Musste in Leverkusen zweimal hinter sich greifen: BVB-Torhüter Roman Bürki. © dpa
09 Fakten

BVB schlafwandelt auch in Leverkusen – unschöne Bestmarke für Bürki

Die Schlafwandler des BVB schlagen auch in Leverkusen zu, wenngleich sich Dortmund laufstark präsentiert. Bürki erreicht eine unschöne Bestmarke, Haaland steht kurz davor. Die 09 Fakten.

Der BVB kassiert beim 1:2 (0:1) in Leverkusen bereits die sechste Saisonniederlage – so viele waren es bei Saisonhalbzeit zuletzt vor sechs Jahren (2014/15 unter Jürgen Klopp sogar zehn). Zudem blieb Borussia Dortmund erstmals unter Edin Terzic in zwei Spielen nacheinander ohne Sieg. Die Schwarzgelben holten in der Hinrunde nur 29 Punkte, einen weniger als in der vergangenen Saison und sogar 13 weniger als vor zwei Jahren. Die 09 Fakten zum Spiel:

01.) Werkself bricht BVB-Fluch: Erstmals seit 14 Jahren hat Bayer Leverkusen wieder zwei Bundesliga-Spiele nacheinander gegen Borussia Dortmund gewonnen. Im Februar 2020 hatte es ein spektakuläres 4:3 gegeben. Leverkusen kam am Dienstag auf 23 Torschüsse, so oft kam in dieser Saison noch kein Team gegen Borussia Dortmund zum Abschluss. Der BVB selbst brachte es auf 15 Abschlüsse.

Borussia Dortmund bringt sich gegen Leverkusen selbst in Gefahr

02.) Schwarzgelbe Schuld: Beide Gegentore der Schwarzgelben fielen nach Ballverlusten, insgesamt kassierte der BVB so schon acht Gegentreffer in dieser Saison. In einer Hinrunde passierte das dem BVB zuletzt vor sechs Jahren so häufig.

03.) Knoten platzt an alter Wirkungsstätte: Julian Brandt war 30 Bundesliga-Spiele torlos (1848 Minuten), er traf fast auf den Tag genau vor einem Jahr zuvor zuletzt in der Bundesliga (18. Januar 2020 in Augsburg). 16 seiner 38 Bundesliga-Tore erzielte der Blondschopf in der BayArena, aber erstmals war er als Gast erfolgreich. Er erzielte damit zudem das erste Dortmunder Weitschusstor in dieser Saison (beim 76 Versuch). Insgesamt war Brandt an zehn der 15 BVB-Torschüsse beteiligt (fünf Torschüsse, fünf Torschussvorlagen).

Der BVB verschläft immer wieder die ersten 45 Minuten

04.) Der BVB schlafwandelt weiter: 28 der 33 Saisontore erzielte der BVB in den zweiten 45 Minuten, darunter die vergangenen neun. In zwölf der 17 Hinrundenspiele blieb der BVB im ersten Durchgang ohne Tor, in Leverkusen zum fünften Mal in Serie. Nur fünf Torschüsse gab Dortmund in den ersten 45 Minuten ab (Leverkusen 14), zehn nach dem Seitenwechsel (Leverkusen neun). Beim 1:2 wurde Dortmund zum 13. Mal von einem Mittelfeldspieler bezwungen, das passierte nur Hoffenheim häufiger. Dortmund selbst kommt nur auf zehn Tore durch Mittelfeldspieler.

05.) BVB-Torhüter unter Dauerbeschuss: Roman Bürki zeigte elf Paraden (davon acht in den ersten 45 Minuten) und stellte damit einen neuen ligaweiten Saisonrekord für einen Torhüter auf. Für ihn selbst bedeutet es die Einstellung seines persönlichen Rekordes in einem Bundesliga-Spiel.

06.) Nicht nur der BVB hat einen Wunderknaben: Florian Wirtz erzielte sein viertes Bundesliga-Tor. Vier Bundesliga-Tore als 17-Jähriger gelangen bisher nur Timo Werner und Kai Havertz, aber keiner war so jung wie Wirtz (17 Jahre und 261 Tage). Nach der Einwechslung von Youssoufa Moukoko standen die beiden jüngsten Torschützen der Bundesliga-Geschichte auf dem Platz.

BVB-Stürmer Erling Haaland sucht das Tor

7.) Flaute à la Haaland: BVB-Stürmer Erling Haaland war in den ersten 45 Minuten nur achtmal am Ball, in der zweiten Halbzeit dann immerhin doppelt so oft. Er blieb in den vergangenen beiden Liga-Spielen torlos, dreimal in Serie passierte ihm das in der Bundesliga noch nie.

8.) Die Forrest Gumps der Bundesliga: Läuferisch waren beide Teams auf Augenhöhe: Leverkusen legte 120 Kilometer zurück, der BVB 119,6. Dortmund hatte unter dem Strich auch mehr Spielanteile (52 Prozent) und mehr gewonnene Zweikämpfe (52 Prozent) vorzuweisen.

Thomas Delaney fehlt dem BVB am Freitag in Mönchengladbach

09.) BVB-Mittelfeld geschwächt: Thomas Delaney sah in seinem 50. Bundesliga-Spiel für Dortmund seine fünfte Gelbe Karte in dieser Saison, er fehlt am Freitag in Mönchengladbach. Jude Bellingham und Thomas Delaney starteten in dieser Bundesliga-Saison zuvor nur einmal gemeinsam, am sechsten Spieltag in Bielefeld. In Axel Witsel (verletzt) und Emre Can (gesperrt) fehlten dem BVB zwei potenzielle Sechser.

Über den Autor
Redakteur
Jahrgang 1993, Dortmunder Junge und Amateurhandballer mit großer Liebe für den Fußball und den Ruhrpott. Studium der Journalistik an der TU Dortmund, nach kurzer Zwischenstation beim Westfälischen Anzeiger in Hamm wieder zurück bei den Ruhr Nachrichten, seit 2020 BVB-Reporter.
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Marvin K. Hoffmann

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