BVB siegt 1:0 gegen Bremen - erster Erfolg in der Rückrunde

DORTMUND Und sie können es doch! Borussia Dortmund gewann gegen Werder Bremen nach acht sieglosen Spielen die erste Partie im Jahr 2009. Mit 1:0 bezwang die Mannschaft von Jürgen Klopp den UEFA-Cup-Teilnehmer. Für Bremen riss dagegen eine Serie von sieben Begegnungen ohne Niederlage.

von Von Thomas Schulzke

, 21.03.2009, 17:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB siegt 1:0 gegen Bremen - erster Erfolg in der Rückrunde

Eine charakteristische Szene der Partie BVB gegen Werder: Dortmunds Tinga (hinten) und Bremens defensiver Mittelfeldmann Peter NIemeyer im Zweikampf.

Trainer Jürgen Klopp stellte im Vergleich zur Partie in Hannover (4:4) auf einer Position um. Florian Kringe rückte für den angeschlagenen Nuri Sahin (Prellung) auf die linke Halbposition der Mittelfeldraute. Das Sturmduo bildeten zum zweiten Mal in Serie Nelson Valdez und Alexander Frei. Ganz im Sinne der BVB-Fans: Sie rollten vor der Partie ein Transparent mit der Aufschrift „Klopp! Bitte vergraul uns den Alex nicht!“ aus.

Das tat Klopp nicht. Er ließ ihn spielen. Die Leistung der kompletten Mannschaft in der ersten Halbzeit vergraulte eher die Fans. Es war ein Festival der Ballverluste. Vor allem die rechte Seite mit Patrick Owomoyela und Tinga spielte Pässe, die selbst 100-Meter-Weltrekordler Usain Bolt niemals erlaufen hätte - grausam. Einzig nach Standards ließ der BVB die eigenen Fans hoffen. 4:0-Ecken nach 17 Minuten. Die beste Möglichkeit der Schwarzgelben vergab Kapitän Sebastian Kehl, dessen Schuss aus elf Metern Petri Pasanen kurz vor der Torlinie abblockte (23.). Und Bremen? Nichts zu sehen, von dem Zauberfußball der vergangenen Wochen. Zwar hatte das Team, das Jürgen Klopp im Vorfeld als „brutal spielstark“ bezeichnete, in den ersten 45 Minuten 66,5 Prozent Ballbesitz. Aber mehr als ein Torschuss von Claudio Pizarro (36.) sprang nicht heraus.

Nach der Pause rückt Schiri Kircher in den Mittelpunkt Nach dem Wechsel erspielte sich Werder Bremen, das sich am vergangenen Mittwoch im UEFA-Cup gegen St. Etienne durchsetzte und ins Viertelfinale einzog, die ersten Tormöglichkeiten. Aber weder Hugo Almeida (47.) noch Sebastian Boenisch (49.) konnten den überzeugenden Roman Weidenfeller bezwingen.

Dann rückte Schiedsrichter Knut Kircher in den Mittelpunkt. In der 59. Minute forderte das gesamte Stadion Elfmeter nach einem Duell zwischen Peter Niemeyer und Nelson Valdez. Die Pfeife blieb stumm – zu Recht. Fünf Minuten später: Jetzt trafen Nelson Valdez und Sebastian Boenisch im Bremer 16-Meter-Raum aufeinander. Valdez fiel wieder. Der Aufschrei war groß. Diesmal pfiff Kircher. Elfmeter für Dortmund. Er hätte auch wieder weiterspielen lassen können - ein umstrittener Elfmeter. Doch die Summe der Strafraumaktionen veranlasste den FIFA-Schiedsrichter wohl, den Strafstoß zu geben. Alexander Frei war es egal. Er verwandelte eiskalt zum 1:0 (64.). Das neunte Saisontor des Schweizers.

Dortmund drängt auf die Entscheidung Dortmund drückte weiter. Kringe, der an seine gute Leistung aus dem Hannover-Spiel nicht anknüpfen konnte, vergab gleich zweimal (71./76.). Nelson Valdez setzte einen Kopfball neben das Tor (73.). Er blieb trotz seines guten Auftritts damit im achten Spiel gegen seinen Ex-Klub torlos. Trotzdem hat Nelson ein überragendes Spiel für die Mannschaft abgeliefert“, lobte Trainer Klopp den Nimmermüden. Auch Tamas Hajnal konnte aus zehn Metern Tim Wiese nicht bezwingen (75.). Jetzt hatte der BVB das Spiel unter Kontrolle – es blieb beim Erfolg. Trotzdem brandete noch einmal lautstarker Jubel auf, als Jakub Blaszczykowski nach seiner dreimonatigen Verletzungspause noch zu einem Kurzeinsatz kam. „So fühlt es sich also an, wenn man wieder drei Punkte auf einmal auf das Konto schüttet. Es ist unglaublich. Ich kann es kaum glauben“, sagte Klopp nach der Partie.

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