Der Stürmer, der auch als "Zehner" überzeugt

Robert Lewandowski

Er versteht fast jedes Wort Deutsch, antwortet aber nur auf Polnisch. Auf dem Feld hat Robert Lewandowski längst das System Klopp verinnerlicht, sieht sich aber immer noch als Stürmer.

DORTMUND

von Von Thomas Schulzke

, 04.03.2011, 23:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Robert Lewandowski (l.) erzielte gegen Köln seinen sechsten Saisontreffer.

Robert Lewandowski (l.) erzielte gegen Köln seinen sechsten Saisontreffer.

Trotzdem war es eine gute Partie des polnischen Nationalspielers. Nicht nur aufgrund seines Treffers, nicht nur aufgrund seiner sieben Torschüsse (Bestwert aller Akteure auf dem Platz). Er nimmt immer mehr am Spiel des BVB teil, arbeitet auch defensiv und schaltet dann wieder schnell um. Zu Beginn der Saison war das noch anders. Als Klopp ihm klar machte, dass Lucas Barrios im 4-2-3-1-System der Stürmer Nummer eins sei, wirkte Lewandowski bockig. Auch als Klopp ihn auf der Position hinter den Spitzen auflaufen ließ. Er betonte immer wieder, dass er Stürmer sei und keine „Zehn“. Shinji Kagawa überragte dann auf der Spielmacherposition, Barrios war gesetzt. Für Lewandowski gab es keinen Platz mehr in der Startelf.

Erst als Kagawa und Jakub Blaszczykowski ausfielen, gab Klopp ihm wieder eine Chance hinter den Spitzen. Und er nutzte sie. Gegen St. Pauli, Bayern München und jetzt auch gegen Köln war er ein Antreiber im Mittelfeld. "Der heutige Tag lag mir natürlich besser. Gegen Bayern musste ich viel nach hinten arbeiten. Gegen Köln war ich mehr in der Offensive gefordert“, sagt er. Er steigert sich sukzessive. Aber von seiner Meinung, dass er lieber Stürmer sein will, rückt Lewandowski nicht ab. "Das ist die Position, die ich spielen möchte.“ Aber der Pole gibt zu, dass er sich mit der neuen Position sehr gut arrangiert hat. Und wenn in seinem ersten Jahr in Dortmund gleich der Meistertitel herausspringt, denkt er bestimmt nicht mehr über seine Lieblingsposition nach.    

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