Corona-Hotspot: BVB-Spiel in Sankt Petersburg unter skurrilen Umständen

Champions League

Für den BVB wird die letzte Auswärtsreise des Jahres in der Champions League zur großen Herausforderung. Die Corona-Zahlen in Sankt Petersburg sind hoch, trotzdem werden Zuschauer zugelassen.

07.12.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beim Spiel gegen den BVB werden am Dienstagabend in der Gazprom-Arena rund 20.000 Zuschauer erwartet.

Beim Spiel gegen den BVB werden am Dienstagabend in der Gazprom-Arena rund 20.000 Zuschauer erwartet. © imago / Russian Look

Die Corona-Pandemie sorgt auch im Profi-Fußball weiterhin für große Einschränkungen, in Deutschland finden seit Wochen erneut nur Geisterspiele statt. Die letzte internationale Auswärtsreise des Jahres 2020 führt Borussia Dortmund nach Russland - und ausgerechnet dort sind Fußballspiele mit Zuschauern erlaubt.

BVB-Pressekonferenz und Abschlusstraining finden in Dortmund statt

Als Zenit St. Petersburg am Samstag in der heimischen Gazprom-Arena mit 5:1 gegen Ural Jekaterinburg gewann, waren immerhin 1184 Fans dabei. Im Heimspiel davor (am 8. November gegen Krasnodar) waren es sogar 24.000 Zuschauer. Um die 20.000 Fans sind nach aktuellem Stand auch am Dienstagabend für das Spiel gegen den BVB zugelassen. Dabei sind auch in Russland die Corona-Zahlen auf einem konstant hohen Level. Am Sonntag wurden 28.782 neue Fälle gemeldet.

Der BVB trifft deshalb, wie schon beim Auswärtsspiel in Brügge, viele Sicherheitsvorkehrungen und versucht, den Aufenthalt in der russischen Millionen-Metropole so kurz wie möglich zu halten. Die virtuelle Pressekonferenz findet am Montagvormittag in Dortmund statt, ebenso das Abschlusstraining. Erst am Nachmittag hebt der BVB-Privatflieger Richtung Russland ab.

Der BVB fliegt noch in der Nacht zurück nach Deutschland

Üblicherweise schickt der BVB auch seine Mannschaftsbusse zum nächsten Auswärtsziel - das entfällt dieses Mal. Die Mannschaft wird am Montagabend von gecharterten Bussen abgeholt und direkt ins Hotel gebracht. Dort bewegen sich die Borussen in einer Blase - mit abgetrenntem Hotelbereich, eigenen Köchen, eigener Security. Direkt nach dem Abpfiff geht es zurück in die Heimat - der BVB-Flieger wird mitten in der Nacht in Paderborn landen, dann geht es für die letzten Kilometer noch einmal in den Bus. Für Mittwoch ist ein freier Tag geplant.

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Die Champions-League-Begegnung in St. Petersburg weckt bei einigen BVB-Fans unschöne Erinnerungen. Als die Borussia 2014 zuletzt zum Auswärtsspiel in die russische Metropole gereist ist, waren auch gut 1000 Fans mit dabei. Für mehr als 50 von ihnen wurde die Fahrt zu einem schmerzhaften Ausflug. Sie waren von russischen Hooligans attackiert und verletzt worden. BVB-Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun musste gebrochene Nasen richten und Wunden versorgen, andere angegriffene Fans mussten sich sogar ins Krankenhaus begeben.

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