BVB-Trainer Marco Rose lässt sich vom schwierigen Status Quo nicht verunsichern und ist von den Fähigkeiten seiner Mannschaft überzeugt. © Inderlied / Kirchner-Media
Borussia Dortmund

BVB-Trainer Marco Rose: „Es kann holpern, gar keine Frage“

Marco Rose startet beim BVB unter extrem schwierigen Voraussetzungen - und hält einen holprigen Saisonstart für möglich. Die Suche nach dem richtigen Spielsystem steht weit oben auf der Agenda.

Seit 28 Tagen ist Marco Rose nun Trainer von Borussia Dortmund. Und trotzdem kennt er bei Weitem noch nicht all seine Spieler persönlich. Vor allem die nicht, die eigentlich zu seinem Stammpersonal gehören. Die Vorbereitung in diesem Jahr, sie ist eine schwierige. Und in weniger als zwei Wochen steht das erste Pflichtspiel auf dem Plan. Hat Marco Rose Sorge vor einem Fehlstart?

Erwartungshaltung an Marco Rose und den BVB ist groß

„Es kann holpern, gar keine Frage“, sagt der 44-Jährige im exklusiven Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. „Aber ich ich habe keine Sorge.“ Marco Rose gibt sich selbstbewusst vor dem Saisonstart. Muss er auch, schließlich ist die Erwartungshaltung an ihn persönlich und seine Mannschaft groß. Ein Aus in der ersten Pokalrunde beim SV Wehen Wiesbaden: eine Horrorvorstellung für den BVB – und für Marco Rose.

Es gilt alles zu tun, diesen Fehlstart abzuwenden. Doch die Vorzeichen, dass es für Borussia Dortmund beim voll im Saft stehenden Drittligisten ein Selbstläufer wird, sind minimal. Erst im Laufe der kommenden Woche, wenn in Thomas Delaney und Jude Bellingham die letzten beiden EM-Fahrer nach Dortmund zurückkehren, hat der BVB all seine Profis wieder beisammen. Dazu die vielen Verletzten und eine kaum vorhandene Innenverteidigung. Marco Rose arbeitet an zahlreichen Baustellen.

BVB-Trainer Marco Rose will sich nicht beschweren

„Ich will nicht zu viel darüber reden und lamentieren“, sagt Marco Rose. Borussia Dortmund sei mit diesen Probleme nicht allein, vielen Vereinen gehe es durch die Europameisterschaft und den eng getakteten Kalender so. Man müsse die Situation annehmen, wie sie sei.

Rose will das Beste daraus machen. Denn es sei ihm und seinem Trainerteam bewusst, dass die Mannschaft zum Start der neuen Saison bei Weitem noch nicht auf dem Level sein werde, wo er sie gerne hätte. „Wir müssen auch akzeptieren, wenn zu Beginn nicht alle Dinge perfekt laufen. Aber ich bin mir sicher, dass wir das hinbekommen.“

Marco Rose auf der Suche nach dem perfekten System für den BVB

Schließlich hat Marco Rose trotz der vielen Verletzen exzellente Spieler wie Erling Haaland, Marco Reus und Neuzugang Donyell Malen in seinen Reihen. „Wir haben viele, viele spielstarke und flexible Jungs“, sagt der 44-Jährige im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Nun gehe es darum, die passende Grundordnung zu finden – abhängig vom Gegner, aber vor allem abhängig von den Stärken der einzelnen Spieler.

Im Trainingslager in Bad Ragaz variiert Rose regelmäßig. Mal spielt er mit Raute, mal im 4-3-3. Bislang aber noch nicht mit der ebenfalls von ihm in Gladbach oft eingesetzten Dreierkette. „Aber das liegt einfach daran, dass wir noch nicht genügend Innenverteidiger haben.“ Im Laufe der Saison könnte sich hier also eine weitere Option ergeben.

Wohlfühlfaktor ist wichtig für die BVB-Spieler

Das sei aber alles noch Zukunftsmusik. Aktuell will sich Marco Rose beim BVB auf Dinge konzentrieren, die die Spieler aus dem vergangenen Jahr noch kennen. Mit denen sie sich besonders zum Ende der Saison offensichtlich wohl gefühlt haben und erfolgreich waren. Denn genau diesen Erfolg benötigen Marco Rose und der BVB gleich zu Beginn dieser Saison. „Dann haben wir auch ein bisschen Ruhe.“

Das exklusive Interview mit BVB-Trainer Marco Rose lesen Sie am Donnerstagvormittag unter www.RuhrNachrichten.de/bvb

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BVB-Redaktion
Dirk Krampe, Jahrgang 1965, war als Außenverteidiger ähnlich schnell wie Achraf Hakimi. Leider kamen seine Flanken nicht annähernd so präzise. Heute nicht mehr persönlich am Ball, dafür viel mit dem Crossbike unterwegs. Schreibt seit 1991 für Lensing Media, seit 2008 über Borussia Dortmund.
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Dirk Krampe

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