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BVB-Spielerzeugnis: Giovanni Reyna kämpft sich aus seinem Tief heraus

Giovanni Reyna erlebte in der Spielzeit ein Auf und Ab. Am Saisonende zeigte die Formkurve wieder nach oben. Die Zukunft bei Borussia Dortmund gehört ihm.

51 Pflichtspiele hatte Borussia Dortmund in der abgelaufenen Saison, in 46 von ihnen stand Giovanni Reyna auf dem Platz. Damit haben nur zwei Dortmunder (Mats Hummels und Marco Reus) mehr Partien bestritten. Das zeigt: Reyna ist in seiner zweiten Profisaison voll beim BVB angekommen. Und das, obwohl er zwischenzeitlich eine schwierige Zeit durchmachte.

BVB-Youngster Reyna hatte mit dem Corona-Lockdown zu kämpfen

„Ich war jetzt sechs Wochen alleine. Das ist schon hart. Die ganz Situation mit Corona macht es einfach schwierig“, sagte BVB-Youngster Reyna Anfang April. Der junge Amerikaner litt darunter, dass er in einem fremden Land alleine in seiner Wohnung sein musste, seine Freunde und Familie nicht sehen konnte.


Das spiegelte sich auch in seinen Leistungen wider. Erst am 28. Spieltag sammelte der Offensivspieler seine erste Torbeteiligung in der Rückrunde. In knapp der Hälfte der Spiele wurde Reyna erst eingewechselt, spielte nur einmal über 90 Minuten.

„Er hat momentan ein wenig den Schwung verloren. In diesem Alter sind Schwankungen normal und gehören dazu. Es ist ein normaler Prozess, durch den er gerade durchmuss. Er muss einfach dranbleiben“, sagte BVB-Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl im Februar. In Dortmund zeigte man sich wegen Reynas Leistungsschwankungen gelassen, auch weil er in der Hinrunde zeigte, was er wirklich kann.

Im letzten Saisondrittel blühte Reyna beim BVB wieder auf

In den ersten 17 Bundesliga-Spielen erzielte der Teenager drei Tore und bereitete fünf weitere vor. Allein beim 4:0-Sieg gegen den SC Freiburg legte der zweitjüngste Spieler im BVB-Kader drei Treffer auf. In acht Partien stand Reyna in der Startelf, verpasste nur eine Begegnung wegen eines Infekts. Dann folgte das Tief im Winter.

Aus dem kämpfte er sich aber – mit Hilfe von Manuel Akanji – passend zum Siegeslauf der Borussia im letzten Saisondrittel wieder heraus. Nach der Torvorbereitung am 28. Spieltag folgte eine Partie später gegen Bremen sein erstes Rückrunden-Tor und sein zweites Spiel über die volle Distanz. In vier der letzten fünf Bundesliga-Begegnungen stand Reyna wieder von Anfang an auf dem Feld.

BVB-Sportdirektor Zorc lobt Reynas Leistungsaufschwung

„Es sieht schon seit einigen Wochen wieder deutlich besser aus bei ihm. Er ist noch ein junger Spieler, gerade 18 Jahre alt, die Familie ist weit weg, das ist dann auch nicht so einfach. Er hatte ein normales Tief, aus dem er sich eindrucksvoll herausgearbeitet hat. Seine Torgefahr ist wieder da“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc nach dem Pokal-Halbfinale gegen Holstein Kiel, bei dem Reyna zweimal traf.

Fazit:

An das Leistungshoch wird der 18-Jährige in der kommenden Saison anknüpfen wollen. Damit er die Vorbereitung unter dem neuen Trainer Marco Rose auch vollständig bestreiten kann und er sich vorher von der anstrengenden Spielzeit erholen kann, wird der Amerikaner nicht den Gold-Cup mit der Nationalmannschaft bestreiten.

Dass ihm trotz seiner jugendlichen Leistungsschwankungen die Zukunft bei Borussia Dortmund gehört, daran besteht kein Zweifel. Nicht umsonst wurde sein Vertrag im November 2020 bis 2025 verlängert. „Er ist schon jetzt ein sehr, sehr guter Spieler mit viel Potenzial. Wenn er so weitermacht, wird er enorm wichtig für Dortmund sein“, sagte der damalige Trainer Lucien Favre bei der Verlängerung. Da werden ihm seine Nachfolger Edin Terzic und Marco Rose sicher nicht widersprechen.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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