Jetzt auch offiziell: Borussia Dortmund II ist Drittliga-Aufsteiger. © Thomas Bielefeld
Regionalliga West

Endlich offiziell: BVB II steigt in die 3. Liga auf – RW Essen zieht Einspruch zurück

Sportlich stand der Aufstieg schon am Samstag fest. Seit Mittwochabend ist klar: Auch offiziell ist der BVB II nun Drittligist.

Die U23 von Borussia Dortmund hat es geschafft: Der BVB II ist seit Mittwochabend nun auch offiziell Drittliga-Aufsteiger sowie Regionalliga-Meister, nachdem der Klub bereits am Samstag mit einem 2:1-Sieg beim Wuppertaler SV sportlich alle Weichen dafür gestellt hat. Das Einspruchsverfahren gegen den BVB II – die Initiative dafür ging von RW Essen und vom SV Bergisch Gladbach aus – hatte keinen Erfolg.

Am Mittwochabend ab 18.19 Uhr verhandelte das Sportgericht des Westdeutschen Fußballverbandes im Sportpark Wedau in Duisburg, den zwei Security-Mitarbeiter sicherten, eben jenes Verfahren – mit einem positiven Ende für den BVB. Insgesamt drei Zeugen wurden gehört. Fast drei Stunden dauerte die Verhandlung. Am Ende zog RW Essen sogar den Einspruch zurück. Bergisch-Gladbach bestand auf eine Entscheidung. Das Sportgericht wies den Einspruch zurück.

Die Spieler von Borussia Dortmund feierten bereits am Samstagnachmittag ihren Triumph im Wuppertaler Stadion am Zoo. Mit 93 gesammelten Punkten ist der BVB II nach einer langen, 40 Spieltagen umfassenden Saison sportlicher Regionalliga-Meister geworden. Auch RWE-Vorsitzender Marcus Uhlig gratulierte dem BVB am Samstag per WhatsApp-Nachricht. Doch offiziell war die Entscheidung am Samstag noch nicht. Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) verzichtete nach dem Spiel auch auf die sonst obligatorische Meisterehrung.

Bereits am Mittwoch, 2. Juni, also vor exakt einer Woche, wies der WDFV auf seiner Homepage darauf hin, dass es nach dem Spiel keine Meisterehrung geben werde. „Wir hatten uns alle für Samstag auf die Ehrung eines würdigen Meisters der Herren-Regionalliga West eingestellt und die Feierlichkeiten, natürlich unter streng abgestimmten Corona-konformen Bedingungen, auch mehrgleisig vorbereitet. Durch die Einsprüche wird die Entscheidung über den Titelträger unter Umständen über den 42. Spieltag hinaus vertagt. Die Situation erschwert unsere Planungen derart, dass der WDFV nicht umhinkommt, die Ehrung zu verschieben. Dass bedauern wir sehr“, wurde Manfred Schnieders, Vorsitzender des WDFV-Fußballausschusses, auf der Homepage des Verbandes zitiert.

Zwei Regionalliga-Klubs hatten Einsprüche gegen die Spielwertung von drei BVB-Partien eingelegt. So soll Rot-Weiss Essen gegen die Wertung der BVB-Partien in Straelen (3:1) und Rödinghausen (0:0) Einspruch eingelegt haben. Der Protest zum 3:1 der Dortmunder U23 gegen den SV Bergisch Gladbach sei vom eigentlich bereits als Absteiger feststehenden Klub beim WDFV eingegangen. Es ging bei der Verhandlung aus Dortmunder Sicht also um sieben Zähler, die im schlimmsten Urteilsfalle abgezogen hätten werden können. Dann wäre der BVB nicht aufgestiegen, sondern Rivale RW Essen. Dem ist allerdings nach Informationen unserer Redaktion nun nicht so.

Die Vereine hatten Einsprüche aufgrund der vom BVB beim Verband gemeldeten Kaderliste eingelegt, die die Borussia Ende April angepasst hatte. So wurde angezweifelt, dass den Dortmundern während der Quarantänezeit nach drei Corona-Fällen wirklich nicht mehr 16 Spieler zur Verfügung standen, die zur Weiterführung des Spielbetriebs notwendig sind. Und somit der BVB hätte antreten müssen. Die drei betroffenen Partien der Schwarzgelben (Straelen, Rödinghausen, Bergisch Gladbach) wurden jedoch verlegt. Der BVB betonte dabei stets, dass er die Kaderliste gemeinsam mit dem WDFV bearbeitet habe – und hat nun auch Recht bekommen.

Die Schwarzgelben können dementsprechend nun für die 3. Liga planen. Bergisch Gladbach hat allerdings noch die Möglichkeit, in Berufung zu gehen und erneut Einspruch einzulegen. Der muss in den nächsten sechs Tagen passieren. Nach unseren Infos wird der Klub das wohl nicht machen.

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Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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