Ein schlimmer Tag im Mai

Gladbach - BVB

DORTMUND An diesem 23. Mai 2009 war kein Platz für Stolz auf eine herausragende Saison, Stolz auf einen Neuanfang unter einem neuen Trainer, der eine Stadt und die dazu gehörige Fußballmannschaft aus ihrer Lethargie gerissen hatte. Es war kein Platz für nüchterne Analysen. In den Minuten nach dem 1:1 bei Borussia Mönchengladbach, das dem BVB nicht reichen sollte für den Einzug in die Europa Liga, war nur Raum für Frust. Und der musste raus.

von Von Dir Krampe

, 02.10.2009, 16:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nur noch Frust: Uwe Hünemeier nach dem 1:1 im Mai.

Nur noch Frust: Uwe Hünemeier nach dem 1:1 im Mai.

Die Rechtfertigungs-Versuche für ihren eigenen Mangel an Zielstrebigkeit und Angriffslust gegen einen Gegner, der sich just gerettet hatte, ähnelten sich. „Was hätten wir machen sollen?“, fragte zum Beispiel Kehl. „Wären wir nach vorn und dann in einen Konter gerannt und hätte Frankfurt das 2:2 gehalten, wären wir doch die Deppen gewesen.“ In den Hintergrund gerückt waren in diesem Moment nackte Zahlen, auf die der BVB stolz sein durfte. Neue Rekordsiegesserie (7), die wenigsten Niederlagen (5) und zweitwenigsten Gegentore (37) – es war eine Saison, die eine neue Euphorie rund um den BVB schürte. Vielleicht, fragt sich aktuell der Trainer, steckt die Enttäuschung nach dem Scheitern ja einigen Akteuren immer noch in den Klamotten. „So etwas“, meint Klopp, „schüttelst Du ja nicht einfach so ab.“

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