Jonathan Ikone als BVB-Ersatz für Jadon Sancho? Das sagt der Berater

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Starker Spieler, stolzer Preis: Jonathan Ikone (22) wird als ein möglicher Ersatz für Jadon Sancho beim BVB gehandelt. Was dafür spricht - und was dagegen. Unser Gerüchtecheck.

Dortmund

, 31.07.2020, 14:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie lautet das Gerücht?

Borussia Dortmund hat als einen möglichen Nachfolger für den Wechsel-Kandidaten Jadon Sancho den französischen Nationalspieler Jonathan Ikone (22) vom OSC Lille im Blick. Der Name wird schon länger mit dem BVB in Verbindung gebracht, zuletzt berichteten der „Kicker“ und die „Bild“ über das steigende Interesse der Schwarzgelben an dem Offensivspieler. Sollte Sancho Dortmund für eine hohe Ablöse verlassen, sei Ikone ein denkbarer Ersatz.


Was zeichnet den Spieler aus?

22 Jahre jung, vier Einsätze in der A-Nationalmannschaft des Weltmeisters, dazu Erfahrung in der Champions League und ausgebildet bei Paris Saint-Germain: Dass Jonathan Ikone in Deutschland noch keinen allzu großen Namen besitzt, liegt wohl auch daran, dass er bislang beim wenig beachteten Klub OSC Lille unter Vertrag steht.

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In der Offensive fühlt sich Ikone auf der Zehnerposition zuhause, kann aber auch über beide Flügel angreifen, im 4-4-2 sogar etwas zurückgezogen auf der Seite. Er verfügt über eine starke Ballbehandlung mit beiden Füßen, enorme Dribbelstärke, Tempo und Durchsetzungsvermögen. Bei den „Doggen“ überzeugt er vor allem im Zusammenspiel mit Mittelstürmer Victor Osimhen. Drei eigene Tore und sechs Vorlagen in 28 Ligue-1-Spielen in der abgelaufenen Saison zeigen allerdings auch, dass der nur 1,75 Meter große Ikone noch an Effektivität zulegen kann und muss.

Dem BVB ist der Spieler längst ein Begriff. Als Ikone im März 2019 in einem U21-Länderspiel gegen die DFB-Auswahl groß auftrumpfte und unter anderem ein Freistoßtor aus 25 Metern erzielte, staunten die Co-Trainer Manfred Stefes und Edin Terzic nicht schlecht. Auch Chefcoach Lucien Favre kennt Ikone aus seinen zwei Amtsjahren bei OGC Nizza gut.

Ausgebildet bei Paris Saint-Germain: Jonathan Ikone (l.).

Ausgebildet bei Paris Saint-Germain: Jonathan Ikone (l.). © imago / PanoramiC

In weniger als zwei Jahren, seit seinem Wechsel nach Lille, ist sein Marktwert von fünf auf mehr als 40 Millionen Euro gestiegen. Ikone gilt dabei längst nicht mehr als ein Talent, sondern als einer der dauerhaften Kandidaten für die Equipe Tricolore. Das wiederum macht die Angelegenheit für alle Interessenten problematisch: Ein Schnäppchen ist Ikone - ein Jahr älter als BVB-Verteidiger Dan-Axel Zagadou, mit dem er in der Jugendakademie von PSG ausgebildet wurde - beileibe nicht mehr. Außerdem steht er bis 2023 unter Vertrag, bei einem möglichen Abgang hätte sein Klub die Verhandlungshoheit.



Was sagt unser BVB-Reporter Jürgen Koers?

Jonathan Ikone verfügt über viele Merkmale, die ihn auch für Borussia Dortmund begehrenswert machen. Doch ohne einen teuren Wechsel von Jadon Sancho wäre kein Geld vorhanden, um den Spieler zu verpflichten. Und selbst mit gefülltem Portemonnaie müsste ein kostspieliger Ikone-Transfer reiflich überlegt sein.

Die Gerüchte über einen möglichen Wechsel nach Deutschland tat Ikones Bruder und Berater gegenüber den Ruhr Nachrichten entschieden als Spekulation ab: „Da ist nichts Wahres dran“, erklärte er auf Anfrage. Dass der BVB seine Fühler nach Frankreich ausgestreckt habe in der Vergangenheit, lässt sich aber nicht leugnen. Ein Transfer von Ikone nach Dortmund ist aktuell aber nicht sehr wahrscheinlich.



Wechselwahrscheinlichkeit:

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