BVB will die Abwärtsspirale durchbrechen

DORTMUND Die Körpersprache beim Gang in die Kabine nach dem Donnerstags-Training deutete das Ungemach schon an. Jakub Blaszczykowski diskutierte mit Trainer Jürgen Klopp, schüttelte leicht den Kopf, griff sich ganz unbewusst mehrfach an den Oberschenkel. Als sich Borussia Dortmund am Freitag auf den Weg in die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover machte, saß der Pole nicht mit im Bus. Das war schon keine Überraschung mehr.

von Von Dirk Krampe

, 13.03.2009, 18:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB will die Abwärtsspirale durchbrechen

Samstag wollen sie endlich wieder jubeln: Roman Weidenfeller, Sebastian Kehl und der BVB.

Der BVB in Hannover, das wird am  Samstag das Duell der Frustrierten. Hannover, mit einem 50 Millionen-Etat in die Saison gestartet, fürchtet wegen einer desaströsen Auswärtsbilanz (ein Remis, zehn Niederlagen, 7:32 Tore) gar um den Liga-Verbleib, ist aber zu Hause (23 Punkte) eine Macht – Dortmunds Auftritt in der AWD-Arena wird geprägt sein von dem Wunsch, die Abwärtsspirale, die den Klub seit Beginn der Rückrunde gefangen hält, zu durchbrechen. „Die Dinge“, gesteht Klopp, „gehen uns momentan nicht so leicht von der Hand. Wir müssen für alles hart arbeiten.“ Selbst die Statistiken, die den BVB zum Beispiel in Stuttgart in vielen Bereichen vorn sahen (Zweikämpfe, Ballbesitz), können die Schmerzen nicht lindern.

Vieles greift derzeit nicht beim BVB. „Die letzte Konsequenz fehlt“, hat Klopp erkannt, „wir kriegen mit, dass es nicht läuft, wir sind ja nicht blind und taub.“ Schüsse aufs und neben das Tor zählen Statistiker zu selten, der BVB holt auch zu wenig Standards vor dem gegnerischen Tor heraus. Klopp fordert die richtige Balance „zwischen Engagement und die Ruhe vor dem Tor“. Dass bis auf Blaszczykowski alle angeschlagenen Kicker die Reise nach Hannover antraten, soll dem BVB Mut machen. Felipe Santana (Zerrung) kann wohl spielen, ebenso Mohamed Zidan, dessen Magen-Darm-Virus abgeklungen ist. Kapitän Sebastian Kehl kehrt nach seiner Sperre auf die Sechs zurück. Weil Untergangsszenarien nicht zu Klopps Repertoire gehören, vermeidet er auch das Wort Krise ganz bewusst. „Platz neun“, sagt er, „ist die Ausgangsposition für uns. Nicht das Ende der Fahnenstange.“ 

Weidenfeller – Lee, Santana, Subotic, Dede – Kehl – Tinga, Sahin – Hajnal – Valdez, Zidan,

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