Erst Leipzig, jetzt Frankfurt - für den BVB beginnt die Rückrunde mit hohen Auswärtshürden. Bislang konnte sich Schwarzgelb aber auf seine Effektivität verlassen. Die 09 Fakten zum Topspiel.

Dortmund

, 02.02.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Partie zwischen Frankfurt und Dortmund ist die einzige des 20. Spieltags, in dem sich zwei Teams aus der Top fünf messen.


01.) Das Spitzenspiel: Der BVB hat in dieser Saison gegen Mannschaften, die vor dem Duell in der Top fünf standen, immer gewonnen. Die Eintracht wartet dagegen noch auf ihren ersten Punkt gegen ein Team, dass vor dem Duell mit ihr unter den ersten Fünf der Tabelle stand.


02.) Effektivität gewinnt Titel: Dortmund ist extrem effektiv und benötigte in der laufenden Saison weniger als fünf Torschüsse für ein Tor, das ist der niedrigste Wert für den BVB seit Beginn der Datenerhebung (1992). Frankfurt ist ebenfalls extrem effektiv (weniger als sechs Torschüsse für einen Treffer). Auch die Eintracht war im Datenbank-Zeitalter nie zuvor auch nur annähernd so effektiv wie derzeit.


03.) Es darf wieder gejubelt werden: In den vergangenen 45 Bundesliga-Duellen beider Teams fiel immer mindestens ein Tor. Das letzte 0:0 (von insgesamt nur zwei) gab es am 11. April 1990 in Dortmund.

04.) Extra-Punkt: Der BVB hat nach 19 Spieltagen eine Tordifferenz von +31, nie war sie zu diesem Zeitpunkt einer Saison besser. Nur 1994/95 unter Ottmar Hitzfeld und 2010/11 unter Jürgen Klopp betrug die Tordifferenz nach 19 Spieltagen ebenfalls +31, der BVB wurde jeweils Meister.


05.) Und der nächste Torschütze: Der BVB war nie zuvor so schwer auszurechnen wie in dieser Saison. Raphael Guerreiro war gegen Hannover bereits der 17. Torschütze für die Borussia in der laufenden Saison, mehr waren es beim BVB in einer kompletten Spielzeit nie. Während Dortmund weiter durch Torschützen-Vielfalt besticht, setzt die Eintracht weiter auf ihre Büffelherde: Haller, Jovic und Rebic haben zusammen 31 der 39 Saisontore erzielt, zusammen bringt es das Offensiv-Trio mittlerweile auf 49 Scorer-Punkte.

Die BVB-Effektivität gewinnt Titel - Götze trifft auf seinen Lieblingsgegner

Beim Dortmunder 3:1-Sieg im Hinspiel erzielte Paco Alcacer (M.) seinen Premierentreffer für den BVB. © dpa

06.) Butler der unterschiedlichen Art: Jadon Sancho ist weiter der beste Vorbereiter der Saison, steht mittlerweile bei zwölf Assists. Zur Einordnung: Bremens Diego reichten vor elf Jahren 13 Assists in einer kompletten Saison, um erfolgreichster Vorbereiter der Bundesliga zu sein. Mit Tempo und Dribblings filetiert Sancho die Abwehrreihen der Bundesliga, um dann die Mitspieler in Szene zu setzen. Doch der moderne Fußball kennt auch Alternativen: Sebastien Haller steht in dieser Saison immerhin auch bei zehn Assists - der Frankfurter kommt eher über Einsatz und Wucht.


07.) Lass das mal den Julian machen: Dortmund hat in der Rückrunde durchaus personelle Probleme: Marco Reus fehlte in Leipzig, Paco Alcacer ist noch immer nicht richtig fit, in der Abwehr gibt es ebenfalls Verletzungssorgen. Während der vergangenen drei Partien spielte Julian Weigl in der Innenverteidigung. Eigentlich war Weigl ein Verlierer der Favre-Ära.

Zu Zeiten von Förderer Thomas Tuchel galt Weigl für viele als die absolute Nummer eins in Deutschland im defensiven Mittelfeld, dort sind seine Dienste in dieser Saison aber kaum gefragt. Dafür ist seine Bilanz als Innenverteidiger fast makellos: Vier Mal lief Weigl in seiner Bundesliga-Karriere als Innenverteidiger auf, es gab 3dreiSiege und ein Remis. Diesen „dunklen Fleck“ gab es ausgerechnet in Frankfurt beim 2:2 am 21. Oktober 2017. Allerdings wurde Weigl damals beim Stand von 2:0 für Dortmund ausgewechselt.


08.) Götze mag Frankfurter: Mario Götze war in seinen vergangenen acht Bundesliga-Spielen gegen Eintracht Frankfurt an neun Treffern beteiligt (zwei Tore, sieben Assists).

09.) Oh Schreck, ein Gastspiel: Der BVB feierte gegen die Eintracht die meisten Bundesliga-Siege (44), gewann zu Hause die vergangenen acht Bundesliga-Spiele gegen die Hessen. Aber: In Frankfurt taten sich die Borussen zuletzt schwer: Dortmund holte aus den vergangenen vier Gastspielen in Frankfurt nur einen von zwölf möglichen Punkten.

Jubiläen: Marcel Schmelzer (250. Bundesliga-Spiel) / David Abraham (100. Bundesliga-Spiel für Frankfurt), Jetro Willems (50. Pflichtspiel für Frankfurt)
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