BVB-Spielmacher Kagawa unter ständiger Bewachung

Vom Augsburger Hosogai

Dortmunds Edeltechniker Shinji Kagawa ist in der Vergangenheit nicht gerade durch seine rüde Spielweise aufgefallen. Der Japaner gilt als höflich, freundlich und friedlich. Doch am Samstag platzte ausnahmsweise auch dem offensiven Mittelfeldspieler einmal der Kragen.

AUGSBURG

von Von Matthias Dersch

, 11.03.2012, 22:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kagawa (l.) wurde von Hosogai ständig verfolgt.

Kagawa (l.) wurde von Hosogai ständig verfolgt.

Die Szene stand exemplarisch für den unglücklichen Auftritt des Japaners, der in der Rückrunde bislang so traumwandlerisch sicheren und technischen feinen Fußball gezeigt hatte. Doch der Schachzug von Augsburgs Trainer Jos Luhukay, Kagawa über die gesamte Spielzeit in enge Manndeckung zu nehmen, nahm dem zweitbesten BVB-Scorer der laufenden Saison (8 Tore/8 Vorlagen) offenbar die Lust. „Hosogai hat mich mit der Manndeckung aus dem Spiel genommen“, gab Kagawa zu, dann ergänzte er: „Das ist mir in der Bundesliga auch noch nicht passiert. Mal schauen, ob auch künftig Gegner auf diese Idee kommen.“ Hosogai machte mit seiner starken Leistung jedenfalls vor, wie man Kagawa richtig auf die Nerven gehen kann. Nur neun Ballkontakte verzeichneten die Statistiker nach 30 Minuten für den BVB-Spielmacher.

Bis zu seiner Auswechslung in der 70. Minute brachte es der 22-Jährige nur auf eine wirklich gelungene Szene, als er den startenden Jakub Blaszczykowski perfekt mit einem Pass in den Lauf bediente. „Ich muss damit besser umgehen“, meinte Kagawa selbstkritisch. Gut möglich, dass er bald weitere Gelegenheiten dazu bekommt und die Bundesliga zumindest eine Teil-Renaissance der Manndeckung erlebt.

Lesen Sie jetzt