Ex-Borusse Florian Kringe bald wieder fit

Comeback in Sicht

BERLIN Sechs Wochen Leidenszeit liegen hinter Florian Kringe. Seit dieser Woche darf der Langzeit-Borusse, der für ein Jahr an Hertha BSC Berlin ausgeliehen wurde und sich dort gleich schwer verletzte, auf dem Fahrrad der Rückkehr ins Training der Hauptstädter entgegenstrampeln. Um dann endlich aktiv mitzuhelfen, die Hertha aus der Krise zu schießen.

von Von Dirk Krampe

, 29.10.2009, 16:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Florian Kringe (r.) bei seiner offiziellen Vorstellung in Berlin.

Florian Kringe (r.) bei seiner offiziellen Vorstellung in Berlin.

Die ersten Tage in Berlin trainierte Florian Kringe im kleinen Kreis. „Mehr als acht waren wir während der Nationalmannschafts-Pause nicht“, erzählt er. Seine Rückkehr auf den Bundesliga-Rasen war dann nach nur zehn Minuten abrupt beendet. Zweikampf mit dem Mainzer Soto, „es hat geknackt, und ich wusste, da ist etwas kaputt.“ Mittelfußbruch lautete die Diagnose, Kringe kam um eine Operation zwar herum, musste aber sechs Wochen den Fuß komplett ruhig stellen. Die Reha in dieser Zeit beschränkte sich auf Koordinations- und Stabilisierungsübungen. „Ausdauer, das Gefühl für den Ball, das ist alles futsch“, sagt der Neu-Berliner. Gute drei Wochen, glaubt Kringe, werde es noch dauern, bis er die Belastungen deutlich intensivieren darf. „Zwei, drei Spiele“ würde er vor der Winterpause gern noch machen, „richtig fit werde ich wohl erst zur Rückrunde.“ Heute schlagen zwei Herzen in seiner Brust, „aber natürlich fiebere ich ausschließlich mit Hertha. Der Punkt gegen Wolfsburg war ein Signal, wir wollen endlich den Turnaround schaffen.“

Situationen wie die, in der die Berliner stecken, kennt Florian Kringe. „Mit Dortmund“, kann er sich gut erinnern, „steckten wir ähnlich tief im Keller. Dann haben wir die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte gespielt.“ Ein Indiz, dass es in solchen Situationen vorwiegend über den Kopf gehen muss. „Auch wir“, sagt Kringe, „haben trotz der namhaften Abgänge noch genügend Qualität.“ Aber auf dem Papier gewinne man nunmal keine Spiele. Florian Kringe hat sich trotz seiner Verletzung gut eingelebt in Berlin. Nur der intensive Kontakt zum Team fehlt ihm. Jetzt will er endlich einen Schluss-Strich unter die turbulenten zwei ersten Monate ziehen. „Das war schon eine abgefahrene Kiste. Es wird Zeit, dass ich endlich meinen Beitrag dazu leisten kann, dass wir da unten rauskommen.“

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