DFL-Konzept wird umgesetzt: So laufen die Corona-Tests beim BVB

mlzBorussia Dortmund

Zum Hygienekonzept der DFL zählen Corona-Tests für Spieler und Betreuerstab. Mehrere Bundesliga-Klubs haben ihre Profis am Donnerstag erstmals testen lassen. Der BVB noch nicht.

Dortmund

, 30.04.2020, 16:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bevor die Bundesligisten ihr Mannschaftstraining wieder aufnehmen dürfen, sollen zwei Corona-Tests sicherstellen, dass sich kein Spieler oder Trainer infiziert hat. Diese Maßnahme ist Teil des Gesamtkonzepts, das die Task Force der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die deutschen Profiklubs ausgearbeitet hat. Die Tests, für die die DFL am Donnerstag den Startschuss gab, sollen das Risiko minimieren, dass sich Spieler, Trainer oder Teambetreuer im Training mit dem Coronavirus anstecken.

BVB-Mannschaftsarzt Dr. Braun ist Mitglied der Task Force

Das gesamte Equipment, das für die Tests nötig ist, ist bei Borussia Dortmund eingegangen. Auch die Räume für die Tests im medizinischen Trakt des Trainingsgeländes in Dortmund-Brackel sind entsprechend vorbereitet. Begonnen hat der BVB im Gegensatz zu anderen Vereinen mit den Tests am Donnerstag jedoch noch nicht. Nach Informationen dieser Redaktion soll der erste Test aber kurzfristig erfolgen.

Borussias Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun wird die Testungen im Trainingsgelände leiten, die Proben werden dann von seinen Mitarbeitern einem zertifizierten Labor zur Auswertung übergeben. Dr. Braun hat als Teil der Task Force das Hygienekonzept der DFL in den vergangenen Wochen mit entwickelt. Die Testergebnisse sollen bereits am Folgetag vorliegen, so dass Tests auch an Tagen vor den anvisierten Geisterspielen nützlich wären.

BVB musste das Traininsgelände in Brackel umrüsten

Künftig sollen die BVB-Profis wie ihre Kollegen aus den anderen Klubs mindestens zweimal pro Woche getestet werden. Gibt es einen positiven Corona-Fall, so muss dieser zwingend dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden, das über die zu treffenden Maßnahmen entscheidet.

Borussia Dortmund hat sich am Trainingsgelände nicht nur auf die ersten Corona-Tests vor Ort eingestellt. Weitere Anforderungen des DFL-Konzepts mussten umgesetzt werden: Desinfektionsmittel vor jedem Raum, Benutzung der Fitnessgeräte nur mit Handschuhen und Mundschutz, Fiebermessung jeder Person beim Betreten des Geländes, nur der notwendigste Mitarbeiterstab darf in Kontakt mit den Spielern stehen, feste Zuordnung von Physiotherapeuten zu einzelnen Spielern, Schutzkleidung für den Zeugwart, Kontrolle der ständigen Reinigung aller genutzten Bereiche. Geduscht und gegessen wird zuhause.

Signal Iduna Park muss für Geisterspiele umgerüstet werden

Um für Heimspiele gemäß des Konzeptes gewappnet zu sein, muss der BVB auch im Signal Iduna Park umrüsten. Strikte Trennung von Personengruppen, Desinfektion, Minimierung des Personals und Fiebermessung zählen auch hier zu den zentralen Punkten. Ob und wann der Ball wieder rollen darf in der Bundesliga, ist aber noch immer offen.

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