BVB-II-Trainer Enrico Maaßen will den Fokus beibehalten. © imago images/Noah Wedel
Borussia Dortmund II

BVB-U23 ist zurück auf dem Platz – zwei Spieler haben es schwer

Borussia Dortmund II startet in die Mini-Vorbereitung. Trainer Enrico Maaßen hat viel vor. Das Personal bleibt wohl unverändert - vor allem zwei Spieler haben es aber schwer.

Kurz vor Weihnachten startete der Heimaturlaub für Enrico Maaßen und seine Familie. Samt Frau und Kind reiste er in den hohen Norden, verbrachte dort eine „ruhige Zeit“. Weil das Spiel gegen Mönchengladbach II vom 9. Januar auf den 27. verlegt wurde, konnte der BVB-II-Trainer seiner Mannschaft und sich selbst ein paar freie Tage mehr gönnen. Erst am heutigen Donnerstag rollt in Brackel wieder der Ball.

Wobei der 36-Jährige auch während seiner Freizeit nicht völlig ohne Fußball auskam, er habe sich „das eine oder andere Spiel angesehen“, sagt er. Bis der Coach selbst wieder an der Seitenlinie stehen wird – am 17. Januar gegen Aachen -, bleiben zehn Tage. Mehr als eine Mini-Vorbereitung ist nicht drin. Maaßen plant, jeden Tag einen speziellen Lehrinhalt auf den Stundenplan zu setzen.

BVB-Trainer Enrico Maaßen fordert mehr Effizienz

Dazu gehört das Pressingverhalten im hohen und tiefen Feldbereich, das Flügel- und Zentrumsspiel oder der Angriff gegen eine vorne anlaufende Mannschaft. Darüber hinaus wolle er mehr Effizienz vor dem Tor sehen, sagt Maaßen. Der BVB II stellt zwar mit 48 Treffern die aktuell beste Offensive der Regionalliga West, daran erinnert auch Dortmunds Trainer. Dennoch spricht er davon, „konstanter im Abschluss werden“ zu müssen.

Die Belastung, sagt Maaßen, werde er mit seinem Team „langsam steigern mit einer Spitze am Sonntag“. Für Montag ist ein Ruhetag geplant, ehe ab Dienstag das Üben in Doppeleinheiten ansteht. Mit neuem Personal, so ist der aktuelle Stand, planen der Coach und Ingo Preuß dabei nicht. „Da müssten außergewöhnliche Dinge passieren, dass wir aktiv werden“, sagt der BVB-II-Manager im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten.

BVB-U23 wollte einen Stürmer verpflichten

Mit Phil Beckhoff, Stürmer vom SC Wiedenbrück, führte die Borussia Gespräche – doch der 20-jährige Angreifer entschied sich gegen den BVB. Als Sofort-Hilfe war er allerdings nicht eingeplant. Preuß und Maaßen hätte ihn gern im Sommer auf dem Dortmunder Trainingsgelände begrüßt, für die kommende Saison. Seine Absage bringt die Winterplanungen also nicht in die Bredouille.

Das gilt auch, wenn U23-Kapitän Steffen Tigges fortan kontinuierlich dem Dortmunder Profi-Aufgebot angehören sollte. Nach jetzigem Stand würde die Borussia die Tigges-Nachfolge intern regeln – Preuß drückt dem 2019 von ihm verpflichteten 22-Jährigen jedenfalls beide Daumen. Kürzlich habe er ihm eine Nachricht geschickt: „Du fehlst im Aufstiegskampf, aber ich freue mich für dich.“

BVB-U23 soll unverändert bleiben

Die oberste Priorität habe schließlich die Ausbildung für die Profis. Und: „Was nutzt es uns, wenn wir aufsteigen, aber nie einen Spieler bei den Profis unterbringen können?“, fragt Preuß, der nicht davon ausgeht, weitere Abgänge auffangen zu müssen. „Wer am Donnerstag beim Training ist, der bleibt auch“, so laute die Regel, betont der Manager – und plant mit Migel-Max Schmeling und Cebrails Makreckis.

Schmeling, 20 Jahre und im Sommer vom MSV Duisburg mit großen Ambitionen zum BVB gewechselt („Ich will so viele Spiele wie möglich machen“), hat es bisher nur auf vier Kurzeinsätze gebracht. Er liebäugelte mit einer Leihe, allerdings platzte das Geschäft. „Ich habe ihm gesagt, dass er mit einem Verein sprechen kann – und ich die Sache regele, wenn er Spielpraxis haben will. Das hat sich aber zerschlagen“, erläutert Preuß.

Migel-Max Schmeling hat es schwer bei der BVB-U23

„Er ist sehr reflektiert, lässt sich nicht hängen und gibt Gas“, meint Maaßen zum linken Defensivmann. „Bei Migo gab es immer wieder Kleinigkeiten, kleinere Verletzungen, die ihn zurückgeworfen haben. Er war häufig dran und musste dann doch wieder aussetzten.“ In der Rückrunde wird es Schmeling allerdings nicht leicht haben, auf die gewünschten Einsatzzeiten zu kommen. Auf seinem Außenposten sind einige Spieler vor ihm.

Selbiges gilt für Makreckis, ebenfalls 20 Jahre und zu dieser Saison vom Bonner SC nach Dortmund gewechselt. Der flinke Offensivmann durfte bislang nur zweimal auf den Rasen. Nach einem Knochenödem und einer Kreuzbandzerrung habe er „lange individuell trainieren müssen“, sagt Trainer Maaßen. „Und schon in der Sommervorbereitung hatte er einen kleinen Faserriss.“

BVB-U23-Trainer Enrico Maaßen kann keine Versprechen machen

Makreckis habe „sicherlich enormes Potenzial und auch schon in der Startelf gestanden – da stand er nicht umsonst.“ Doch „natürlich ist auf seiner Position die Konkurrenz groß, dazu hatte er eben großes Verletzungspech“. Bleibt abzuwarten, wie sich beide Spieler – Makreckis und Schmeling – im neuen Jahr präsentieren werden. Der Winter-Break soll vorerst die letzte Ruhephase gewesen sein.

Über den Autor
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Schreibt seit 2015. Arbeitet seit 2018 für die Ruhr Nachrichten und ist da vor allem in der Sportredaktion und rund um den BVB unterwegs.
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Leon Elspaß

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