Der BVB setzt auch gegen Lazio auf Torjäger Erling Haaland. © imago / Insidefoto
Borussia Dortmund

Champions League: Darum lohnt sich ein BVB-Sieg gegen Lazio dreifach

Der BVB kann mit einem Sieg gegen Lazio vorzeitig die Qualifikation fürs Achtelfinale der Champions League und den Gruppensieg perfekt machen. Drei weitere Vorteile liegen auf der Hand.

Die Ausgangslage scheint komfortabel: Mit fünf Zählern Vorsprung auf den FC Brügge als Drittplatzierten der Vorrundengruppe F würde Borussia Dortmund am Mittwochabend (21 Uhr, live auf Sky) gegen Lazio Rom bereits ein Unentschieden zum sicheren Einzug in das Achtelfinale der Champions League reichen. Wir nennen drei gute Gründe, warum es lohnt, auf Sieg zu spielen:

Vorteil Gruppensieger: Es geht gegen die Römer nicht nur ums Prestige, nachdem Borussia Dortmund zum Auftakt der Königsklasse bei Lazio mit 1:3 unterlag und denkbar schlecht in den Wettbewerb startete. Bei einem BVB-Erfolg stünde der Gruppensieg fest, das würde für die Borussia im Achtelfinale ein Duell mit einem der Gruppenzweiten bedeuten. Das muss nicht, kann aber sehr wohl ein Vorteil sein.

Zudem spielen die Gruppensieger bei den Achtelfinal-Hinspielen auswärts und können die Entscheidung im Rückspiel im eigenen Stadion erzwingen – im März dann ja vielleicht sogar schon wieder mit der Unterstützung einiger Zuschauer im Rücken.

Vorteil Finanzen: Neben dem bisher verdienten Startgeld (15,25 Millionen Euro) und dreimal 2,7 Millionen Euro pro Sieg können die Borussen weiteres Geld einspielen. Zwei weitere Siege gegen Lazio und in St. Petersburg brächten 5,4 Millionen Euro ein, die Qualifikation für das Achtelfinale ist allein 9,5 Millionen Euro wert. Zwischen 35 und 40 Millionen Euro wären also bereits jetzt garantiert, rund 25 Millionen Euro aus dem sogenannten Koeffizientenpool sind dem BVB ebenfalls sicher.

Die Einnahmen aus dem UEFA-Marktpool muss sich der BVB mit den Bayern, Gladbach und Leipzig teilen – auch da wäre es wichtig, wenn Dortmund nicht früher ausscheidet als die deutsche Konkurrenz. Angesichts der Corona-Krise gilt mehr denn je: Jeder Euro zählt. Im Vorjahr kassierte der BVB allein in der Champions League 65 Millionen Euro.

Vorteil Planungssicherheit: Die Bayern haben‘s vorgemacht: Auf die Dienstreise nach Madrid durften Manuel Neuer, Robert Lewandowski und Leon Goretzka verzichten und in München die Füße hochlegen. Auch der angeschlagene Corentin Tolisso blieb daheim. Den Luxus konnten sich die Münchner erlauben, weil der Gruppensieg und die Achtelfinal-Qualifikation schon vor dem vorletzten Spiel der Gruppenphase perfekt waren.

Diese Konstellation böte auch dem BVB die perfekte Gelegenheit, hoch belastete Stammspieler zu schonen. Eine „Lustreise“ nach St. Petersburg wäre angesichts des Mammutprogramms die ideale Gelegenheit zur Schonung für mache Vielspieler wie Mats Hummels oder Erling Haaland – und sie gäbe Lucien Favre die Chance, einige Spieler heranzuführen, die zuletzt hinten dran waren. Wie Mateu Morey oder Nico Schulz, die bislang kaum zum Zuge gekommen sind.

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Dirk Krampe, Jahrgang 1965, war als Außenverteidiger ähnlich schnell wie Achraf Hakimi. Leider kamen seine Flanken nicht annähernd so präzise. Heute nicht mehr persönlich am Ball, dafür viel mit dem Crossbike unterwegs. Schreibt seit 1991 für Lensing Media, seit 2008 über Borussia Dortmund.
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Dirk Krampe
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Jahrgang 1980, liebt Sport und lebt (meistens) sportlich. Erste journalistische Gehversuche mit 15. Einser-Diplom in Sportwissenschaft an der Universität Hamburg (2006). Heinz-Kühn-Stipendiat. Seit 2007 bei Lensing Media tätig. Seit 2012 BVB-Reporter.
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