BVB will sich von HSV-Unruhe nicht blenden lassen

Letzter Sieg 2006

Die Statistik spricht gegen den BVB. Aus den letzten vier Duellen in Hamburg holten die Borussen keinen einzigen Punkt. Das soll sich am Samstag (15.30 Uhr/ live bei Sky) ändern.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 08.04.2011, 17:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stürmer Lucas Barrios (r.) präsentierte sich zuletzt in Gala-Form. Der Argentinier hat seine Muskelverhärtung überwunden und kann in Hamburg spielen.

Stürmer Lucas Barrios (r.) präsentierte sich zuletzt in Gala-Form. Der Argentinier hat seine Muskelverhärtung überwunden und kann in Hamburg spielen.

Gut, dass sich Borussia Dortmunds Trainer mit der Tipperei zurückhält. Denn mal wieder schippern die Hanseaten meilenweit an den Vorschusslorbeeren der Konkurrenz und auch ihren eigenen Zielen vorbei. Beim Blick auf den Hamburger Luxus-Kader wundert das auch Jürgen Klopp. „Diese Mannschaft“, sagt er, „ist auf allen Positionen top besetzt. Von hinten bis vorne.“ Nur bringt sie ihre PS zu selten auf den grünen Rasen. Am Samstag wird die Konstellation, dass der enttäuschte Siebte den dominierenden Tabellenführer empfängt, nur eine untergeordnete Rolle spielen. Seit an der Alster das große Aufräumen begonnen hat, Trainer und Klubchef ihren Hut nehmen mussten und ein relativ unerfahrener Trainer dadurch punktet, dass er – wie unter Erwachsenen üblich – einfach mal mit seinen Spielern redet, weht eine Aufbruchsstimmung durch den Verein. Die konnte auch ein relativ trostloses 0:0 zuletzt in Hoffenheim nicht trüben. Auch Klopp mahnte seinen Kader, sich nicht blenden zu lassen. „Wir müssen mit dem Besten rechnen“, sagt er, „wir treffen auf einen hochmotivierten Gegner.“

Wie erhofft konnte er zur Abreise Richtung Hamburg alle in der Woche angeschlagenen Spieler begrüßen. Viel spricht daher dafür, dass Klopp in der Imtech-Arena der Elf das Vertrauen schenkt, die sich beim 4:1 gegen Hannover spät noch in einen Rausch spielte. Dortmund in Hamburg – das waren in der Vergangenheit oftmals spektakuläre Spiele mit hohem Erregungsfaktor. Für den BVB ist es diesmal vor allem ein weiteres Schlüsselspiel auf dem Weg zur Meisterschaft – und die vielleicht letzte hohe Auswärtshürde. „Die Wahrscheinlichkeit“, so Klopp, „dass Leverkusen gegen St. Pauli gewinnt, liegt bei 98,6 Prozent. Nicht annähernd so hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir beim HSV gewinnen.“ Das ist dem BVB seit dem 25. März 2006 nicht mehr gelungen – also auch noch nicht unter Klopp. „Es wird Zeit, dass sich das ändert.“

Lesen Sie jetzt