BVB schließt Ticket-Rückerstattung ab - Termin für neue Dauerkarten

mlzBorussia Dortmund

Der BVB schließt das Verfahren zur Ticket-Rückerstattung ab - Geschäftsführer Carsten Cramer zeigt sich zufrieden. Auch der Vorverkaufsstart für die neuen Dauerkarten zeichnet sich ab.

Dortmund

, 04.06.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit rund vier Millionen Euro an Einnahmen schlägt bei Borussia Dortmund die Austragung eines Bundesliga-Heimspiels zu Buche. Darin enthalten sind die Einnahmen aus den Ticketverkäufen, aber auch aus Werbung und Catering. Geld, das auf der Haben-Seite fehlt, nachdem die Liga ihre Saison nach der Corona-Zwangspause nur ohne Fans in Form von Geisterspielen fortsetzen darf.

Für Dauerkarten-Inhaber und Besitzer von Tagestickets für die Heimspiele gegen den FC Schalke 04 und Bayern München hat der Klub sehr zügig nach der Saison-Unterbrechung ein Modell für die Ticket-Rückerstattung vorgelegt. Jetzt ist das aufwändige Prozedere abgeschlossen. „Wir haben“, sagt Carsten Cramer, Geschäftsführer für die Bereiche Marketing und Vertrieb, „alle betroffenen Fans angeschrieben und je nach Wunsch die Ticket-Erstattung abgewickelt.“

BVB-Fans bewerten die Angebote als „sehr ausgewogen“

Bei den Tageskarten-Inhabern haben sich rund 90 Prozent der Fans für eine Erstattung des Ticketpreises entschieden, zehn Prozent haben sich nicht gemeldet, sich für eine Spende zugunsten der Stiftung „Leuchte auf“ oder für den Verbleib des Geldes im Verein entschieden.

Besonders erfreulich sei laut Cramer der Dialog mit den Dauerkarten-Inhabern verlaufen. „Das Ergebnis ist sehr positiv“, sagt der 50-Jährige im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. „Wir haben viele zustimmende Rückmeldungen erhalten, die Fans haben uns zu verstehen gegeben, dass sie die von uns vorgelegten Angebote als sehr ausgewogen empfunden haben.“

Enge Abstimmung mit den Fan-Vertretern des BVB

Rund zwei Drittel der angeschriebenen Besitzer einer Dauerkarte haben sich demnach entschieden, das Guthaben für die fünf nicht mehr im Angebot stehenden Heimspiele auf die Dauerkarte der kommenden Saison übertragen zu lassen. Nur 15 Prozent haben die Option der anteiligen Rückerstattung gewählt. Sogar knapp 20 Prozent haben keine der beiden Optionen gewählt und damit den Geldwert quasi der Borussia überlassen.

Wir hoffen, dass wir Ende Juni oder Anfang Juli mehr Klarheit haben.“
Carsten Cramer

Die verschiedenen Modelle hatte der BVB in enger Abstimmung mit Fan-Vertretern nach Einholung vieler verschiedener Meinungen ausgearbeitet. Dieser Austausch solle auch bei der Frage beibehalten werden, wie Borussia Dortmund den Dauerkarten-Verkauf für die kommende Saison abwickelt, sagt Cramer.

Bundesliga-Saison startet wohl erst im September

Denn noch gibt es in diesem Punkt große Unwägbarkeiten. Wegen des bis Ende August geltenden Großveranstaltungs-Verbots in Nordrhein-Westfalen müssten die Bundesligisten auch noch mindestens ein Heimspiel der neuen Saison komplett ohne Fans abwickeln, wenn der Saisonstart wie geplant am vorletzten August-Wochenende erfolgen sollte.

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Völlig offen ist aber die Frage, ob die Liga nicht erst im September startet, da die UEFA im August noch die offenen Spielrunden der Champions League und der Europa League abwickeln will. Offen diskutiert wird daher bereits der 11. September als möglicher Starttermin der Bundesliga. Aktuell noch nicht zu entscheiden ist allerdings weiterhin, ob dann Spiele ohne Zuschauer stattfinden müssen, oder ob zumindest Spiele mit einem geringen Publikums-Anteil erlaubt werden.

Dauerkarten-Verkauf beim BVB startet frühestens Ende Juni

Aus diesem Grund hat der BVB den Dauerkarten-Verkauf für die kommende Saison erst einmal verschoben. Mitte Juni will die UEFA Pläne für die Beendigung der Klubwettbewerbe der laufenden Saison vorlegen, danach soll das Bild auch für die nationalen Ligen klarer werden. Cramer: „Wir hoffen, dass wir Ende Juni oder Anfang Juli mehr Klarheit haben.“

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