Can und Witsel wackeln - den BVB plagen vor dem Derby Personalsorgen

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund startet in die entscheidende Phase der Derby-Vorbereitung. Trainer Lucien Favre plagen Personalsorgen. Vor allem im Mittelfeld drückt der Schuh.

Dortmund

, 10.05.2020, 18:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Einsatz von BVB-Profi Emre Can ist fraglich.

Der Einsatz von BVB-Profi Emre Can ist fraglich. © Kirchner-Media

Seit diesem Samstag wissen die BVB-Profis, wie sich ein Fußballspiel vor leeren Rängen im Signal Iduna Park anfühlt. Das erste interne Testspiel stand auf dem Programm, ein weiteres wird im Laufe der Woche folgen, um sich bestmöglich auf das Revierderby gegen den FC Schalke 04 (16. Mai, 15.30 Uhr, live auf Sky) vorzubereiten. BVB-Trainer Lucien Favre dürfte sich dabei in der kommenden Trainingswoche nicht nur die Frage stellen, wie er seine Mannschaft bestmöglich auf die besonderen Begleitumstände bei der Bundesliga-Fortsetzung einstimmt, er dürfte sich vermutlich auch die Frage stellen, wie er auf die Personalsorgen des BVB reagiert.

Emre Can und Axel Witsel sind beim BVB fraglich

In Dan-Axel Zagadou (Außenbandverletzung im Knie) und Kapitän Marco Reus (Muskelverletzung) fallen zwei Spieler sicher aus. Nach Informationen dieser Redaktion stehen darüber hinaus die Einsätze der beiden zentralen Mittelfeldspieler Emre Can und Axel Witsel auf der Kippe. Beide Spieler plagen sich mit muskulären Beschwerden herum und konnten das Trainingsspiel am Samstag nicht bestreiten. Es sieht nicht gut aus fürs Derby, auch wenn der BVB am Sonntag auf Nachfrage keine Wasserstandsmeldungen abgeben wollte.

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Favre wird wohl seine Schaltzentrale umbauen müssen. In Thomas Delaney stünde ein abräumender Ersatz bereit. Der Däne ist nach einer Sprunggelenksverletzung und Knieproblemen wieder voll belastbar und im Training, sein letztes Pflichtspiel für den BVB bestritt er allerdings am 26. Oktober 2019 - ausgerechnet beim Derby auf Schalke (0:0). Neben Delaney könnte Nationalspieler Julian Brandt auflaufen. Er wäre die offensivere Alternative zu Witsel und Can, falls diese gegen Schalke tatsächlich ausfallen sollten.

Hakimi und Akanji ebenfalls fraglich beim BVB

Ebenfalls fraglich sind zudem Achraf Hakimi und Manuel Akanji. Auch sie verpassten das Trainingsspiel am Samstag. Besser sieht es dabei für Hakimi aus, der am Sonntag wieder zur Mannschaft stieß. Es besteht Grund zur Hoffnung, dass es für das Schalke-Spiel reicht. Manuel Akanji ist aus privaten Gründen freigestellt, der Schweizer Abwehrspieler und seine Frau Melanie erwarten in Kürze Nachwuchs. Auch Mario Götze und Marcel Schmelzer fehlten am Samstag bei der Übungseinheit im Signal Iduna Park.

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Generell gilt, soweit man das Hygiene- und Sicherheitskonzept der DFL-Taskforce Sportmedizin/Sonderspielbetrieb zugrunde legt, dass alle BVB-Spieler, die am nächsten Samstag gegen Schalke mögliche Kandidaten für die BVB-Aufstellung sein sollen, spätestens am Sonntagabend ins Mannschaftshotel im Dortmunder Stadtteil Höchsten einchecken müssen und danach bis zum Derby in Quarantäne bleiben müssen. Auf Seite fünf des DFL-Konzeptes heißt es: „Als weitere Sicherungsmaßnahme werden mindestens die letzten sieben Tage vor Saisonbeginn als Trainingslager in Quarantäne verbracht, wobei die regelmäßige Abstrichtestung fortgesetzt wird.“

BVB-Spieler müssen spätestens Sonntag in Quarantäne

Den Spieltag zählt die Deutsche Fußball Liga dazu, deshalb ist der Sonntag für den BVB der späteste mögliche Zeitpunkt. Der Großteil des BVB-Trosses bezog bereits am späten Samstagabend das Mannschaftshotel „l’Arrivée“.

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