BVB-Viererkette krankt an einigen Aussetzern

Abwehr sucht Stabilität

Knapp ein Viertel der Bundesliga-Saison ist gespielt. Genau vor einem Jahr, nach dem achten Spieltag, erklomm der spätere Meister Borussia Dortmund erstmals die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Wir vergleichen in einer kleinen Serie die einzelnen Mannschaftsteile.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 04.10.2011, 22:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Viererkette krankt an einigen Aussetzern

Jürgen Klopp setzte in der Partie gegen Augsburg erstmals in einer Bundesliga-Partie nicht auf Innenverteidiger Neven Subotic (22). Klopp beeilte sich nach dem 4:0-Sieg mit dem Hinweis auf eine lange abgesprochenen Rotation zugunsten Felipe Santanas, doch diese Personalie passte zur momentanen Situation in der Dortmunder Viererkette. Im Meisterjahr, da agierten Subotic, Hummels und Co. auf für die Konkurrenz beängstigend hohem Niveau. Die Viererkette war ein gut aufeinander abgestimmtes Bollwerk, das kaum Lücken aufwies.Jetzt mehren sich Fehler, die schon zu direkten Gegentoren geführt haben. Subotic zeigte sich in Hannover und in Marseille wenig standfest, seine Ausrutscher ebneten den Gegnern den freien Weg zum Tor. Mats Hummels köpfte in Marseille die Kugel in den Lauf seines Gegenspielers, Lukasz Piszczek bediente seinen mit einem Querpass vors eigene Tor in Mainz. Kurios: Mit sieben Gegentoren weist der BVB nach acht Spielen eine sehr ordentliche und im Vergleich zum Vorjahr (6) fast identische Quote auf. Vor allem auf internationalem Terrain wurden die haarsträubenden Fehler aber konsequent bestraft. Bis auf Mats Hummels (RN-Schnitt 2,88/Vorjahr 3,00), der seine Leistungen weiter stabilisieren konnte, sind alle Verteidiger in der Benotung zum Teil deutlich abgerutscht. Gravierend fällt dies vor allem bei Marcel Schmelzer auf, dessen Schnitt von 3,19 vor einem Jahr auf 4,12 absackte und der nach seiner Form des Vorjahres sucht.

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