Blickt auf intensive Momente als BVB-Cheftrainer zurück: Edin Terzic. © imago / firo
Borussia Dortmund

„Erste Runde Krankenschein …“ – BVB-Trainer Terzic im Rausch der Gefühle

Edin Terzic erlebt beim BVB die emotionalste Zeit seiner jungen Karriere - und schlüpfte am Samstag in die Fan-Rolle. Nun übernimmt Marco Rose. Auch er hat intensive Monate hinter sich.

Zum Ende dieser emotionalen Spielzeit brach es auch Edin Terzic heraus. Auf den Leinwänden des Signal Iduna Parks wurde weit nach dem Schlusspfiff der Partie gegen Leverkusen ein Fan-Video eingespielt. Die BVB-Anhänger stimmten an: „Erste Runde Krankenschein, dann die Omma tot, Überstunden nehmen wir zur Not!“ Und Terzic, der gerade im Mittelkreis stand, führte fort: „Dann kommt die Kündigung. Scheißegal! Borussia Dortmund international!“ Dabei reckte Terzic beide Arme in die Höhe – wie ein Fan auf der Südtribüne.

Diese Szenerie im leeren Stadion fasste die Verbundenheit des 38-Jährigen mit Borussia Dortmund eindrucksvoll zusammen. Ob Terzic in fünf Wochen, wenn der BVB in die Vorbereitung startet, mit an Bord ist, wird sich in Kürze klären. „Ich werde jetzt mit vollem Genuss nach Hause fahren und endlich meine Familie wiedersehen“, sagte Terzic auf der Pressekonferenz nach dem 3:1-Erfolg gegen Leverkusen. „Irgendwann werde ich mir Gedanken machen. Dann werden wir nochmal miteinander sprechen – so, wie wir es immer gesagt haben. Und dann werden wir versuchen, eine Entscheidung zu finden. Aber der Wunsch, den haben wir schon im Dezember ganz klar geäußert, ist, dass mein Weg hier sehr gerne weitergehen darf.“

Neuer BVB-Trainer Rose erlebt schwierige Monate in Gladbach

Im Juli dann unter Marco Rose, der bei Borussia Mönchengladbach eine ähnlich kräftezehrende Rückrunde wie Terzic bei Borussia Dortmund erlebte. Nach der Bekanntgabe seines Wechsels lief bei den Fohlen kaum noch etwas zusammen. Nach sieben Pflichtspiel-Niederlagen in Serie stand der 44-Jährige kurz vor der Freistellung, bekam aber im letzten Moment noch die Kurve. Dennoch beendete Gladbach die Saison auf einem enttäuschenden achten Rang – und muss ohne internationale Einnahmen auskommen.

Nach dem 4:2-Erfolg in Bremen gab Rose zu: „Es wurde von Problemen zwischen mir und den Spielern berichtet, die es gar nicht gab. Die Jungs waren natürlich enttäuscht nach meiner Entscheidung, weil sie wahrscheinlich gerne weitergemacht hätten in der Konstellation. Es war alles nicht so einfach, was da ins Rollen gekommen ist. Und die Durststrecke hat es natürlich sehr schwer gemacht.“

Sportliche BVB-Leitung steht in ständigem Austausch mit Rose

Ab sofort drehen sich Roses Gedanken um Borussia Dortmund. BVB-Sportdirektor Michael Zorc erklärte am Sonntag auf Anfrage der Ruhr Nachrichten, dass man „in ständigem Austausch“ mit dem neuen Coach stehe. Auch wenn der finanzielle Spielraum begrenzt ist, müssen bis zum Trainingsstart Anfang Juli einige Personalentscheidungen getroffen werden. Zunächst wird sich jedoch Edin Terzic entscheiden müssen.

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BVB-Redaktion
Premium-Jahrgang 1981. Besetzte im Mittelfeld von Rot-Weiß Unna die Acht, bevor die Position überhaupt erfunden wurde. Studium der Germanistik und Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, anschließend ablösefreier Wechsel zu Lensing Media. Im BVB-Team polyvalent einsetzbar.
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Florian Groeger
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Dirk Krampe, Jahrgang 1965, war als Außenverteidiger ähnlich schnell wie Achraf Hakimi. Leider kamen seine Flanken nicht annähernd so präzise. Heute nicht mehr persönlich am Ball, dafür viel mit dem Crossbike unterwegs. Schreibt seit 1991 für Lensing Media, seit 2008 über Borussia Dortmund.
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Dirk Krampe

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