Der BVB spielt erwachsen - auch die Teenies lernen Männerfußball

mlzKommentar

Der BVB zeigt nach zwei Niederlagen in Serie eine starke Reaktion. Die Mannschaft spielt erwachsener und findet Gefallen an harter Arbeit. Auch die Teenies lernen Männerfußball.

Bremen

, 23.02.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Laut jubelnd hüpfte Dan-Axel Zagadou die letzten Stufen hoch zur Kabine. In irgendeinem Kauderwelsch feixte er mit den Kollegen. Ob es dabei um sein Tor ging, um den 2:0-Sieg in Bremen oder die frohe Kunde über zwei freie Tage, ganz egal: Gründe zur Freude gibt es bei Borussia Dortmund nach einer Woche mit drei Siegen genügend.

Auf die „Woche zum Vergessen“ (Sebastian Kehl nach den 2:3- und 3:4-Niederlagen in Bremen und Leverkusen) hat der BVB eine „top Woche“ (Axel Witsel) folgen lassen und damit die geforderte Reaktion gezeigt. 4:0 gegen Frankfurt, 2:1 gegen Paris, 2:0 in Bremen - drei Erfolge mit unterschiedlichen Gegnern, Spielverläufen und Mustern, die allerdings gemeinsam haben, dass die Borussen als Mannschaft einen Schritt nach vorne gemacht zu haben scheinen und als Team fußballerisch gereifter auftritt.

Die BVB-Spieler bleiben gegen Bremen geduldig

Gegen Frankfurt verhalf die Effizienz zu dem klaren Ergebnis, gegen Paris kam begeisternde Leidenschaft hinzu, in Bremen reichten Geduld und kompaktes Verteidigen von allen Mannschaftsteilen für einen Pflicht- und Arbeitssieg. Tore gelingen ja fast immer. „Das war eine sehr erwachsene Vorstellung von uns“, befand Neuzugang Emre Can, der im Mittelfeld den Gegnern mit seiner Giftigkeit einmal mehr Präsenz und Robustheit entgegenstellte. Zu anderen Zeitpunkten dieser Saison hätte es geheißen: „Männerfußball“. Auch von den Teenies, die vor allem Sturm und Drang im Sinn haben.

Denn der BVB kam ja bei der Partie im Weserstadion fußballerisch nur schwer in die Gänge. Die Selbsterkenntnis, dann wenigstens mit allen Spielern diszipliniert zu verteidigen und bereit zu sein, erst einmal zu leiden, die Reihen zu schließen und auf bessere Momente zu warten, hatte im Saisonverlauf oftmals gefehlt. Jetzt ist die Bedeutung des Spiels gegen den Ball offenbar auch bei den letzten Borussen angekommen. Auch die Sanchos und Hakimis stellen sich in den Dienst der Sache. Damit fahren alle besser.

BVB-Offensive ist auf absolutem Rekordkurs

Schien der BVB vor 14 Tagen nach zwei Niederlagen in Serie sowie Gegentoren in Hülle und Fülle kurz vor der Abmeldung vom Spielbetrieb zu stehen, fiel in Bremen der Blick nach dem Abpfiff bereits wieder auf die Tabelle. Gladbachs Remis gegen Hoffenheim wurde dort von Michael Zorc lächelnd zur Kenntnis genommen. Seine Freude äußerte der Sportdirektor Dutzende Dezibel leiser als es Dan-Axel Zagadou tat, er erklärte es lieber zur Maxime, „weiter hart zu arbeiten“.

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Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Werder Bremen und Borussia Dortmund.
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Werder Bremen und Borussia Dortmund.© picture alliance/dpa
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