BVB unterliegt nach 2:0-Führung noch mit 2:3

Gegen FSV Mainz 05 II

Ein pralles Bündel bester Vorsätze war geschnürt, doch dabei blieb’s. Auf dem Rasen schien alles vergessen, selbst eine 2:0-Führung machte die Brust nicht breiter. Am Ende unterlag Borussia Dortmund II dem FSV Mainz 05 II mit 2:3 (2:1).

DORTMUND

von Von Harald Gehring

, 16.10.2011, 17:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trauer muss Borussia tragen, hier (v.l.) Marc Hornschuh, Damien Le Tallec und Onur Cenik vor jubelnden Mainzern.

Trauer muss Borussia tragen, hier (v.l.) Marc Hornschuh, Damien Le Tallec und Onur Cenik vor jubelnden Mainzern.

Zu fahrig die Defensivarbeit, zu schwach der Einsatzwillen in den Zweikämpfen – da ließen sich die Mainzer nicht lange bitten: Aus 0:2 mach 3:2. Shawn Parker (36.), Manuel Schneider (72.) und Lucas Röser (84.) zeigten den Borussen wie’s geht. Aber die Dortmunder leisteten unfreiwillig jede Menge Hilfestellung. Mit dem 2:0 im Rücken schalteten sie sofort mehrere Gänge zurück, überließen ihren Gästen mehr und mehr Spielanteile, so dass der FSV noch vor der Pause auf 1:2 verkürzte. Da bahnte sich das Unheil an. In der Dortmunder Abwehrreihe waren der ehemalige Mainzer Konstantin Fring und Marcel Halstenberg auf den Außenbahnen zeitweise überfordert, im Mittelfeld fanden einzig Marvin Bakalorz und Mario Vrancic zu guter Form.

Bakalorz leitete das 1:0 mit einem genauen Steilpass auf Boyd ein, den zweiten Treffer steuerte er im Nachsetzen selbst bei. Auch hier hatte er bemerkenswerter Weise die Vorarbeit geleistet. Vrancic glänzte wie fast immer bei den Standards, die den Mainzer Torwart Christian Mathenia vor etliche Probleme stellten. Seinem direkt verwandelten Freistoß zum vermeintlichen 3:0 blieb die Anerkennung versagt, weil zwei Borussen ins Abseits gerannt waren (23.). Im Vorwärtsgang lastete fast alle Bürde auf Boyds Schultern, da sein Nebenmann Jonas Hofmann mit einer schweren Mittelhandprellung früh ausfiel (8.) und Damien Le Tallec wie schon so oft in den letzten Wochen, meilenweit von seiner Normalform entfernt ist. Le Tallec vergab auch die Großchance zum 3:1 für den BVB nach Flanke von Vrancic (49.).

Ganz anders die Mainzer, die nie locker ließen, ihr Spiel durchzogen und in der Schlussphase den Lohn kassierten. Gerade hatte Halstenberg mit einem Schuss an den Außenpfosten noch Pech, da lief schon der Konter und überraschte die schlecht postierte BVB-Abwehr. Rösers 3:2 besiegelte die BVB-Niederlage (84.). BVB II-Manager Ingo Preuß bemerkte treffend: „Von höheren Zielen können wir uns in dieser Verfassung verabschieden. In der Defensive haben wir uns teilweise vorführen lassen.“ Widersprechen mochte da niemand.  

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