Trainer Enrico Maaßen und der BVB haben weiterhin beste Aufstiegschancen. © Thomas Bielefeld
Borussia Dortmund II

Fünf Gründe, warum der BVB-U23 der Aufstieg fünf Spieltage vor Ende nicht mehr zu nehmen ist

Fünf Spiele muss die BVB-U23 noch bestreiten. Der Aufstieg ist zum Greifen nah. Im Derby ließ der BVB aber Punkte liegen. Wir nennen fünf Gründe, warum der U23 der Titel trotzdem nicht mehr zu nehmen ist.

Der späte Ausgleich im Derby gegen den FC Schalke 04 II tat der Borussia am Samstagnachmittag richtig weh. Nach 3:0-Führung kam der BVB am Ende nur zu einem 3:3-Remis. Der Punktevorsprung gegenüber RW Essen ist auf sieben Zähler geschmolzen. Gewinnt RWE sein Nachholspiel sind es nur noch vier Zähler. Wir nennen fünf Spieltage vor Schluss fünf Gründe, warum sich die BVB-U23 um Trainer Enrico Maaßen den Aufstieg trotzdem nicht mehr nehmen lassen wird.

1. Der BVB hat den Aufstieg weiter in der eigenen Hand:

Legen wir die Fakten auf den Tisch: Der komfortable BVB-Punktevorsprung auf Verfolger RW Essen ist nach Samstag ein wenig geschmolzen. Sieben Zähler beträgt er aktuell. Dabei hat der Rivale von der Hafenstraße noch ein Nachholspiel gegen den SV Lippstadt zu absolvieren. Gewinnt er das, dann sind es vier Punkte Rückstand – bei dann fünf ausstehenden Spielen. Es könnte also noch einmal eng für die Maaßen-Elf werden.

Der BVB hat im Titelschlussspurt aber einen entscheidenden Vorteil. Er hat den Aufstieg in der eigenen Hand. Macht die Borussia ihre Hausaufgaben und behält die Nerven wie in Großteilen der Rückrunde, dann wird der Regionalliga-Meister definitiv Borussia Dortmund heißen. Egal, wie sehr die Rivalen versuchen werden, weiterhin gegen den BVB zu sticheln und die Borussia so zu verunsichern. Der BVB bleibt trotz der Giftpfeile bei sich, das tut ihm gut.

2. Der BVB stellt derzeit das stärkste Rückrundenteam:

Die Hinserie beendete RW Essen als Tabellenerster. 50 Punkte holte der Klub in 20 Spielen, gewann dabei 15 Mal und spielte fünf Mal remis. Eine Niederlage gab´s nicht. Ein starker Wert. Dicht dahinter lag die U23 von Borussia Dortmund mit 47 Zählern, verlor lediglich einmal gegen den SV Rödinghausen.

In der Rückrunde liest sich die Tabellensituation hingegen ganz anders. Dort führt bislang der BVB die Tabelle an. 35 Punkte in 15 Spielen erzielte die Elf von der Adi-Preißler-Allee. Das ist ein Punkteschnitt von 2,3 Zählern pro Spiel. RWE rangiert dagegen nur auf Rang fünf, hat in 14 Spielen 25 Punkte geholt (Schnitt von 1,8) und in der Rückserie drei Mal verloren und vier Mal remis gespielt, also insgesamt sieben Mal nicht gewonnen.

Zwar zeigte die Formkurve von RWE zuletzt wieder etwas nach oben, langanhaltende Konstanz vermisst man bei den Rot-Weißen in diesem Jahr allerdings noch. Anders sieht es beim BVB aus, der gegen Schalke zwar schwächelte, seit November allerdings kein Spiel mehr verloren hat. Dazu zählten auch die Nervenschlachten gegen Fortuna Köln, bei Fortuna Düsseldorf II und bei RW Oberhausen, die Dortmund allesamt für sich entschied.

3. Der BVB hat das beste Torverhältnis der Liga

Ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Beantwortung der Meisterfrage ist das Torverhältnis. Dieses könnte nämlich bei einer möglichen Punktgleichheit über den Aufsteiger entscheiden. Da hat der BVB gegenüber RW Essen ebenfalls einen Vorteil. Mit +58 stellt der BVB derzeit die bessere Differenz als RWE (+51). Zudem hat der BVB mit 84 erzielten Treffern auch die torgefährlichste Offensivreihe.

Im Fall der Fälle hätte der BVB also – Stand jetzt – noch einen kleinen Joker in der Hinterhand, sollte er noch wichtige Zähler liegen lassen.

4. Der BVB spielt noch gegen drei Teams aus dem unteren Drittel

Der BVB hat den Aufstieg – wie oben bereits geschrieben – in der eigenen Hand; und drei der fünf Gegner, auf die der BVB trifft, zählen zu den Teams aus dem unteren Tabellendrittel. So trifft der BVB zuhause noch auf den SV Bergisch Gladbach (18.) und auf den VfB Homberg (17.). Auswärts reist er zum SV Straelen (14.). Alle drei Klubs zählen, bei allem Respekt, nicht zur absoluten Spitzenklasse der Liga und sollten – wenn alles normal läuft – nicht zum Stolperstein für die spielstarken Borussen werden, die immer wieder bewiesen haben, auch gegen tiefstehende Teams Lösungen finden zu können.

5. Der BVB dürfte sich mindestens einen Ausrutscher erlauben – RWE nicht mehr

Die Vorzeichen sind klar. Borussia ist der Gejagte, RWE der Jäger, sodass der Druck vor allem bei den Rot-Weißen liegt, die sich keinen Ausrutscher mehr leisten können. RWE muss – wenn es noch realistische Titelchancen haben möchte – alle restlichen sechs Spiele gewinnen und darf nicht auf einen erneuten Ausrutscher des BVB hoffen, der sich zu stabil präsentiert hat.

Der BVB hingegen könnte sogar ein Spiel mindestens noch verlieren und danach trotzdem noch die Meisterschaft aus eigener Kraft perfekt machen. Große Nervosität muss die Maaßen-Elf also nicht verspüren.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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