BVB signalisiert Entspannung - muss aber punkten

Kellerduell in Stuttgart

Zwei Siege in Serie haben Borussia Dortmund den Glauben an die eigenen Fähigkeiten zurückgegeben. Der Abstiegskampf aber geht unvermindert weiter. Heute gastiert der Krisen-BVB beim VfB Stuttgart (20.30 Uhr, bei uns im Live-Ticker)

DORTMUND

, 20.02.2015, 14:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der BVB hofft heute Abend wieder auf Tore von Pierre-Emerick Aubameyang (l.).

Der BVB hofft heute Abend wieder auf Tore von Pierre-Emerick Aubameyang (l.).

Vor dem Duell im Schwabenland wird Dortmund als Tabellen-15. gelistet, somit ist die Partie beim Schlusslicht in Stuttgart das, was man gemeinhin ein Kellerduell nennt. Mit all dem, was mit so einer Situation einhergeht: Brisanz, Druck, gewiss auch einer Spur Angst. Schlechte Zeiten also, in denen der einstige große BVB-Rivale FC Bayern zwar gefühlte Lichtjahre entfernt, in Dortmund aber immer noch allgegenwärtig ist.

"Das ist Philipp Lahm"

Als Jürgen Klopp am Donnerstag über das nächste Spiel sprach und seine großen Probleme (Grippewelle) darlegte, war kurz zuvor eine Besuchergruppe durchs Borusseum, Borussia Dortmunds Fußball-Museum, geführt worden.  

Grundschüler, die die vielen Pokale bestaunten und dann an einem großen BVB-Mannschaftsfoto Halt machten. Wen sie denn darauf erkennen würden, fragte der Stadion-Führer, eifrige Finger reckten sich in die Höhe. „Den Marco Reus.“ Natürlich. Auch „Mats Hummels“, und ein kleines Mädchen hatte auch noch jemand bekannten entdeckt. „Das ist Philipp Lahm!“, krähte sie. Es blieb ihr Geheimnis, auf wen im schwarzgelben Trikot sie da gerade gedeutet hatte.

Zwei Siege in Serie

Vielleicht hätte Klopp über die kleine Anekdote lachen können, wenn er nicht von anderen Gedanken gelenkt würde in diesen Wochen. Zwei Spiele in Serie hat der BVB gewonnen, das war überlebenswichtig, wie auch Dortmunds Trainer findet. Denn es versetzt den BVB in die Lage, in der Tabelle mit weiteren Erfolgserlebnissen nach vorne zu springen, anstatt mit Punkte-Rückstand auf die Konkurrenz vor sich blicken zu müssen.

Viel passiert ist aber ansonsten noch nicht. „Der Druck“, sagt auch Klopp, „ist riesengroß. Nach wie vor.“ Die Parole heißt weiterhin Abstiegskampf, „wir müssen Konstanz in die Abläufe reinbringen, die wir mittlerweile wieder besser machen“.

Mit "voller Kapelle"

Besser ja, aber von Perfektion, findet der Trainer, sei seine Elf nach wie vor weit entfernt. Allerdings hat er Dinge gesehen, die Mut machen. Wie seine Elf gegen Mainz mit dem frühen Rückstand umging („Viel besser als gegen Augsburg“), wie sie streckenweise schon wieder kombinierte. Phasen wie nach dem 2:1, als der Führungstreffer dafür sorgte, dass im Zuge der großen Erleichterung die Ordnung verloren ging und Mainz prompt zum Ausgleich kam, können zumindest dafür herhalten, die Sinne weiter zu schärfen.

FOTOSTRECKE
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Der BVB auf dem Weg nach Stuttgart

Die BVB-Profis auf dem Weg nach Stuttgart.
19.02.2015
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Die BVB-Spieler am Flughafen Dortmund.© Foto: Groeger
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Schlagworte Borussia Dortmund,

Weil die Situation weiter prekär ist, gibt es für den BVB nur den Moment, nur das nächste Spiel. Gedanken an die Partie in Turin am Dienstag? Noch keine. Rotation angesichts der kommenden Englischen Wochen? Kein Thema, sagt Klopp, „wir spielen mit voller Kapelle“.

Hummels mit an Bord

Dazu könnte nun doch auch Mats Hummels gehören. Der Kapitän flog wie Jakub Blaszczykowski gestern mit nach Stuttgart. Erik Durm allerdings fehlte, auch Sven Bender und Sebastian Kehl gehörten nicht zur Reisegruppe. Sie haben zwar wieder voll trainiert, müssen aber nach langer Ausfallzeit einen großen Praxis-Rückstand aufarbeiten.

Klopp fordert Konzentration mit allen Sinnen. Die Lage hat zwar sich ein wenig entspannt, für Entwarnung aber gibt es keinen Grund. Es gehe darum, sich auf weitere „superintensive“ Minuten einzulassen. Das Training dieser Woche ließ Klopp daher bewusst auf einem Platz mit schlechtem Untergrund stattfinden. Das sollte die Verhältnisse in Stuttgart simulieren.

SO KÖNNTEN SIE SPIELEN
Stuttgart: Ulreich - Sakai, Baumgartl, Niedermeier, Hlousek - Oriol Romeu, Serey Die - Harnik, Leitner, Werner - Ibisevic
BVB: Weidenfeller - Piszczek, Subotic (Hummels), Sokratis, Schmelzer - Gündogan, Sahin - Kampl, Kagawa, Reus - Aubameyang

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