Friseuraffäre der BVB-Profis: Bedrückend entrückt

mlzKommentar

Die Friseuraffäre der BVB-Profis zeigt, dass einige Fußballer in ihrer Parallelwelt in manchen Dingen weit entrückt sind vom Rest der Gesellschaft. Ein Kommentar.

Dortmund

, 07.06.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Deutschland krabbelt in kleinen unsicheren Schritten aus dem Corona-Ausnahmezustand, und ein halbes Dutzend privilegierter Fußballprofis schert sich nicht um die Vorschriften. Da kann man eine gewisse Empörung verstehen bei den Opfern dieser massiven Krise, die beim Arbeitsamt, in Altenheimen oder bald wieder in den Kindergärten zu finden sind.

Bedrückender als der ignorante Verstoß gegen das Hygienekonzept wiegt der Eindruck, dass einige Fußballer, von Kindern als Vorbilder und Idole angehimmelt, in ihrer Parallelwelt in manchen Dingen weit entrückt sind vom Rest der Gesellschaft.

Kommentar: Profi-Fußballer sind keine besseren Menschen

Außergewöhnliches Können mit den Füßen und ein üppiges Bankkonto macht keinen Fußballer zu einem besseren Menschen. Doch ihr öffentliches Leben, mit allen Sonnen- und Schattenseiten, muss für die Profikicker Verantwortung und Verpflichtung zugleich sein.

Jetzt lesen

Das kleinteilige Konzept, auf dem die Erlaubnis für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs fußt, mag in mehreren Punkten von der Realität auf den Straßen überholt worden sein. Doch Regelverstöße gehören geahndet – auf dem Platz und daneben auch. Und Vorbilder sollte man sich immer gründlich aussuchen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt