier Millionen Euro. Solange keine Zuschauer zugelassen sind, üben die Profis Verzicht. Auch die Führungsetage der Schwarzgelben schließt sich der Vereinbarung an. Das Einsparpotenzial liegt pro Monat deutlich im siebenstelligen Bereich. Allein für den Profikader schlagen die Grundgehälter mit circa 13 Millionen Euro zu Buche.

Ausnahme in der Bundesliga: BVB verzichtet weiter auch Kurzarbeit

Im abgelaufenen Geschäftsjahr musste die KGaA einen Verlust von 43 Millionen Euro hinnehmen, der sich im laufenden Geschäftsjahr mindestens verdoppeln wird. Eine Ausnahme in Dortmund: Anders als an fast allen Bundesliga-Standorten schickt der Klub seine rund 900 Mitarbeiter bislang nicht in Kurzarbeit.

Die bisherige Verabredung zum Gehaltsverzicht hatte ihren Ursprung während des Lockdowns im vergangenen Frühjahr, als auch der Profifußball ruhte. Knapp zwei Wochen nach Aussetzung der Spiele einigte sich die Klubführung mit dem Mannschaftsrat nach einvernehmlichen Gesprächen auf einen zunächst 20-prozentigen Gehaltsverzicht. Seitdem der Ball wieder rollt und zumindest die überlebenswichtigen Fernsehgelder wieder fließen, verzichteten die Spieler noch auf zehn Prozent.

BVB-Profis zeigen Verständnis für die Maßnahme

Beide Verzichtsmodelle wurden im Laufe des Jahres bis zum 31. Dezember und nun ohne Enddatum verlängert. Von weiterhin viel Verständnis beim kickenden Personal ist am Rheinlanddamm die Rede, Solidarität sei das Gebot der Stunde. Auf einer freiwilligen Basis an die soziale Verantwortung der sehr gut verdienenden Angestellten zu appellieren, trägt Früchte.

Einen noch größeren Beitrag zur finanziellen Stabilität könnten die BVB-Profis leisten, wenn sie die Qualifikation für die Champions League gewährleisten.

Ihre Autoren
BVB-Redaktion
Jahrgang 1980, liebt Sport und lebt (meistens) sportlich. Erste journalistische Gehversuche mit 15. Einser-Diplom in Sportwissenschaft an der Universität Hamburg (2006). Heinz-Kühn-Stipendiat. Seit 2007 bei Lensing Media tätig. Seit 2012 BVB-Reporter.
Zur Autorenseite
Avatar
BVB-Redaktion
Dirk Krampe, Jahrgang 1965, war als Außenverteidiger ähnlich schnell wie Achraf Hakimi. Leider kamen seine Flanken nicht annähernd so präzise. Heute nicht mehr persönlich am Ball, dafür viel mit dem Crossbike unterwegs. Schreibt seit 1991 für Lensing Media, seit 2008 über Borussia Dortmund.
Zur Autorenseite
Dirk Krampe

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.