Wenn der BVB heute auf Tottenham trifft, wird auch Torhüter Roman Bürki im Fokus stehen. An seinen letzten Auftritt im Wembley-Stadion denkt der Schweizer ungern zurück. Unser Zeitspiel.

Dortmund

, 13.02.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt immer einige Tage und Momente im Leben, an die man gar nicht gerne zurück denkt. Für Roman Bürki ist einer dieser Tage wohl der 13. September 2017. Die 1:3-Niederlage in der Champione-League-Gruppenphase bei den Tottenham Hotspur. „Mit dem Gegner verbinde ich nicht viel Positives“, sagte Bürki im Interview mit dem „kicker“. „Das Spiel in London verlief für die Mannschaft und mich sehr unglücklich. Wir kassierten zwei Tore, bei denen ich nicht gut aussah. Aus diesem Grund denke ich nicht gerne an dieses Spiel zurück.“

Erst Son, dann Kane

Das erste Gegentor fällt an diesem Abend schon nach vier Minuten. Heung-min Son bringt die Spurs in Führung. Das erste Tor, bei dem Roman Bürki nicht gut aussieht. Ein Ball schlägt im kurzen Eck ein. Zugegeben, ein sehr ordentlicher, satter Schuss. Dennoch: Dafür, dass Bürki den ballnahen Pfosten nicht abdeckt, muss er sich noch lange Zeit Kritik anhören.

„Man hat speziell darauf geachtet, was ich mache.“
Roman Bürki im „kicker“

„Damals stand ich Woche für Woche im Blickpunkt. Man hat speziell darauf geachtet, was ich mache“, errinert sich Bürki, „ich hatte das Gefühl, dass bei jedem Dortmunder Gegentor die Schuld auch bei mir gesucht wurde.“ Der Grund dafür: Auch beim zweiten Gegentor sieht der 28-Jährige kaum besser aus.Wieder ein Ball ins kurze Eck. Dieses Mal von Harry Kane, der heute Abend verletzt fehlt.

Die BVB-Fans können es kaum fassen, die Twitter-Community schreibt sich aufgebracht die Finger wund. So schreibt Journalist und Moderator Michael Dietz: „Für Tore in die kurze Ecke musste ich früher Runden laufen. Direkt nach dem Spiel!“ Und der User „Schaltjahr“ unkt: „Ein Kurzer in der Eckkneipe ist besser als Bürki im kurzen Eck“. Nur zwei Tweets von vielen.

Ein wichtiger Faktor für den Höhenflug

Rund 18 Monate später hat sich Bürkis Situation beim BVB komplett gewandelt. Der „Goalie“ hält seinen Kasten verlässlich sauber, ist ein wichtiger Faktor für den Dortmunder Höhenflug in der Spielzeit 18/19. Auch beim Heimspiel gegen Hoffenheim (3:3) am vergangenen Samstag feierten ihn die Fans mit lauten „Roman Bürki“-Sprechchören.

BVB-Torhüter Roman Bürki, das Wembley-Stadion und die kurze Ecke

In der aktuellen Saison ist Roman Bürki ein Garant für den BVB-Höhenflug. © dpa

Insgesamt sieht Bürki den BVB in dieser Saison besser aufgestellt: „Tottenham hat sich bei Transfers zurückgehalten und dürfte in etwa die Quaität wie im Vorjahr haben. Bei uns gab es einige Transfers, mit denen wir uns deutlich verbessert haben. Das verspricht ein Duell auf Augenhöhe. Wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir beide Spiele gewinnen.“ Die kurze Ecke im Wembley-Stadion lässt Grüßen.

Lesen Sie jetzt