BVB-Torhüter Bürki mit sensationellen Paraden - Akanji steckt in einer tiefen Krise

mlzEinzelkritik

BVB-Torhüter Roman Bürki zeigt beim 1:0 gegen Mönchengladbach drei sensationelle Paraden - das bringt ihm die Bestnote. Ganz anders Manuel Akanji. Der Defensivspieler steckt in einer tiefen Krise.

Dortmund

, 19.10.2019, 21:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Roman Bürki: Der beste Mann auf dem Platz. Glanztat gegen Lainer (26.), großartig im Eins-gegen-eins gegen Embolo (29.), fantastisch früh draußen erneut gegen Embolo (41.). Dass die Null stand, lag allein an Bürki. Musste dann angeschlagen runter (71.). Wurde mit „Roman-Bürki“-Sprechchören verabschiedet. Note: 1,0


Achraf Hakimi: Überall und nirgends unterwegs, zugedacht war für ihn die rechte offensive Bahn. Sein Tempo und seine Torgefahr konnte er lange nicht gewinnbringend einsetzen. Als die Räume nach der Führung größer wurden, konnte er seine Trümpfe besser ausspielen. Note: 3,0


Manuel Akanji: Auf die Patzer des Schweizers lauern die Gegner bereits. Akanji lieferte prompt, doch Embolo blieb halb im Rasen hängen, halb erschreckte er sich vor Bürki (41.). Auch Embolos vorherige Chance ging nach einem Fehlpass auf seine Kappe (29.). Seine Passquote lag nur bei schwachen 77 Prozent. Ihn hinten rechts aufzustellen, obwohl fünf gelernte Außenverteidiger im Kader stehen - eine klare Fehlentscheidung. Note: 5,0

BVB-Torhüter Bürki mit sensationellen Paraden - Akanji steckt in einer tiefen Krise

© Deltatre

Julian Weigl: Viel am Ball, gegen Gladbachs Pressing-Attacken half die Ballsicherheit von Weigl in der Innenverteidigung. Aufmerksam und sicher in den Zweikämpfen, und das war gegen die physisch robusten Gladbacher Angreifer alles andere als einfach. Note: 3,0


Mats Hummels: Hinten gut, vorne gefährlich: Seine Kopfball lenkte Sommer mit Glück an die Latte (33.). Zwei Drittel der direkten Duelle entschied er für sich - die meisten anderen Szenen klärte er vorher. Eine Bank! Note: 2,5


Nico Schulz: Comeback nach vier Wochen Verletzungspause. Die fehlende Praxis war ihm anzumerken. Mit Ball gelang ihm wenig, defensiv verlor er zu viele Zweikämpfe, leistete sich viele Fehlpässe (nur 77 Prozent gelungene Zuspiele zur Pause). Steigerte sich nach dem Seitenwechsel. Note: 3,5


Axel Witsel: Ihm liegen Spiele mit Kontrolle mehr als diese wilden Schlachten mit Mittelfeld-Pressing. Stark in den Zweikämpfen (70 Prozent gewonnen), aber insgesamt nicht so dominant wie sonst. Und kurz vor der eigenen Torlinie im Glück, dass Hitz seinen Patzer ausbügelte (89.). Note: 3,5

Thomas Delaney: Sein Kopfball-Aufsetzer hüpfte knapp drüber (7.). Im Zentrum ein klasse Abräumer, stand in zwei Dritteln seiner Duelle seinen Mann. Wie fast immer: laufstärkster Borusse. Note: 2,5


Julian Brandt: Er kam mehrfach in Abschlusssituationen, richtig gefährlich war es in der 12. Minute. Bezeichnend: Aus elf Meter zielte er freistehend fünf Meter drüber - unbedrängt (51.). Grundsätzlich bleibt es dabei: Er trifft im Moment zu oft die falschen Entscheidungen. Und als er dann doch traf, stand Reus im Abseits (84.). Note: 4,0


Thorgan Hazard: Gegen seine alten Mannschaftskollegen besonders motiviert. Seine Freistöße und Ecken sorgten für Gefahr, das vermeintliche 1:0 nach seinem 18-Meter-Schuss feierte er intensiv - bis der Video-Assistent eingriff. Ein Trauerspiel (34.). Revanchierte sich mit dem Assist zum 1:0 - bereits seine fünfte Torvorbereitung in dieser Saison (58.). Sein bisher bestes Spiel im BVB-Trikot. Note: 2,0

BVB-Torhüter Bürki mit sensationellen Paraden - Akanji steckt in einer tiefen Krise

© Deltatre

Marco Reus: Die besten Szenen hatte er, wenn es schnell lief: So legte er für Brandt auf (12.) und kam selbst zum Zug (27.). Eine Erlösung für ihn wie für die gesamte Mannschaft: Mit dem dicken Zeh spitzelte er den Ball am herausstürzenden Sommer vorbei zum 1:0 ins Tor (58.). Machte nicht sein bestes Saisonspiel - aber es war mehr als ein erster Schritt. Note: 3,0

Lesen Sie jetzt