Dejagahs Anwalt verteidigt Boateng

DORTMUND Für Borussia Dortmunds Mittelfeldstar Kevin-Prince Boateng (22) und seinen Berliner Kumpel Patrick Ebert (22) ist ab sofort die Abteilung 712 des Landeskriminalamts Berlin zuständig.

von Von Sascha Fligge

, 20.03.2009, 22:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dejagahs Anwalt verteidigt Boateng

Kevin--Prince Boateng (re.): Ob er in der kommenden Saison noch für den BVB spielt, ist fraglich.

Um eine Strafe in fünfstelliger Höhe wird der bis zum Sommer vom Premier League-Klub Tottenham Hotspur ausgeliehene U21-Nationalspieler, der dem Berliner Problemkiez Wedding entstammt, allerdings nicht herumkommen. Michael Zorc bat Boateng am Donnerstag zum Rapport. Der BVB-Sportdirektor: „Ich habe ihm klargemacht, dass wir eine Party um drei Uhr nachts mitten in der Woche während einer Reha-Phase nicht tolerieren.“ Der Berater des kickenden Duos, Jörg Neubauer, hat inzwischen für juristische Unterstützung gesorgt. Anwalt Janusz-Alexander Lerch erwartet zu Beginn der Woche Akteneinsicht. Bis dahin, so sei ihm mitgeteilt worden, müsse noch ein Zeuge vernommen werden. Ob es sich dabei um jenen Mitarbeiter des Objektschutzes handelt, der die Tat gesehen haben will und in der Nacht zum Mittwoch die Polizei kontaktierte – oder um einen weiteren – wusste Lerch am Freitag noch nicht.

Im vergangenen Jahr hatte der Advokat übrigens den Wolfsburger Bundesliga-Profi Ashkan Dejagah vertreten, dem vorgeworfen worden war, einer Berlinerin mit Sex-SMS nachgestellt zu haben. Die Ermittlungen wurden damals eingestellt. BVB-Trainer Jürgen Klopp und Sportdirektor Michael Zorc betonten am Freitag unisono, sie hätten „aktuell keinen Grund, Boatengs Darstellung der Ereignisse zu misstrauen“. Und falls sich doch herausstellen sollte, dass der Wachmann des Objektschutzes keine Tomaten auf den Augen hatte? Zorc: „Dann wäre das alles noch schwerer zu tolerieren.“

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