BVB setzt deutliche Duftmarke - Zorc lobt den Mut der Mannschaft

mlzBorussia Dortmund

Das erste Kräftemessen mit den Bayern gewinnt der BVB verdient. Das 2:0 im Supercup weckt Hoffnungen für den angekündigten Angriff auf den Titel. Sportdirektor Zorc lobt den Mut der Mannschaft.

Dortmund

, 04.08.2019, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lucien Favre durfte das begehrte Objekt in die Kabine tragen. Er hielt den großen silbernen Pokal, der wie eine (etwas billigere) Kopie des goldenen Weltpokals daherkommt, gut versteckt hinter seinem Rücken und grinste verschmitzt. Favre hatte soeben seinen ersten Titel als Trainer der Borussia gewonnen, einen weitgehend unbedeutenden, wie er wohl zugegeben hätte, wenn er danach gefragt worden wäre. Doch es war ja dennoch kein normales Testspiel am Ende einer Vorbereitung. Es war viel mehr angesichts der forschen Zielsetzung, die Favres Borussia ausgegeben hat für die neue Saison. Es war der erste Abtausch im erwarteten Titel-Duell mit den Bayern. Und da nimmt man so einen Prestige-Erfolg natürlich gerne mit. Borussia Dortmund setzte gleich zu Beginn der Saison eine deutliche Duftmarke.

Lewandowski legt den Finger in die Wunde

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Über 81.000 Zuschauer im ausverkauften Dortmunder Stadion sahen das wohl nicht anders. Tore gegen die Bayern werden immer gern und laut bejubelt, die beiden am Samstag, von Paco Alcacer (48.) und Jadon Sancho (69.), wunderschön herausgespielt, wurden besonders frenetisch gefeiert. Ganz Dortmund scheint bereit und gewillt, den Bayern noch ein wenig mehr zuzusetzen, als das schon in der vergangenen Saison gelang.

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So bejubelen die BVB-Profis den Gewinn des Supercups

Borussia Dortmund gewinnt den Supercup gegen den FC Bayern München und feiert einen Prestige-Erfolg.
04.08.2019
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Schlagworte Fußball

Zuversicht und mentale Stärke auf der einen Seite, hörbare Zweifel auf der anderen. Robert Lewandowski ließ es sich in den Katakomben des Signal Iduna Park nicht nehmen, den Finger in die Wunde zu legen und auf die aktuellen Mängel in der Kaderstruktur der Münchner hinzuweisen. „Unsere jungen Spieler haben Potenzial“, meinte der Pole, „aber heute konnte man sehen, was passiert, wenn wir nur so viele Profispieler haben.“ Und weiter: „Wir brauchen direkt jemanden, der uns sofort weiterhilft.“ Da nur 17 Feldspieler derzeit im Bayern-Kader stehen und Serge Gnabry verletzt fehlte, füllte Nico Kovac die Bank mit drei weitgehend unbekannten Talenten. Ein Platz blieb sogar noch frei.

Zorc lobt den Mut der Mannschaft

Derlei Probleme hat Borussia Dortmund nicht. Auch ohne vier Sommer-Neuzugänge und ohne den verletzt fehlenden Stammkeeper Roman Bürki brachte Lucien Favre eine schlagkräftige Truppe auf den Rasen, die auf Ballgewinn und Umschalten setzte. Ehe die Bayern ihren Ballbesitzfußball durchdrücken konnten, hätte der BVB durch Reus (1.), Alcacer (14.) und Guerreiro (20.) bereits deutlich führen können. Die Bayern hatten ihre besten Gelegenheiten durch Kingsley Coman (23./56.).

„Einige Tage Vorbereitung werden uns sicher noch gut tun.“
Sebastian Kehl

BVB-Sportdirektor Michael Zorc lobte den Mut der Mannschaft, der ganz anders ausgeprägt war als beim letzten Aufeinandertreffen der Klubs im April (0:5). „Aber wir haben auch deutlich besser verteidigt als damals.“ Mit Herz und Hirn hielt die Borussia die Bayern trotz nur 35 Prozent Ballbesitz weitgehend vom eigenen Strafraum fern. Die klare Bayern-Dominanz mit Ball war für Favre das einzige Manko an einem Abend, „an dem wir viel gearbeitet haben.“ Auch Zorc hätte sich „mehr Ballbesitz“ gewünscht. „Einige Tage Vorbereitung“, meinte Sebastian Kehl, „werden uns sicher noch gut tun.“

„Die Bayern schlägt man immer gern“

Die Einordnung dieses Ergebnisses war auf Seiten der Borussia von positiver Zurückhaltung geprägt. Der Titel werde dem BVB Schwung geben, glaubt Kehl, „auch wenn wir noch Dinge verbessern müssen. Aber ich kann mich an Jahre erinnern, da folgte dann auf den Supercup der nächste Titel.“ Das erste Kräftemessen mit den Bayern hat der Zuversicht weitere Nahrung gegeben. Sportdirektor Zorc freute sich über die „richtige Standortbestimmung“ und den Sieg („Die Bayern schlägt man immer gern!“), BVB-Boss Hans-Joachim Watzke („Wir haben das Ziel ja ausgegeben, weil wir glauben, dass wir jetzt so weit sind“) bekam auf der Tribüne von seiner Mannschaft viel Bestätigung für den Optimismus, der rund um Borussia Dortmund zu spüren ist.

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