Delaney ragt beim 4:0 des BVB heraus - Alcacer ist nicht zu stoppen

mlzEinzelkritik

Der BVB zeigt gegen Leverkusen seine beste Saisonleistung. Im Mittelfeld ist beim 4:0 kein Vorbeikommen an Thomas Delaney. Und Paco Alcacer ist einfach nicht zu stoppen. Die Einzelkritik.

von Leon Elspaß

Dortmund

, 14.09.2019, 18:12 Uhr / Lesedauer: 3 min

Roman Bürki: Der Schweizer wurde gleich nach wenigen Sekunden gefordert, als Karim Bellarabi einen Schuss auf sein Tor entsandte. Bürki löste diese Pflichtaufgabe ohne Probleme und war danach nicht mehr unmittelbar gefordert. Wenn ihn seine Mitspieler brauchten, spielte er wie gewohnt sicher mit, war ansonsten aber nahezu beschäftigungslos. Note: 3,0

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Achraf Hakimi: Er hatte es auf der rechten Defensivseite abwechselnd mit den flinken Bellarabi und Leon Bailey zu tun, musste seinen Offensivdrang deshalb bedacht dosieren. Der Marokkaner tat das äußerst effektiv, gewann in der 28. Minute nahe der Mittellinie den Ball und lieferte - wenngleich ohne Gegnerdruck - den präzisen Tor-Service für Alcacer. Wenig später stand er kurz davor, selbst zu treffen - seinen Abschluss lenkte Leverkuseners Keeper Lukas Hradecky allerdings an die Latte (33.). Note: 2,5


Manuel Akanji: Der Schweizer kehrte angeschlagen von seiner Nationalmannschaftsreise zurück, stand dann aber dennoch in der Startelf. Hatte er bei der 1:3-Auswärtsniederlage gegen Union Berlin wie das gesamte BVB-Kollegium arg unterdurchschnittlich gespielt, erledigte er seinen Job diesmal mit der nötigen Konzentration und Konsequenz. Akanji blockte einen Bellarabi-Schuss im letzten Moment per Grätsche (25.), war im Boden- und Luftkampf gleichfalls gut. Einmal nur vertändelte er einen Ball gegen Kai Havertz. Note: 2,5

Mats Hummels: Unter anderem wegen seiner Kopfballstärke wurde seine Rückkehr aus München eingefädelt, gegen Leverkusen stieß zuvorderst sein Defensivkopfball hervor. Hxummels verteidigte resolut, hatte wie sein Nebenmann Akanji nur wenig Wackler im Spiel - und bildete mit ihm ein gut funktionierendes Defensiv-Tandem. Note: 2,5


Raphael Guerreiro: So offensivauffällig wie sein Pendant Hakimi war Guerreiro als Linksverteidiger längere Zeit nicht. Er stand defensiv solide, fügte sich auf der linken Defensivseite gut ein, bis ihm in der 48. Minute ein Ball verloren ging, den die Leverkusener beinahe zum Ausgleich genutzt hätten. Danach stabilisierte sich Guerreiro wieder, schaltete sich ebenfalls ins Offensivspiel ein - und stand in der 83. Minute goldrichtig, als er auf Vorlage von Sancho das 3:0 erzielte. Note: 2,5


Axel Witsel: Nach überstandenem Muskelfaserriss kehrte er zurück in die Startauswahl und stieg sogleich wieder zum Dortmunder Taktgeber empor. Witsel sicherte gemeinsam mit Delaney meist erfolgreich die Zentrale ab und schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel ein. In der 79. Minute ersetzte ihn Julian Weigl. Note: 2,5

Delaney ragt beim 4:0 des BVB heraus - Alcacer ist nicht zu stoppen

© Deltatre

Thomas Delaney: Brachte sich in seinem Kerngebiet vor der Abwehr gleich zu Beginn mit guten Ballgewinnen ein - und war damit einer der Besseren in Dortmunder Belegschaft, die ingesamt recht dezent begann. Während sich seine Kollegen nach anfänglichen Problemen ab der 20. Minute steigerten, hielt Delaney sein gutes Niveau bis zum Schluss. In der 33. Minute besaß er die Großchance, aus kürzester Distanz auf 2:0 zu erhöhen - der Oberkörper von Jonathan Tah verhinderte das allerdings. Note: 2,0


Julian Brandt: Im ersten Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub begann der 23-Jährige auf der linken Offensivseite, blieb allerdings nicht starr in diesem Korridor, sondern wechselte mal ins Zentrum oder ging dem Außendienst auf rechts nach. Er bewegte sich viel – und war dennoch auffällig wenig beteiligt am Dortmunder Offensivtreiben. Besaß Brandt doch mal den Ball, verschleppte er das Tempo, leistete sich Stockfehler oder Fehlpässe. Einmal nur drang er brisant in Leverkusens Strafraum ein, scheiterte aber an Hradecky (24.). Als er von Thorgan Hazard nach 61 Minuten abgelöst wurde, stand unter Brandts Bilanzstrich sehr viel Minus und nur wenig Plus. Note: 4,5


Marco Reus: Dortmunds Kapitän steigerte den Kombinationsfluss, war an den meisten erfolgreich bis in Leverkusens Gefahrenzone vorgetragenen Aktionen beteiligt. Erst vergab er noch gegen den guten Hradecky (24.), ließ seinem zweiten Abschluss aus delikater Position dann aber mehr Präzision folgen, als er per Flachschuss das wichtige zweite BVB-Tor beisteuerte (50.). In der Nachspielzeit dann gelang ihm sogar sein zweiter Treffer - der 4:0-Endstand. Note: 2,0


Jadon Sancho: Bei der englischen Nationalmannschaft war er als Torschütze verhaltensauffällig geworden, beim BVB steuerte er nun zwei Torvorlagen bei: Zunächst assistierte er Reus (50.), dann Guerreiro (83.). Sancho demonstrierte einmal mehr seine Stärke, die sich aus Tempo, Dribbelstärke und seinem Zug zum Tor speist. Note: 2,5.

Delaney ragt beim 4:0 des BVB heraus - Alcacer ist nicht zu stoppen

© Deltatre

Paco Alcacer: Die Hereingabe von Hakimi veredelte er gedankenschnell und techschnich perfekt zum Dortmunder Führungstreffer (28.). Und auch danach war der Spanier häufig schneller und nicht zu greifen für die Leverkusener Defensivbeauftragten. Alcacer arbeitete fürs Team, sicherte Bälle - und lieferte damit einen herausragenden Leistungsnachweis. Nach 79 Minuten ersetzte ihn Jacob Bruun Larsen. Note: 1,5


Thorgan Hazard: Der Ex-Gladbacher ersetzte den Ex-Leverkusener Brandt, beackerte primär die linke Offensivseite. Ohne allerdings zwingend zu werden. Note: 3,5


Jacob Bruun Larsen: Er durfte nach 79 Minuten für Alcacer stürmen – und assistierte Reus vor dem 4:0. Aufgrund seiner kurzen Spielzeit bleibt der Däne dennoch ohne Note.


Julian Weigl: Der Mittelfeldspieler, der für Witsel ins Spiel kam (79), bleibt ebenfalls ohne Note.

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