Lucien Favre wird sich bald mit den BVB-Bossen um Michael Zorc, Sebastian Kehl und Hans-Joachim Watzke für Vertragsgespräche zusammensetzen. © imago
Borussia Dortmund

Der BVB-Fahrplan mit Favre: Termin für nächstes Vertragsgespräch steht

Der Vertrag zwischen dem BVB und Cheftrainer Lucien Favre läuft zum Ende der Saison aus. Nun steht der Termin für das nächste Treffen am Verhandlungstisch mit dem 63-Jährigen fest.

Seit zweieinhalb Jahren steht Lucien Favre bei Borussia Dortmund verantwortlich an der Seitenlinie. Die im Sommer 2018 auf drei Spielzeiten angelegte Zusammenarbeit endet im nächsten Juni. Im vergangenen Sommer vertagten beide Parteien im Rahmen der Saisonanalyse die anstehenden Vertragsgespräche. Keine Eile, keine Not.

Jetzt steht fest, wie es weitergeht: Ende Januar, nach dem Ende der Hinrunde, werden sich die BVB-Bosse um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Sportdirektor Michael Zorc und Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl mit Trainer Lucien Favre und dessen Berater Reza Fazeli zusammensetzen, erfuhren die Ruhr Nachrichten. Dann soll über den bisherigen Saisonverlauf gesprochen werden und darüber, ob und wie sich Klub und Coach eine weitere gemeinsame Zusammenarbeit vorstellen könnten.

Favres Aussichten auf einen neuen Kontrakt erscheinen, so er das denn überhaupt anstrebt, aktuell gering. Mit bisher zwei Vizemeisterschaften und dem zweimaligen Einzug ins Achtelfinale der Champions League hat der Schweizer zwar eine passable Bilanz vorzuweisen. Das Zutrauen, dass der 63-Jährige die Dortmunder Borussia aber perspektivisch nach vorne bringt, ist zuletzt wieder merklich gesunken. Favres Auftreten in der Öffentlichkeit und der manchmal anstrengende, komplizierte Umgang mit ihm gelten als nervenaufreibend.

BVB-Geschäftsführer Watzke über Favre: „Es gibt keinen Dissens“

Die Mantras des Fußballlehrers („Geduld“, „Balance“, „Es wird schwer“) taten dem BVB 2018 als Beruhigung nach mehreren turbulenten Trainerjahren unter Thomas Tuchel, Peter Bosz und Peter Stöger gut. Den international erfolgreichen Fußball kennzeichnen heute allerdings Stichworte wie Intensität, Tempo und Aggressivität.

„Ich werde keine Trainerdiskussion führen und möchte an dieser Stelle eine Lanze für Lucien Favre brechen“, betonte KGaA-Chef Hans-Joachim Watzke bei der Hauptversammlung Mitte November. „Eine Qualität an einer Meisterschaft zu messen, ist zu kurz gegriffen“, man habe es als größtem Gegner in Deutschland mit der besten Mannschaft der Welt zu tun, dem FC Bayern München. In Bezug auf Favre sagte Watzke: „Es gibt keinen Dissens.“

BVB sondiert seit geraumer Zeit den Trainermarkt

Bis zum Treffen am Verhandlungstisch stehen für Trainer und Team der Dortmunder noch vier heikle Aufgaben vor Weihnachten an, nach dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag folgen noch die Gastspiele bei Werder Bremen, Union Berlin und Eintracht Braunschweig. Im neuen Jahr trifft der BVB dann auf den VfL Wolfsburg, RB Leipzig, Mainz 05 und Bayer Leverkusen. Ein leichtes Programm sieht anders aus.

Parallel zur eigenen Entwicklung sondiert Borussia Dortmund seit geraumer Zeit den Trainermarkt und hält Augen und Ohren offen. Die entsprechenden Kontakte zu Alternativen sind geknüpft, wenn Favre Ende Januar Bericht erstatten muss. Ob ein guter aktueller sportlicher Eindruck seine Chancen überhaupt steigen lassen würde, ist offen.

Über den Autor
BVB-Redaktion
Jahrgang 1980, liebt Sport und lebt (meistens) sportlich. Erste journalistische Gehversuche mit 15. Einser-Diplom in Sportwissenschaft an der Universität Hamburg (2006). Heinz-Kühn-Stipendiat. Seit 2007 bei Lensing Media tätig. Seit 2012 BVB-Reporter.
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