BVB-Torjäger Moukoko positioniert sich klar - DFB nimmt Ermittlungen auf

Borussia Dortmund

BVB-Torjäger Youssoufa Moukoko wird beim Spiel auf Schalke böse beleidigt. Der 15-Jährige findet anschließend klare Worte, der DFB nimmt die Ermittlungen auf.

Dortmund

, 18.10.2020, 21:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bezieht klare Position: BVB-Torjäger Youssoufa Moukoko.

Bezieht klare Position: BVB-Torjäger Youssoufa Moukoko. © imago / Team 2

Wenige Stunden nach den mitunter rassistischen Beleidigungen gegen BVB-Torjäger Youssoufa Moukoko hat sich der 15-Jährige via Instagram zu den Vorfällen geäußert - und wählt klare Worte:


„Liebe Fußballfans! Ich bedanke mich für eure ganzen netten Worte und Kommentare. An diesem Punkt möchte ich sagen, dass es keinen Platz für Rassismus im Fußball und auch auf menschlicher Ebene geben sollte! Das hat auch gar nichts mit Schalke zu tun, denn das sind keine Fußballfans, sondern Menschen, die Hass verbreiten wollen. Ein Derby ist immer emotional für Spieler und Fans, aber am Ende sollte der Sport uns verbinden und Spaß machen und keine Grenzen zwischen uns setzen.

Wir sind zwar Gegner auf dem Platz, aber in der Sache sind wir vereint, vergesst nicht, dass wir alle die Liebe zum Fußball teilen. Gott hat uns alle schön gemacht, wir sind alle besonders, denn egal, ob arm, reich, schwarz, weiß, am Ende des Tages bluten wir alle gleich. Jeder, der was anderes sagt, ist einfach neidisch und Neid ist bekanntlich die höchste Form der Anerkennung. Lasst euch von niemandem davon abbringen, das zu tun, was ihr liebt.

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Ich stehe weiterhin mit einem Lachen auf dem Platz, ich mache weiterhin mein Ding, das ist meine Leidenschaft, das ist, was mir Spaß macht, egal, was jemand sagt, das macht mich nur stärker. Ihr könnt mich hassen und beleidigen, aber ihr werdet mich niemals unterkriegen, denn was ich liebe, werde ich immer tun, und das ist Fußball spielen und Tore schießen. Wir sagen NEIN zu Rassismus, es gibt genug Hass in der Welt, lasst uns zusammenhalten. Black lives matter!“


Prominente Unterstützung erhält Moukoko von seinen Teamkollegen Dan-Axel Zagadou und Manuel Akanji sowie Jerome Boateng (FC Bayern München) und Antonio Rüdiger (FC Chelsea). Unterdessen hat der Deutsche Fußball-Bund am Sonntagabend angekündigt, Ermittlungen aufzunehmen. „Der Deutsche Fußball-Bund duldet grundsätzlich keinerlei Rassismus auf seinen Plätzen und tritt jeglicher Form davon entschieden entgegen“, sagte der im Ausschuss für die A-Junioren-Bundesliga zuständige Thomas Bergmann. „Anfang der Woche“ werde der Vorfall untersucht.

Beleidigungen gegen Moukoko: Schalke will Täter ausfindig machen

Auch die Gelsenkirchener kündigten Konsequenzen an. Da nur 300 Zuschauer mit personifizierten Tickets bei der Partie anwesend waren, hofft Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider, die Täter ausfindig machen zu können. Er habe sich im Namen S04 bei BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und bei dem Spieler entschuldigt.

Mit dpa-Material

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