Borussia Dortmund II

BVB-U23 bleibt torlos in Homberg – zwei Profis überraschend im Aufgebot

Die U23 von Borussia Dortmund muss gegen Homberg einen Rückschlag im Aufstiegsrennen hinnehmen. Zwei BVB-Profis sind überraschend dabei - können aber nicht viel ausrichten.
BVB-Profi Tobias Raschl (hinten) stand überraschend in der Startelf. © Bielefeld

Part eins von vier im Jahresendspurt hat für Borussia Dortmunds U23 ein enttäuschendes Ende genommen: Beim VfB Homberg reichte es nur zu einem 0:0 – das dritte Remis im 16. Regionalliga-Spiel. Trotz einer Leistungssteigerung in Hälfte zwei und aller Bemühungen gelang dem BVB II kein einziger erfolgreicher Torabschluss.

BVB-U23 wird von drei Profis unterstützt

Wider Erwarten standen Ansgar Knauff und Tobias Raschl im Aufgebot der Dortmunder U23, beide hatten das Abschlusstraining nicht mit der Mannschaft bestritten und stattdessen am Freitagabend im Kreise der Profis geübt – dennoch rückten sie am Tag danach gemeinsam mit Torwart Luca Unbehaun in die Startelf des BVB II.

Ebenso wie Florian Krebs, den Coach Enrico Maaßen wie schon im abgebrochenen Spiel gegen RW Oberhausen auf die rechte Seite in der 3-5-2-Anordnung gestellt hatte. Krebs, gelernter Mann fürs zentrale Mittelfeld, lieferte eine unterdurchschnittliche Leistung auf neuem Posten, war kein Faktor und blieb zur Pause draußen – ein paar guten Aktionen zu Beginn folgten durchwachsene.

BVB-U23 müht sich ab gegen Homberg

Ein zumindest ähnliches Urteil verdiente sich in der ersten Halbzeit die gesamte BVB-Mannschaft, zu Anfang kam sie noch zu halbwegs und eindeutig gefährlichen Aktionen – Lennard Maloney und Steffen Tigges vergaben per Kopf (2., 11.), Knauff verpasste es, nach einer guten Kombination, den Schuss zu suchen (5.) –, dann offenbarten sich mit zunehmender Spielzeit immer mehr Probleme.

Homberg verteidigte diszipliniert, Dortmund ließ sich zu viel Zeit im Spielaufbau, blieb zu unpräzise, verfing sich ein ums andere Mal im Kurzpass-Geplänkel – und wirkte genervt. Von sich, vom Schiedsrichter, vom aggressiven Gegner und womöglich auch vom tiefen Rasen. Maaßen konnte nicht zufrieden sein – er brachte zur zweiten Halbzeit Dominik Wanner, stellte statt Krebs Knauff auf die rechte Seite.

BVB-U23-Coach Maaßen reagiert in der Halbzeit

Die Ausrichtung wurde also offensiver – nicht nur weil Knauff generell eher das Angriffsspiel mag, sondern auch, weil in manchen Situationen dessen Rückwärtsgang klemmte. Immerhin: Dies hatte keine großen Auswirkungen. Homberg, spielerisch limitiert, konnte – bis auf zwei, drei Halbchancen – effektiv vom eigenen Strafraum weggehalten werden. Allein am Vorwärtsgang auf extrem geschundenen Rasen haperte es nach wie vor.

Kurz nach der Halbzeit präsentierte sich die Borussia zwar durchaus verbessert, wirklich zwingend wurde es gegen den weiterhin konzentriert und engagiert verteidigenden Gegner jedoch erst in Minute 71 nach einer Freistoßflanke von Marco Hober: Franz Pfanne kam zum Kopfball, Hombergs Keeper Philipp Gutkowski parierte. Diesen Dienst erwies er seiner Mannschaft ebenso in der 82. Minute, als der eingewechselte Alaa Bakir scheiterte.

Homberg gegen BVB-U23: Broschinski feiert sein Comeback

Das Gedulds- und Kampfspiel setzte sich fort, und Maaßen brachte seinen nächsten Joker (83.). Moritz Broschinski kam nach einem Mittelfußbruch zu seinem ersten Pflichtspiel-Einsatz für den BVB II – und rutschte kurz darauf an einer Flanke vorbei (84.). Die letzte brandheiße Aktion bot sich Hober, der zu zentral zielte (90.). Dann ertönte der Schlusspfiff. Und die Borussen schlurften enttäuscht vom Rasen.

Das Resümee des Dortmunder Trainers, der sich während des Spiels motivierend wie verärgert gezeigt hatte, fiel nach Schlusspfiff zweigeteilt aus. „Wir haben sehr, sehr viel investiert, haben alles gegeben und hatten gerade zu Beginn zwei, drei Möglichkeiten“, sagte Maaßen. Doch wie es dann nun mal allzu häufig sei, wenn der Platz an Unebenheiten gewinne, „wird es immer schwieriger, Chancen herauszuspielen“.

BVB-U23-Trainer Maaßen hadert mit der Chancenverwertung

Die Seinen hätten zwar noch in der zweiten Hälfte durch Bakir und Pfanne treffen können, meinte Maaßen. Final blieb allerdings das ernüchternde Fazit, kein Tor gemacht zu haben. „Wir hatten fünf, sechs dicke Dinger – davon muss ein Ball reingehen. Das haben wir nicht geschafft – und das müssen wir uns heute ankreiden.“

BVB II: Unbehaun – Hippe, Dams, Maloney – Krebs (46. Wanner), Pfanne, Hober, Knauff – Raschl (66. Bakir) – Tachie (83. Broschinski), Tigges

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