Ex-BVB-Profi Neven Subotic: „Eine Grundangst ist da“

Borussia Dortmund

Der ehemalige BVB-Profi Neven Subotic unterstreicht seine Kritik am Bundesliga-Neustart - und gibt zu: Eine Grundangst vor dem Coronavirus sei da.

Dortmund

, 09.05.2020, 20:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neven Subotc gibt zu: „Eine Grundangst ist da, weil man zu diesem Virus noch nicht besonders viel weiß.“

Neven Subotc gibt zu: „Eine Grundangst ist da, weil man zu diesem Virus noch nicht besonders viel weiß.“ © imago / Matthias Koch

Borussia Dortmunds ehemaliger Innenverteidiger Neven Subotic, der seit Sommer 2019 das Trikot von Aufsteiger Union Berlin trägt, hat seine Kritik am Bundesliga-Start unterstrichen: „In Deutschland sind die Spieler in einer schwachen Position. Wir wurden informiert, nachdem alle Entscheidungen gefallen waren. Ich will mich nicht aus der Verantwortung rausreden - aber es gab keine vertretende Instanz der Spieler“, sagte der 31-Jährige im Interview mit dem „Deutschlandfunk“.

Subotic: „Gebe mein Vertrauen den Gesundheitsämtern“

Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus sei in einem gewisse Maße vorhanden: „Es besteht die Angst einer Infektion. Entsprechend versuche ich mich zu verhalten. Aber ich gehöre nicht zu den Risikopatienten, das mildert es etwas. Aber eine Grundangst ist da, weil man zu diesem Virus noch nicht besonders viel weiß.“

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Dem umfangreichen Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga vertraut der Routinier: „Ich gebe mein Vertrauen den Gesundheitsämtern, die das bewertet haben. Das sind die wichtigsten Instanzen. Man muss differenzieren: ein Konzept auf Papier und die Realität. Es gab ja ein paar Kilometer weiter ein heftiges Video. Ich hoffe, dass es eine Ausnahme war. Es gibt keinen Raum für Fehler.“

Subotic kann Kritik an der Außendarstellung nachvollziehen

Die in diesem Zusammenhang aufgeflammte Kritik an der Außendarstellung des Profifußball kann Subotic nachvollziehen: „Es gibt ein breites Spektrum an Spielern. 17-Jährige bekommen Millionen-Verträge und wissen nicht genau, wie man damit umgeht. Diese Kritik ist gerechtfertigt. Aber sicherlich trifft das nicht auf jeden Fußballer zu. Viele Spieler sind ganz normal, haben Familie und sehen sich als Teil der Gesellschaft. Aber einige Spieler leben sicherlich in einer eigenen Realität - das wird auch in der Zukunft so sein.“

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