BVB-U23-Spieler an Corona erkrankt - Verband wegen Tests in der Kritik

Borussia Dortmund II

Ein BVB-II-Spieler hat sich mit Covid-19 infiziert. Der Westdeutsche Fußballverband gerät einem Bericht zufolge in die Kritik. Es geht um Corona-Tests.

Dortmund

, 14.11.2020, 11:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Spieler der BVB-U23 ist an Corona erkrankt.

Ein Spieler der BVB-U23 ist an Corona erkrankt.

Die Schnelltests am Freitagvormittag brachten der U23 des BVB einen Covid-19-Befund. Wie die Ruhr Nachrichten erfahren haben, hat sich ein Spieler mit dem Virus infiziert - die Partie gegen RWO wurde abgesagt. Während die Dortmunder hoffen, dass das für Dienstag (15.11.) geplante Nachholspiel gegen Lippstadt stattfinden kann, ist der Westdeutsche Fußballverband in die Kritik geraten.

Coronafall in der BVB-U23 – Westdeutscher Fußballverband in der Kritik

Das berichtet der „Spiegel“. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins ist der Umgang mit Corona-Schutzmaßnahmen ursächlich dafür. Demnach hat die Regionalliga West die nordrhein-westfälische Landesregierung massiv verärgert, weil Spieler aus dieser Staffel in den vergangenen Wochen trotz der Fortsetzung des Spielbetriebes nicht auf das Coronavirus getestet wurden.

Zwar seien Tests angekündigt, aber keine verbindlichen Abmachungen getroffen worden, heißt es. In Absprache mit dem WDFV hatte die Staatskanzlei die vierte Liga als Spielklasse mit professionellen Strukturen bewertet und damit die Grundlage für die Fortsetzung des Spielbetriebs während des für November beschlossenen Shutdowns geschaffen.

Corona-Tests in der Regionalliga sorgen für Verwirrung

„Ich bin davon ausgegangen, dass sich die Vereine im Hinblick auf die Tests auch wie Profivereine verhalten, nachdem sie als solche eingestuft wurden“, sagte Andrea Milz, ihrerseits Staatssekretärin für Sport, dem „Spiegel“. Sie habe den Westdeutschen Fußballverband nun aufgefordert, „schnellstmöglich entsprechende Testungen der Spieler vorzunehmen.“

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Laut Verband sollen demnächst 48 Stunden vor den jeweiligen Spielen Schnelltests eingesetzt werden. „Spätestens ab nächster Woche“, wird WDFV-Präsidiumsmitglied Manfred Schnieders zitiert, „wir mussten das erst organisieren, schneller ging das nicht.“ Auf Anfrage der Ruhr Nachrichten beim BVB hieß es, dass nur der Verband über dieses Thema weitergehend Auskunft gebe.

BVB-U23 befolgt nach eigenen Angaben alle Corona-Schutzmaßnahmen

Zuvor hatte der Verein in verlässlicher Regelmäßigkeit zu Protokoll gegeben, dass er alle Schutzmaßnahmen penibel befolge - sowohl was Prävention als auch Isolation betreffe. Der kürzlich infizierte Spieler ist schließlich nicht der erste Fall bei der Borussia: Vor drei Wochen war ein Mitglied des Dortmunder Funktionsteams positiv getestet worden, die Mannschaft hatte sich daraufhin kurzzeitig in Quarantäne begeben.

mit dpa-Material

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