Kann Tottenham das neue Málaga werden? Die BVB-Fans glauben an das Wunder und machen dem Team Mut. Drei magische Dortmunder Auftritte auf internationalem Parkett zeigen, was möglich ist.

Dortmund

, 05.03.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Partie gegen Málaga im Viertelfinale der Champions League 2013 war nicht das einzige spektakuläre Spiel, das der BVB international vorweisen kann. Maren Carle erinnert an drei weitere magische Dortmunder Auftritte.



1.) BVB holt als erste deutsche Mannschaft einen Europapokal

1966 - der BVB gewinnt als erster deutscher Verein in der Geschichte den Europapokal.

1966 - der BVB gewinnt als erster deutscher Verein in der Geschichte den Europapokal. © imago

Für das erste Spiel reisen wir gut 50 Jahre zurück in das Jahr 1966. Finale des Europapokals der Pokalsieger im Hampden-Park in Glasgow. Am 5. Mai 1966 gelingt dem BVB ein historisches Ergebnis: Als erster deutscher Verein in der Geschichte gewinnt Dortmund den Europapokal. Gegner ist der FC Liverpool. 120 dramatische Minuten, ein unvergessener Mann: Reinhard „Stan“ Libuda. In der Verlängerung überwindet Libuda den Liverpooler Torhüter Lawrence und den Abwehrrecken Yeats mit einer „Bogenlampe“ aus mehr als 30 Metern. Der Ball senkt sich ins Netz, der bis dahin größte Triumph in der Dortmunder Vereinsgeschichte. Dem 2:1-Siegtor gingen die Dortmunder Führung durch Sigfried „Siggi“ Held und Roger Hunts Ausgleich für Liverpool voraus.



2.) Champions-League-Sieger 1997

Zum ersten Mal im Endspiel der Champions League stand der BVB 1997. Allerdings als krasser Außenseiter. Der Meistertitel in der Liga ist bereits verspielt, die Stimmung zwischen dem Präsidenten Gerd Niebaum und Trainer Ottmar Hitzfeld ist nicht gerade rosig. Die fitte „alte Dame“ Juventus Turin ist haushoher Favorit, da sind sich die Experten einig. Dabei hat auch der BVB Weltklasse-Spieler im Kader: Matthias Sammer, Jürgen Kohler, Andreas Möller und Karl-Heinz Riedle. Und noch einen jungen Spieler, der an diesem Abend groß raus kommen soll.

Doch zunächst beginnt die Partie vor 59.000 Zuschauern im Olympiastadion in München wie erwartet. Juventus Turin dominiert das Spiel und hat die besseren Torchancen. Dortmund kann nur mit Kontern und langen Bällen dagegen halten. Der Doppelschlag von Riedle kommt somit völlig überraschend. Mit zwei Toren in der 29. und der 34. Minute schießt er den BVB zum 2:0 zur Halbzeit.

Der Moment des Champions-League-Finals 1997. Lars Ricken überwindet Turins Keeper Angelo Peruzzi aus großer Entfernung.

Der Moment des Champions-League-Finals 1997. Lars Ricken überwindet Turins Keeper Angelo Peruzzi aus großer Entfernung. © imago

Im zweiten Durchgang kommt der große Auftritt eines jungen BVB-Spielers. 20 Jahre alt. 70 Minuten lang auf der Ersatzbank. Natürlich Lars Ricken. Er beobachtet den gegnerischen Torhüter Angelo Peruzzi von der Ersatzbank aus und bemerkt, dass dieser meistens zu weit vor seinem Tor steht. „Ich habe dann zu Heiko Herrlich gesagt: Mit dem ersten Ballkontakt schieße ich blind aufs Tor“, erzählt Ricken. In der 64. Minute gelingt Juventus in Person von Del Piero der Anschlusstreffer. In der 70. Minute schickt Hitzfeld Ricken auf den Platz. Keine zehn Sekunden später: Möller passt Ricken den Ball direkt in den Lauf, Peruzzi steht wieder weit vor seinem Gehäuse. Ricken lupft den Ball über Peruzzi hinweg zum spielentscheidenden 3:1. Schwarzgelber Jubel in München und bei den Daheimgebliebenen in Dortmund.



3.) Robert Lewandowski schreibt Geschichte

Champions-League-Halbfinale 2013. Der BVB trifft auf Real Madrid, das Wunder gegen Málaga im Viertelfinale als motivierenden Wind im Rücken. Direkt in der 9. Minute legt der BVB vor – durch Robert Lewandowski. Doch Real Madrid kann zunächst ausgleichen, dank eines viel zu kurzen Rückpasses von Mats Hummels. Gonzalo Higuain passt zum freistehenden Ronaldo, der schießt aus sieben Metern ins leere Tor.

Unvergessen: Robert Lewandowski erzielt vier Treffer gegen Real Madrid.

Unvergessen: Robert Lewandowski erzielt vier Treffer gegen Real Madrid. © imago

Direkt zu Anfang der zweiten Halbzeit ist Lewandowski wieder zur Stelle. Reus passt ihm den Ball zu, der Pole steht kurz vor dem Tor und verwandelt zum 2:1. Nur fünf Minuten später verwandelt Lewandowski den nächsten Ball, der nach einem abgeblockten Schuss von Marcel Schmelzer zu ihm springt. In der 66. Minute dann das vierte Tor des BVB-Stürmers. Schiedsrichter Kuipers entscheidet nach einem Foul von Xabi Alonso gegen Reus auf Elfmeter. Lewandowski schnappt sich den Ball und verwandelt ihn mit einem straffen Schuss in die Tormitte. 4:1 – ein beeindruckender schwarzgelber Abend.

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04.03.2019
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