BVB-Abwehrchef Mats Hummels. © imago
Borussia Dortmund

BVB-Spielerzeugnis: Hummels spielt offensiv und defensiv eine überragende Saison

Mats Hummels spielte in der vergangenen Saison überragend - das belegen auch zahlreiche Statistiken. So hilft er Borussia Dortmund noch lange weiter, wenn er möchte.

Aktuell nimmt Mats Hummels mit Deutschland an der EM 2020 teil – und das, obwohl er vor zwei Jahren eigentlich aussortiert wurde. Dass Bundestrainer Joachim Löw praktisch keine andere Wahl blieb, als den BVB-Spieler zu begnadigen, sagt viel über Hummels‘ starke Saison bei Borussia Dortmund aus.

BVB-Verteidiger Hummels führt zahlreiche Ranglisten an

„In der Defensive hatten wir nicht die gewünschte Stabilität. Wir haben diese Entscheidung aus absoluter Überzeugung getroffen“, erklärte Löw die Nominierung von Hummels. Dass er die Dortmunder Abwehr stabilisieren kann, das hat er in der abgelaufenen Spielzeit bewiesen. „Mats spielt eine hervorragende Saison, er ist in ganz vielen Statistiken führend auf dieser Position in der Bundesliga“, lobte BVB-Trainer Edin Terzic den 32-Jährigen kurz vor Saisonende.

In fast jeder Rangliste, die sich auf die Defensive bezieht, ist Hummels vorne vertreten. Mit 65,1 Prozent hat der Innenverteidiger die meisten Zweikämpfe aller Defensiv-Spieler in der Bundesliga gewonnen, mit 530 angefangenen Zuspielen führt er auch diese Tabelle an. Bei den gewonnen Kopfballduellen (75 Prozent) ist nur ein Spieler besser.

Auch offensiv setzt Hummels beim BVB Akzente

Und das waren nur Statistiken für die Defensive. Was Hummels‘ Saison auch so stark gemacht hat, ist, dass er auch in anderen Bereichen weit vorne vertreten ist. Die Qualitäten in der Spieleröffnung mit seinen Außenristpässen sind bekannt, aber auch die einfachen Pässe kann „aussenrist15“ (Hummels‘ Instagram-Name) präzise spielen. Mit 90,46 Prozent hat der Nationalspieler die drittbeste Passquote bei den Schwarzgelben. Dazu hat ligaweit nur ein Akteur mehr Ballbesitzphasen (3030) als Hummels gehabt.

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Mit fünf Saisontoren hat er zudem einen persönlichen Rekord eingestellt. Nur in der Saison 2010/11 traf der Dortmunder schon mal so oft. Mit Marvin Friedrich (Union Berlin) ist er damit der torgefährlichste Innenverteidiger gewesen. Und auch im gegnerischen Sechzehner machte Hummels von seiner Kopfballstärke Gebrauch: Drei Saisontore erzielte der „Ballmagnet“ per Kopf.

Hummels ist beim BVB unverzichtbar

Dass weder Lucien Favre noch sein Nachfolger Terzic auf Hummels verzichten wollten, ist dadurch belegt, dass der Weltmeister von 2014 nur ein Bundesliga-Spiel 2020/21 verpasste – wegen einer Gelbsperre. Wettbewerbsübergreifend stand er am zweithäufigsten auf dem Platz (48 Partien). Betrachtet man die Einsatzminuten, hat Hummels mit 4.089 sogar die meisten – und etwa 500 Minuten mehr als der Zweite, das sind ziemlich genau fünfeinhalb Begegnungen. Überhaupt stand der Rückkehrer seit Sommer 2019 in 64 der 68 möglichen Erstliga-Partien in der BVB-Startelf.

Fazit:

In der abgelaufenen Saison hielt Hummels sein hohes Niveau. Das sahen auch die anderen Bundesliga-Spieler so und wählten ihn in die Elf der Saison, auch die Fans würdigten seine Leistung mit einer Durchschnittsnote von 1,8. Hummels wird auch beim neuen Trainer Marco Rose eine tragende Rolle in der BVB-Mannschaft einnehmen.

Was nach der kommenden Saison passiert, liegt ganz in der Hand von Hummels. Sein Vertrag läuft 2022 aus, aber er besitzt eine Option auf eine Verlängerung um ein weiteres Jahr. Wenn alles gut laufe, wolle er noch mindestens zweieinhalb Jahre in Dortmund spielen, sagte der EM-Teilnehmer im Januar. In der Form des vergangenen Jahres hätte wohl keiner beim BVB etwas dagegen, wenn Hummels noch länger bliebe .

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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