Delaney überzeugt auf ungewohnter BVB-Position - Brandt ohne Eigenwerbung

mlzEinzelkritik

Borussia Dortmund gewinnt das Kampfspiel bei 1899 Hoffenheim verdient. Thomas Delaney überzeugt auf ungewohnter BVB-Position, Julian Brandt tut sich erneut schwer. Die Einzelkritik.

Sinsheim

, 17.10.2020, 18:06 Uhr / Lesedauer: 3 min

Nach einigen Unsicherheiten in der Anfangsphase kämpften sich die Borussen bei der TSG Hoffenheim ins Spiel. Doch Präzision und Zug zum Tor fehlten. Erst in der Schlussphase mit den eingewechselten Marco Reus und Erling Haaland wurde der BVB torgefährlich - und erfolgreich.


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Marwin Hitz: Wie beim überzeugenden 4:0 gegen den SC Freiburg vor der Länderspielphase anstelle von Roman Bürki im BVB-Tor. Der Schweizer hatte viel zu tun, schwere Aufgaben waren aber nur Skovs Flanke (30.) und Belfodils Kopfball (32.). Stark im direkten Duell gegen Baumgartner (82.), sicher bei Flanken. Note: 2,0


Lukasz Piszczek: Nach bisher nur 57 Minuten im DFB-Pokal das erste Bundesliga-Spiel in dieser Saison, und sein 322. insgesamt. Nach drei Minuten hatte er das Nachsehen gegen Mijat Gacinovic - vorbei. Starker Pass auf Sancho (7.), dann erwischte ihn die Hand von Stefan Posch im Gesicht (14.) - es ging nicht weiter für den Polen. ohne Note

Mats Hummels: Zwei Wochen mit Training und Zeit zum Durchschnaufen dürften dem 31-jährigen Abwehrchef vor den Englischen Wochen gutgetan haben. Musste in alle Richtungen schauen, wenn Hoffenheim nach Ballgewinnen rasant umschaltete. Im Glück bei einem Ausrutscher, Rudy verzog (40.). Nahm diesmal weniger Einfluss im Aufbauspiel, trotzdem wichtig. Note: 3,0


Emre Can: Sehr umsichtig in der Anfangsphase, das war auch nötig. Begann links in der Dreierkette, wechselte dann für Piszczek auf die rechte Seite. Bockstarke Zweikampfbilanz (82 Prozent gewonnen) und damit ein entscheidender Faktor. Note: 2,5


Thomas Meunier: Anfangs ein Wackelkandidat, zu spät gegen Skov (3.) und mit üblem Fehlpass (10.). Ackerte viel, und hatte Pech, als sein Kopfball nach Brandt-Ecke nur auf den Querbalken klatschte (38.). Hatte seine Seite weitgehend im Griff, im Vorwärtsgang ausbaufähig. Note: 3,5

Axel Witsel: Zweimal über 90 Minuten im Einsatz in der Nations League, schonen mochte Trainer Lucien Favre den Belgier dennoch nicht. Gegen die agilen und robusten Gastgeber sorgte er für die nötige Balance, schaltete sich auch nach vorne mit ein. Note: 3,0


Mahmoud Dahoud: Der Neu-Nationalspieler durfte nach bisher nur sieben Minuten (beim 0:2 in Augsburg) erstmals von Beginn an ran. Wie immer viel, viel unterwegs und engagiert, suchte die Zweikämpfe. Am Ball fehlten Ruhe und Präzision, gute Szenen und Ballverluste wechselten sich ab. Note: 3,5


Felix Passlack: Zweimal hatte sich das Eigengewächs als Einwechselspieler formstark präsentiert, jetzt winkte die erste Startelf-Chance, weil Raphael Guerreiro dreimal für Portugal ran musste. Wagte sich früh in die Offensive (6.), versuchte auch spielerische Lösungen und verteidigte zum Schluss rechts. Ein forscher Auftritt. Note: 2,5


Jadon Sancho: 17 Minuten in drei Länderspielen - wegen der Verfehlungen gegen Corona-Bestimmungen machte der junge Engländer vor zwei Wochen trotzdem Schlagzeilen. Schwacher Abschluss frei vor Baumann (8.), dann startete er mehrfach zu früh - ins Abseits. Raus nach 64 Minuten, noch nicht in der Form der Vorsaison. Note: 4,0

Julian Brandt: Für Lucien Favre taugte der Blondschopf bisher nur als Reservist, in Hoffenheim sollte 24-Jährige seinen Coach von seinen Qualitäten überzeugen - allerdings auf der ungeliebte Position im Sturmzentrum. Seine guten Ansätze versandeten - wie die potenzielle Torgelegenheit kurz vor der Pause (44.). Okay, mehr nicht. Note: 4,0


Giovanni Reyna: Saisonübergreifend stand der junge US-Amerikaner zum fünften Mal von Anfang an auf dem Rasen. Schnupperte nach Passlacks Rückpass am frühen Treffer (6.), vergab dann die Riesenchance, als Skov auf der Linie rettete - mehrere Mitspieler standen in besserer Position (36.). Die Kopfballverlängerung vor dem 1:0 war ein Geistesblitz (75.), verpasste das 2:0 (85.). Note: 2,5


Thomas Delaney: Kam früh für Piszczek ins Spiel, als linker Mann in der Dreierkette (19.). Defensiv erledigte er das mit gutem Stellungsspiel und vor allem in den Luftduellen souverän. Seine langen Bälle landeten aber zu selten beim Mitspieler. Note: 2,5

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Bildergalerie

Bundesliga, 4. Spieltag: 1899 Hoffenheim - BVB 0:1 (0:0)

Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund.
17.10.2020
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund.© dpa
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund.© dpa
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund.© dpa
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund.© dpa
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund.© dpa
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund.© dpa

Marco Reus: Kam nach 64 Minuten für Sancho. Den satten Schuss entschärfte TSG-Keeper Baumann (73.), dann ohne Mühe, als Haaland ihm das 1:0 auflegte (75.). Note: 2,0


Erling Haaland: Besetzte für Brandt die Sturmspitze ab der 64. Minute. Hauchzart nicht im Abseits vor dem 1:0 (75.), dann spitzelte er den Ball haarscharf vorbei (78.) und rummste ihn an den Außenpfosten. (83.) Note: 2,0

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