BVB-Sechser Julian Weigl: Gegen Mailand benötigen wir eine besondere Leistung

Borussia Dortmund

Beim BVB herrscht nach dem 3:0-Sieg gegen Wolfsburg große Erleichterung. Julian Weigl lobt die Geduld des Teams - und fordert eine besondere Leistung gegen Inter Mailand.

Dortmund

, 02.11.2019, 19:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Sechser Julian Weigl: Gegen Mailand benötigen wir eine besondere Leistung

Zufrieden mit dem BVB-Auftritt gegen Wolfsburg: Julian Weigl. © Kirchner/David Inderlied

Wie groß ist die Erleichterung nach dem Sieg?

Schon groß. Wir wussten, was uns heute hier erwartet. Wolfsburg hatte vorher noch kein Spiel in der Bundesliga verloren. Dementsprechend war es in der ersten Halbzeit zäh. Wir mussten geduldig sein und einfach mal verteidigen. Dann haben wir zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht und es hat sich danach ein Stück weit leichter gespielt.


Ist es eine reine Kopfsache, dass nach der 2:0-Führung plötzlich alles viel leichter läuft?

Ich denke schon, dass es so ist. Es hat uns einfach Vertrauen gegeben. Auch schon der Sieg gegen Gladbach, wo wir einen Rückstand gedreht haben. Das hat uns gezeigt, dass für uns alles möglich ist. Heute hat man dann nach dem ersten Tor gesehen, dass vieles leichter gelaufen ist und dass dieser Spaß im Spiel war. Deswegen war das heute ziemlich gut.

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Bundesliga, 10. Spieltag: BVB - VfL Wolfsburg 3:0 (0:0)

Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg.
02.11.2019
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg.© dpa
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Hatten Sie auch Spaß, als Sie von den anderen Ergebnissen erfahren haben?

Das Ergebnis der Bayern habe ich am Jubel der Leute während des Spiels wahrgenommen. Ansonsten habe ich noch keine Ergebnisse gesehen ...


Leipzig hat 8:0 gewonnen. Spiel das eine Rolle oder schauen Sie aktuell nur auf die eigene Leistung?

Oha. Gut, natürlich freuen wir uns alle sehr auf das Spiel gegen Mailand zuhause. Das sind immer besondere Abende in der Champions League und wir benötigen auch da eine besondere Leistung. Dann können wir bestehen und darauf werden wir uns jetzt vorbereiten. Wir müssen alle Kräfte bündeln, denn es geht schließlich direkt weiter. Wir freuen uns, müssen aber punkten.


Was waren denn die Werkzeuge dafür, dass es in der zweiten Halbzeit nach dem zähen Beginn besser lief?

Ich glaube, dass Wolfsburg müder geworden ist, als wir den Ball schneller haben laufen lassen. In der ersten Halbzeit haben sie die Löcher noch sehr gut zugemacht. Der letzte Pass ist bei uns nicht angekommen. Wir haben es teilweise von hinten gut ras gespielt, aber da war noch die ein oder andere Unsauberkeit oder ein einfacher Ballverlust dabei. Wir haben das in der zweiten Halbzeit zielstrebiger zu Ende gespielt und dann viel mehr Torabschlüsse gehabt. Nur wenn man aufs Tor schießt, kann man auch treffen. Bei mir hat es nicht geklappt, aber das war heute auch egal.

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Sieht man dennoch an einigen Möglichkeiten der Wolfsburger, wie fragil das ganze Gebilde noch ist?

Wolfsburg hat natürlich auch Qualität in der Mannschaft. Man kann nicht immer alles verteidigen. Kurz vor der Halbzeit hatten sie eine gute Chance nach einer Ecke. Da sind sie einfach brandgefährlich. Sie haben gute Schützen und viele große Leute, wo wir richtig dagegen halten mussten. Das kann man eben nicht alles verteidigen. Natürlich werden wir uns das genau anschauen. Ich glaube, dass es heute nicht möglich war, gar keine Chance zuzulassen. Zum Glück haben wir oft im letzten Moment die Situation noch gerettet oder Marwin Hitz hat gut gehalten. Das war wichtig, um am Ende so einen souveränen Sieg auch einfahren zu können.


Wie sehen Sie eigentlich Ihre eigene Entwicklung in dieser Saison? Der ständige Wechsel der Positionen scheint Ihnen nicht viel auszumachen ...

Ich bin sehr froh über jede Minute, die ich bekomme. Auf der Sechserposition macht es mir noch einen Ticken mehr Spaß. Ich versuche einfach, dem Trainer Argumente zu bieten, dass er mich wieder aufstellen muss. Ich glaube, dass das heute ganz ordentlich gelungen ist.

Aufgezeichnet von Jürgen Koers in der Mixed Zone.
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