BVB schießt sich Frust von der Seele

Wie die Hyänen

Auf der Dortmunder Ehrenrunde spielte sich im Bereich der Nordtribüne eine Szene ab, die nach dem 5:0 (3:0)-Spaziergang des BVB gegen einen wie paralysiert auftretenden 1. FC Köln eindrucksvoll die kompletten 90 Minuten zusammenfasste.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 23.10.2011, 21:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pure Freude, tiefer Frust: Während die Dortmunder feiern, versteht Köln-Keeper Rensing (r.) die Welt nicht mehr.

Pure Freude, tiefer Frust: Während die Dortmunder feiern, versteht Köln-Keeper Rensing (r.) die Welt nicht mehr.

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Fußball-Bundesliga: BVB - 1. FC Köln

Nach dem 1:3 gegen Piräus in der Champions League hat sich der BVB den Frust von der Seele geschossen: Gegen den 1. FC Köln siegte die Klopp-Truppe mit 5:0.
22.10.2011
/
Neven Subotic (r.) gewinnt das Kopfballduell gegen Lukas Podolski.© Foto: dpa
FC-Trainer Stale Solbakken.© Foto: dpa
Robert Lewandowski erzielt das 3:0.© Foto: dpa
Hagen Brüggemann rockte vor dem Anpfiff den Signal Iduna Park.© Foto: dpa
Jürgen Klopp (M.) umarmt Robert Lewandowski.© Foto: dpa
Luftduell zwischen Moritz Leitner (l.) und Odise Roshi.© Foto: dpa
Robert Lewandowski (l.) und Sebastian Kehl jubeln über den Treffer zum 4:0.© Foto: dpa
Jürgen Klopp (l.) im Gespräch mit FC-Torhüter Michael Rensing.© Foto: dpa
Trikottausch nach Spielende: Moritz Leitner (l.) und Lukas Podolski.© Foto: dpa
Jürgen Klopp will keine Parolen gegen Bayern raushauen, sondern Taten sprechen lassen.© Foto: DeFodi
Kölns Offensivspieler Adil Chihi (M.) zog sich einen Kreuzbandriss zu und fällt mehrere Monate aus.© Foto: DeFodi
Erstmals im BVB-Kader: Reserve-Stürmer Terrence Boyd© Foto: DeFodi
Sven Bender (l.) gewinnt den Zweikampf gegen Slawomir Peszko.© Foto: dpa
Marcel Schmelzer (l.) feiert mit Mats Hummels (M.) und Kevin Großkreutz seinen ersten Bundesligatreffer.© Foto: dpa
Henrique Sereno (l.) gewinnt den Zweikampf gegen Robert Lewandowski.© Foto: dpa dpa
Dortmunder Jubel nach dem 3:0.© Foto: dpa
Michael Rensing (r.) ist vor Sebastian Kehl am Ball.© Foto: dpa
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Köln, das nach missglückter Abseitsfalle, die Mats Hummels mit einem Traumpass aus dem Fußgelenk aushebelte, durch Shinji Kagawa früh das 0:1 kassierte (7.), war vor 80 200 Zuschauern im Signal Iduna Park von Beginn an hoffnungslos unterlegen. Erst fünf Minuten vor dem Abpfiff verzeichneten die Statistiker den ersten Kölner Torschuss. Selten zuvor war ein Dortmunder Gast so chancenlos und ergab sich so früh und beinahe ohne Gegenwehr in sein Schicksal. Marcel Schmelzers erster Liga-Treffer (25.) und das 3:0 durch den Polen Robert Lewandowski kurz vor dem Pausenpfiff stellten für den Deutschen Meister, der nach Belieben und weitgehend ungestört kombinieren durfte, früh die Weichen auf Sieg.

Der BVB konnte nach dem Wechsel Kräfte sparen. Trainer Jürgen Klopp schonte den rechts vom bemitleidenswerten Eichner nie zu haltenden Mario Götze und früh auch Sven Bender. Durch den zweiten Treffer von Lewandowski (50.), der sich als Vertreter des verletzten Lucas Barrios mit seinen Saisontoren sechs und sieben immer mehr ins Rampenlicht spielt, und den starken Kapitän Sebastian Kehl (66.) schraubte der Deutsche Meister das Resultat noch auf 5:0.Schon da ging es für den Gast nur noch um Schadensbegrenzung. Elf Kölner wirkten beinahe erleichtert, als Schiedsrichter Felix Brych die einseitige Angelegenheit endlich abpfiff. Erleichterung herrschte auch beim Gastgeber. „Wir haben fantastischen Fußball gespielt und schöne Tore geschossen“, meinte Klopp, der nach dem Debakel von Piräus seine Elf nur auf zwei Positionen verändert hatte.

In Lewandowski, dem mit raumgreifenden Pässen auftrumpfenden Hummels und der Achse Bender/Kehl, die auch die wenigen Kölner Bemühungen im Keim erstickte, hatte der BVB seine herausragenden Akteure. Der Wille zur Wiedergutmachung war jederzeit erkennbar, Spieler wie der Japaner Shinji Kagawa oder der in Piräus indisponierte Schmelzer steigerten sich gewaltig. „Wir sind rausgegangen wie die Hyänen“, meinte Innenverteidiger Neven Subotic gewohnt blumig. Gäste-Trainer Stale Solbakken, der nach drei Siegen aus vier Spielen vom Rückfall seiner Elf mit der Wucht eines Presslufthammers getroffen wurde, stand dem üblen Treiben auf dem Feld hilflos gegenüber. Später wurde er mit der Statistik konfrontiert, die seine Elf als jene auswies, die 55 Prozent der Zweikämpfe auf dem Rasen gewonnen hatte.

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Nach dem 1:3 gegen Piräus in der Champions League hat sich der BVB den Frust von der Seele geschossen: Gegen den 1. FC Köln siegte die Klopp-Truppe mit 5:0.
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Michael Rensing (r.) ist vor Sebastian Kehl am Ball.© Foto: dpa
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„Dabei“, meinte der Norweger, „muss es sich um einen groben Fehler handeln.“ Neven Subotic wurde noch gefragt, wann es zuletzt so einfach gewesen sei. Die trockene Antwort: „An der Playstation!“

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