Mit vier Punkten aus zwei Spielen steht die BVB-U23 im vorderen Bereich der Drittliga-Tabelle. © Bielefeld
Borussia Dortmund

Die BVB-U23 trotzt den Widerständen – und ist mit dem Glück im Bunde

Die BVB-U23 kommt trotz massiver Personalprobleme gut aus den Startlöchern. Enrico Maaßen lobt sein Team. Beim 1:1 gegen Mannheim ist Dortmund auch mit dem Glück im Bunde.

Er hatte es angekündigt, insofern konnte sich hinterher niemand in Schwarzgelb beschweren. Trotz seiner noch immer großen Verbundenheit mit dem BVB hatte Joseph Boyamba im Vorfeld gesagt, darauf keine Rücksicht nehmen zu können. Auch die Bitte von BVB-U23-Teammanager Ingo Preuß, in diesem Fall eine Ausnahme zu machen, musste Boyamba abschlägig bescheiden.

Ex-BVB-Stürmer Boyamba wichtigster Protagonist

Und so war es der Ex-Borusse, der nach einer guten Stunde und beim Stand von 0:1 aus Sicht des SV Waldhof den 1:1-Ausgleich (63.) für Mannheim markierte. Ein Resultat, das auch nach 90 Minuten Bestand haben sollte – trotz einer strittigen Szene in der Schlussminute, bei der er ebenfalls Protagonist war.

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3. Liga, 2. Spieltag: BVB II – Waldhof Mannheim 1:1 (1:0)

Boyamba geriet jedoch schon gleich zu Beginn zu einer der zentralen Figuren des Nachmittags im Stadion Rote Erde. Zehn Minuten waren absolviert, als er BVB-Torhüter Luca Unbehaun per Drehschuss zu einer ersten Parade zwang. Nur Sekunden später avancierte dann das Aluminium zum Retter in der Not, als Marcel Costlys Schuss an den Pfosten klatschte. Wie schon beim 2:1 in Zwickau hatte der BVB bange Minuten zu überstehen. Im Gegensatz zur Vorwoche hielt er sich diesmal schadlos.

Franz Pfanne dirigiert die BVB-Dreierkette

Die zentral von Franz Pfanne dirigierte Dreierkette mit Kolbeinn Finnsson auf links und dem aus dem Trainingslager der Profis in Bad Ragaz zurückgekehrten Albin Thaqi auf rechts gewann in der Folge ebenso wie die gesamte Dortmunder Mannschaft an Sicherheit. Enrico Maaßen vertraute einmal mehr einer 3-5-2-Formation mit Immanuel Pherai und Tobias Raschl auf der Doppel-Sechs.

Über links schob Ansgar Knauff an, über rechts Marco Pasalic. Zentral hinter der Doppelspitze Timo Bornemann und Richmond Tachie wirbelte Berkan Taz. „Zu Beginn haben wir leichte Fehler im Ballbesitz gemacht und hatten hinten noch nicht diese perfekte Zuordnung. Es ist aber peu à peu besser geworden“, meinte der BVB-Trainer.

BVB-Führung durch Pasalic pusht Schwarzgelb

Dazu trug auch maßgeblich die Führung für die Borussia bei, die aus dem berühmten Nichts fiel. Marco Pasalic nahm vom Strafraumeck Maß und wuchtete die Kugel zum 1:0 (16.) ins Netz. „Wenn du so ein Traumtor schießt, pusht das die ganze Mannschaft“, bekannte Pfanne. Das Gegentor habe seine Elf „ein Stück weit aus der Bahn geworfen“, räumte Waldhofs Coach Patrick Glöckner ein.

Der BVB war nun vorübergehend spielbestimmend, verbuchte eine weitere gute Gelegenheit mit einem Thaqi-Kopfball (22.). Doch auch die Gäste blieben immer wieder gefährlich. Eine Stunde lang verteidigten die Schwarzgelben ihren knappen Vorsprung, dann trat wieder Joseph Boyamba in Erscheinung, als er aus der Drehung den Ball zum 1:1 (63.) versenkte. „Pasalic hat es in der ersten Hälfte gut gemacht, aber das war die passende Antwort“, sagte Boyamba bei „Magenta TV“.

Strittige Elfmeterszene in der Schlussminute

Es blieb auch in der letzten halben Stunde eine Begegnung auf Augenhöhe, die sich ihren größten Aufreger bis zum Schluss aufbewahrte. Im Mittelpunkt: Wieder Boyamba, der im Strafraum von Franz Pfanne abgeräumt wurde. „Den Elfmeter kann man, muss man aber nicht pfeifen“, urteilte BVB-Abwehrchef Pfanne. „Er trifft mich am Knöchel. Schade, dass uns der Strafstoß nicht gegeben wurde“, haderte Boyamba.

1211 Zuschauer verfolgten das BVB-Spiel gegen Mannheim in der Roten Erde. © Bielefeld © Bielefeld

Schiedsrichterin Riem Huessein entschied sich gegen einen Strafstoß. So blieb es beim 1:1-Unentschieden. „Es hat sich gelohnt, ins Stadion zu kommen. Ich bin stolz darauf, wie wir die ersten beiden Spieltage gemeistert haben“, resümierte Maaßen.

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